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Aufklärung tut NOT!

Lich | Viele Familien erfüllen sich den Wunsch und nehmen einen Hund als neues Familienmitglied auf. Aber leider wird sich vielfach im Vorfeld nicht ausreichend über das Thema informiert und oft ist der Wunsch nach einem Rassehund sehr groß, aber er soll möglichst "billig" sein. Und hier liegt das Problem: Denn unseriöse Vermehrer und Welpenhändler haben für sich den „Welpenhandel als ein Millionengeschäft entdeckt“. Seit Jahren beobachten Tierschützer, wie der Markt für die Importhunde immer stärker wächst. Das Internet beschleunigt diesen Boom auch noch, denn die Hunde werden dort so angepriesen, als kämen sie von verantwortungsvollen Züchtern. Der europäische Tierschutzverein ETN, das Haustierregister TASSO und der Bund gegen den Missbrauch der Tiere haben das Jahr 2010 zum Jahr "gegen den unseriösen Welpenhandel" erklärt. Alle drei Institutionen wollen aufklären und „so die Nachfrage besonders im Schnäppchen liebenden Deutschland“ mindern.

Natürlich gibt es nicht nur im osteuropäischen Raum regelrechte „Hundefabriken“, die gibt es auch mitten in Deutschland und keine Behörde (insbesondere die Veterinärämter) sieht sich
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Tierschutz (994)TierfreundLich e.V. (194)Billigwelpen (1)
im Stande, dem Treiben solcher Vermehrer und Hundehändler ein Ende zu setzen. Man stellt sich ernsthaft die Frage, warum ein Amtstierarzt seine Besuche, trotz vorliegender Anzeigen, immer ankündigen muss. Verschafft man dem vermeintlichen Täter so nicht die Möglichkeit, Beweismittel zu entfernen?

Lesematerial und auch Fernsehbeiträge (z.B. diesen http://www.youtube.com/watch?v=6IKPTSQYkE8) gibt es mittlerweile zu Genüge und doch finden sich nach wie vor Käufer für diese Hunde. Warum?

Tatsache ist, dass das Leid der Tiere beträchtlich ist. Aus Kostengründen sind sie weder entwurmt noch geimpft. Illegal gelangen sie im Kofferraum über die Grenze, ohne die nach europäischen Tierschutzbestimmungen vorgesehenen Pässe, Impfausweise und Chip-Registrierung. Der vermeintlich billige (Rasse-)Hund entpuppt sich spätestens bei den regelmäßigen Tierarztbesuchen als teures Fass ohne Boden. Und ganz zu schweigen von der Vielzahl der Welpen, die so krank sind, dass sie ihren neuen Besitzern kurz nach dem Kauf versterben. Mann kann nur sagen: Wühltischwelpen - nein Danke! Nein zum Handel mit Billigwelpen! (http://www.tasso.net/Tierschutz/Wuhltischwelpen)

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Kommentare zum Beitrag

Karsten Brunda
338
Karsten Brunda aus Lich schrieb am 02.10.2010 um 13:59 Uhr
Wenn man sieht unter welchen Umständen die Muttertiere gehalten werden, die Welpen mit 5 Wochen in einem Kofferraum verschwinden, damit sie für 20,- € auf einem Flohmarkt verhökert werden, wird mir KotztÜbel!
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 02.10.2010 um 16:33 Uhr
Nicht nur Ihnen Herr Brunda,
mir dreht es auch den Magen um. und es ist aussichtsloss dagegen etwas zu unternehmen. In meinen Drang und Tatzeiten hätte ich noch zum Bolzenschneider gegriffen und hätte die Welpen samt Mama aus der Zuchtfabrik herausgeholt. Und diese Bastarde haben sogar noch Rechte. Versucht mal so einem Züchter auf die Pelle zu rücken, der ruft die Polizei und sie bekommen noch Hausverbot.

