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Grandiose Abschlussshow der "Young Americans" in Lich - viel mehr als eine Nummernrevue

Lich | Für einen Abend hatte sich am vergangenen Mittwoch die Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Lich in eine Bühne für eine Show der Extraklasse verwandelt. Im Laufe eines dreitägigen Workshops hatten die 48 jungen Akteure der „Young Americans“ im Rahmen ihrer pädagogischen Initiative, der „Music Outreach Tour“, die sie an allgemeinbildenden Schulen weltweit durchführen, mit 200 Schülerinnen und Schülern im Alter von 8 bis 18 Jahren eine komplette Bühnenshow einstudiert und diese am letzten Abend gemeinsam mit der Schülergruppe aufgeführt. Besonders beeindruckt hatte Peter Blasini, stellvertretender Schulleiter, die Art wie die angehenden Bühnenprofis mit den Schüler unterschiedlichen Alters und Vorbildung gearbeitet hatten. Für Politiker eher eine Phrase denn echte Einstellung, hatten sie das Motto „No child has left behind-Kein Kind wird zurückgelassen“ umgesetzt, alle zum mitmachen animiert und das Beste aus den Kindern herausgeholt, Teamfähigkeit und Kreativität gefördert. Dabei waren sie immer fröhlich und motivierend vorgegangen, ohne zu strafen und zu bevormunden. Eine Leistung, an der sich mancher Pädagoge sicher ein Beispiel nehmen könnte.
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Young Americans (8)Workshop (72)Musik (930)KünstLich (6)Kunst (511)Kulturverein (1)Dietrich-Bönhöfer-Schule (1)
Den ersten Showteil bestritten die Amerikaner alleine. Wie ein Blitz schlugen sie ein, die „Young Americans“: 48 sympathische junge Menschen stürmten geradezu die Bühne. Haare flogen, Röcke flatterten, Arme wirbelten, Füße steppten, sprangen, drehten Pirouetten zur mitreisenden Musik, bunte Lichter durchtränkten die pulsierende Luft. Dem mittelhessischen Publikum blieb bei so viel Energie, Kraft und Enthusiasmus erst einmal die Luft weg. Wo zuerst hinschauen um ja nichts zu verpassen? Sie präsentierten einen bunten Querschnitt durch die amerikanische Musik-Kultur: Gospel, Swing, Jazz, Pop, Musical, Country, Rock’n Roll, Singer-Songwriter, Hip Hop. Elvis, John Lennon und Michael Jackson wurden zum Leben erweckt. Dabei war die Show weit entfernt von einer bloßen Nummernrevue: alles griff ineinander über, harmonisierte im bunten, fliegenden Wechsel. Schnell wie die Musikrichtungen wechselten auch die Kostüme. Gleich blieb nur die überschwängliche Freude an der Musik, die strahlenden Gesichter und die Begeisterung im Publikum, das vom ersten explosiven Moment an mitgerissen war. Vor der Pause schlugen die „Young Americans“ mit einem gefühlvollen „Country Home“ und, zu Ehren des Gastlandes, „Kein schöner Land“, auf Deutsch gesungen, etwas leisere Töne an, wie um das Publikum vorsichtig aus dem bunten Rausch zu entlassen und zu verhindern, dass dieses plötzlich zu hart auf den Boden der Realität landet.
Nach der Pause hatten die Licher Schüler Gelegenheit das Gelernte zu präsentieren. Zusammen mit ihren Lehrmeistern sangen und tanzten die Schüler und trugen selbst geschriebene Lyrik zu spontan auf der Bühne gemalten Bildern vor. Von „Paten“ begleitet sangen einige jüngere Schülerinnen dem gerührten Publikum zu Herzen gehende Lieder. Zum großen Finale entführten sie durch ein Medley verschiedener Disney-Songklassiker in die Welt des „Königs der Löwen“ nach Afrika. „Young American“-Choreograf Ross hatte nicht zu viel versprochen als er den Eltern zu Beginn sagte „Sie werden stolz auf ihre Kinder sein!“
Auch für die jungen Amerikaner war dies ein ganz besonderer Abend und bei den zahlreichen Dankesworten flossen viele Tränen, denn mit dem Abend in Lich ging die dreimonatige Herbsttournee, die sie zuvor auch nach Holland, Schweden und Polen geführt hatte, zu Ende. Es hieß Abschied voneinander und von Europa zu nehmen bevor es am nächsten Tag zurück nach Kalifornien ging. Als Trost blieb nur das Wissen, dass sie im nächsten Jahr wieder nach Hessen kommen, diesmal nach Hungen.



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