Da hole ich mir lieber einen Hund aus dem Tierschutz. Die Tierheime und Pflegeplätze sind voll davon.
Andrea Allamode
768
Andrea Allamode aus Buseck schrieb am 02.10.2010 um 17:21 Uhr
Auch meine Wenigkeit könnte platzen, aber wie viele dieser Tiere landen dann im Tierschutz, weil die neuen Besitzer mit ihnen nicht klar kommen - aufgrund ihrer schlechten Sozialisierung und Prägung - es ist ein Teufelskreis und doch jede Person, der die Augen geöffnet wird, ist wenigstens ein kleiner Schritt in die richtige Richtung!
Karsten Brunda
338
Karsten Brunda aus Lich schrieb am 02.10.2010 um 17:21 Uhr
Stimmt, als private Pflegestelle von Tierfreundlich kann ich ein Liedchen davon singen!
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 02.10.2010 um 17:25 Uhr
Niemand darf diese armen, kleinen Geschöpfe kaufen! Auch nicht aus Mitleid! Man hilft mit jedem Kauf, dass dieses Elend weiter geht. Nicht nur die Welpen sind zu bedauern, auch die Muttertiere, die in engen Verschlägen gehalten werden und nie das Tageslicht sehen, bedauernswerte "Gebärmaschinen"! Es gibt eine Hundemaffia in Europa. Die offenen Grenzen haben dem Elend Türen und Toren geöffnet. Und das alles soll legal sein? Oder ist es Ignoranz der Behörden, die das zulassen? Tierschützern wird das Leben oft zur Hölle gemacht, die ein paar arme Hundeseelen aus dem Ausland retten wollen. Von Tierschutz im Ausland zu Tierschutz in Deutschland gilt es viele Hürden zu nehmen und Bestimmungen einzuhalten. Da sind die Behörden eifrig dabei, Tierschützern das Leben schwer zu machen. Wer einen Rassehund kaufen möchte, soll sich bitte beim Verband des deutschen Hundewesens in Dortmund über seriöse Züchter informieren. Der Appell des Tierschutzes: geben Sie den Tieren aus dem Tierschutz ein schönes Zuhause- viele haben die Hölle hinter sich und sind trotzdem nur lieb.
Andrea Allamode
768
Andrea Allamode aus Buseck schrieb am 02.10.2010 um 17:25 Uhr
Der Handel ist doch erst so richtig in Schwung gekommen, seit ah den Grenzen (war es nicht 1995) nicht mehr jeder kontrolliert wird :( Von mir aus, können sie das gerne wieder ändern.
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 02.10.2010 um 18:51 Uhr
Auch ich bin eine Pflegestelle. Wer einen Rassehund sucht, findet den auch im Tierschutz, wenn der Vermehrer ihn nicht mehr braucht kommt er z.B. zur IG Tierschutz oder Tierfreundlich. Wir alle schenken ihnen Hoffnung und viel Liebe. Ich traue keinem Züchter egal Ausland oder Inland.
Ich kann da nur auf den Link verweisen:http://www.giessener-zeitung.de/lich/beitrag/38196/an-qalleq-aus-hessen-wiesbadener-manifest-zur-halterschulung/
Dies sollte Deutschlandweit gelten, dann lässt die Nachfrage nach.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 02.10.2010 um 19:28 Uhr
Sie haben natürlich völlig Recht. Auch der Tierschutz hat Rassehunde- und die haben es am nötigsten. Aber kein Tierschutz kann verhindern, dass Menschen auch zum Züchter gehen. Es gehört zur Aufklärung die Menschen zu sagen, was ein Züchter und ein mieser Händler ist.
Man muss nur die HP der TSV zu gehen, dort sitzen viele Rassehunde- viele von Händlern.
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 02.10.2010 um 19:36 Uhr
Das wurde mir gerade eben per Mail zugespielt

Eine Anzeige eines niederländischen Züchters:

--------------------------------------------------------------------------------
Tel:+31(0)XXXXXXXXXXX

Ort:68XX XXXXXX/Niederlande
Land: Niederlande

Preis:VS

Ich biete euch:
Malteser Welpen! Auch kleine sorte
Tibet Terrier Welpen! Gut versorgt mehrere faben
Shih Tzu Welpen! Prima versorgt
Boomer Welpen von Shih Tzu und Yorkshire Terrier
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Boomer Welpen von Malteser mit Shih Tzu !
Boomer Welpen! Kleine sorte verschiedene fabren
Shih Tzu Welpen! Sehr lieb und mehrere farben
Boomer Welpen von Shih Tzu und Malteser
-----------------------------------------------------------------------------------

Ist so etwas normal??????

Die komplette Telefonnummer und Adresse liegt mir vor.
Ich habe sie nur aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 02.10.2010 um 20:05 Uhr
Das Jörg, sind keine Züchter. Das sind üble Händler! Sie sind mit verschiedenen Handynummern im Internet vertreten und bringen die Welpen oft ins Haus- aus einem Grund, dass man die katastrophalen Unterkünfte der Hunde nicht sieht. Die Welpen haben auf schon mehrere Stationen hinter sich, bis sie den Leuten angedreht werden. Die Tiere werden gehandelt wie Gemüse!
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 02.10.2010 um 20:08 Uhr
So etwas dachte ich mir. Die nette Person fragte mich auch schon ob das evtl. Massenzüchter sind.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 02.10.2010 um 20:18 Uhr
Vermehrer, brutale, herz- und gewissenlose Vermehrer!
Andrea Allamode
768
Andrea Allamode aus Buseck schrieb am 03.10.2010 um 10:17 Uhr
Stimmt, dieses sind üble Vermehrer - mehr nicht. Auf der Suche nach dem neuen Familienmitglied gehört es auch dazu, wenn es denn ein Rassehund sein soll, mehrere Zuchtstätten aufzusuchen. Hier eine sehr gute Seite, die genau das wiedergibt, auf was man achten sollte, wenn man einen Welpen bei einem Züchter kaufen möchte: http://www.animal-coach.de/AugenaufbeimWelpenkauf-Woraufsollmachenachten.htm

Zum oben kurz angesprochenen Thema Auslandstierschutz ist zu sagen, auch hier ist nicht überall Tierschutz drin, wo Tierschutz drauf steht. Denn auch hier haben einige Zeigenossen durchaus erkannt, dass man auch mit diesen Tieren sehr gut Geld verdienen kann.
Sabine Haibach
106
Sabine Haibach aus Lich schrieb am 03.10.2010 um 12:48 Uhr
Andrea, da muss ich dir leider Recht geben. Gerade beim Auslandstierschutz sollte man übergenau hingucken. Und auch Auslandstiere landen hinterher in deutschen Tierheimen und bei deutschen Tierschutzvereinen, wenn sich nach einigen Wochen des Zusammenlebens herausstellt, das man sich doch einen anderen Hausgenossen gewünscht/erträumt hat, weil man ihn vor der Vermittlung nicht persönlich kennenlernen konnte.

Eine sehr interessante Seite.....
http://www.tierschutz-schattenseiten.com/index.php/nicht-ueberall-wo-tierschutz-draufsteht-ist-tierschutz-drin
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 03.10.2010 um 20:49 Uhr
Eine Internetvermittlung von Tieren , ob aus dem In- oder Ausland ist mit sehr kritischen Augen zu betrachen. Die Adoption eines Tieres ist mehr, als ein Bild im Internet zu betrachten. Ein Hund oder Katze sollte ein "Mitspracherecht" haben, denn Tiere haben das Recht, eine Person nicht zu mögen. Seriöse Tierschützer machen einen Schutzvertrag. Der beinhaltet auch, dass ein übernommenes Tier wieder an den Pflegeplatz zurück gegeben werden muss. Damit es eben nicht in einem Tierheim landet! Ein Händler gibt Tier gegen Geld! Ein gemeinnütziger Verein kann eine Spendenquittung ausstellen! Auch "unsere" Vereine, denen die Tieroase Heuchelheim mit seinen Pflegeplätzen angeschlossen ist, sind gemeinnützig. Die Schutz- oder Übernahmegebühr wird von uns selbstverständlich den Vereinen vor Ort überwiesen, damit dort geholfen und vor allen Dingen kastriert werden kann.
Eigentlich ist es nicht schwer, einen Händler vom Tierschutz zu unterscheiden. Leider glauben viele Menschen , beim Tierkauf ein Schnäppchen machen zu können- und dies können die fiesen Händler scheinbar glaubhaft vermitteln.
Sabine Haibach
106
Sabine Haibach aus Lich schrieb am 03.10.2010 um 21:33 Uhr
Diesen Link vielleicht noch.....

http://www.animal-health-online.de/klein/2009/10/27/blutiger-durchfall-frisch-operiert-veterinaramt-dusseldorf-stoppt-hundetransport-aus-spanien/4553/

Auf dieser Seite kann man sich ganz unten noch weiter informieren.....

Im übrigen betrifft das jeden einzelnen Hundehalter. Durch sowas kommen wieder Krankheiten nach Deutschland, die es hier entweder gar nicht mehr gab oder die sich hier neu einschleichen. Jeder Hundehalter bezahlt durch Impfungen seines Hundes dafür.....
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 03.10.2010 um 21:33 Uhr
Die angegebenen Seiten sollte sich jeder anschauen! Vor allen Dingen die zuständigen Ämter, die es nicht zu verhindern wissen, dass solche Transporte nach Deutschland, aber auch Österreich und sogar in die Schweiz gelangen. Diese armen Geschöpfe kommen niemals aus dem seriösen Tierschutz! Die Tiere aus dem Tierschutz müssen von dem Amtstierarzt vor Ort eine Bescheinigung haben, dass sie transportfähig sind, gechipt und einen gütigen EU Impfausweis haben sowie frei vor erkennbaren Erkrankungen sind. Ein Dokument von einem spanischen Labor über einen negativen Mittelmeercheck ist ebenfalls mitzuführen.
Aber so, wie unerträgliche Tiertransporte von Nutztieren über Europas Strassen gekarrt werden, so werden über die offenen Grenzen auch Hunde und Katzen transportiert. Kontrollen gibt es kaum.
Ich selbst helfe nun seit 15 Jahren Tieren aus Spanien und Griechenland. Richtig ist, dass die Tiere oft durch brutale Misshandlungen alte Verletzungen haben, die hier behandelt und geheilt werden. Richtig ist, dass die Tiere oft aufgebaut werden müssen, weil sie gedemütigt und ihre Seele verletzt wurde. Die meisten mir bekannten Tierheime helfen Tieren aus Spanien, Griechenland oder auch Ungarn, Rumänien oder Bulgarien. Das alles sind Tierschützer, die Hand in Hand mit den Tierschützern im benachbarten Ausland zusammenarbeiten. Es muss gemeinschaftlich gelingen, dem wahnsinnigen Töten der Tiere ein Ende zu bereiten. Es geht nicht nur darum, für einige Tiere in Deutschland ein Zuhause zu suchen. Es geht vor allen Dingen darum, dem Tierschutz vor Ort den notwendigen Stellenwert zu geben.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 03.10.2010 um 21:50 Uhr
Der beschriebene Transport ging durch den Internetverteiler.
Eine Schande und hat mit Tierschutz nichts zu tun.
Jörg Jungbluth wird auf meine Bitte fotografisch festhalten, wenn bald eine Hundemama mit Welpen zu uns kommt. Dann kann man sehen, wie ein ordnungssgemäßer Transport aussehen muss und in welchem guten Zustand die Hunde sind.
Jörg hat ja auch unsere "getüpfelte" Rasselbande fotografiert. So sehen Hunde aus , die von Tierschutz zu Tierschutz kommen.
Tierschutzhunde müssen so transportiert werden, sie man auch seinen eigenen Hund mit auf Flugreisen nimmt. Oder auch im Auto!
Tierschützer arbeiten ordentlich! Und die anderen , als Tierschützer getarnten Händler müssen hart bestraft werden. Und wir alle müssen helfen zu verhindern, dass es überhaupt diese tierquälerischen Transporte gibt, ob mit sog. Nutz- oder Heimtieren. Dazu gehören übrigens auch Vögel, Exoten und Fische!
Sabine Haibach
106
Sabine Haibach aus Lich schrieb am 03.10.2010 um 21:57 Uhr
Bei den vielen schwarzen Schafen kann man den Eindruck gewinnen, dass es vermutlich mehr "Auslands-Tierschmutz" als "Auslands-Tierschutz" gibt....leider.....

Ja, Auslandstierschutz sollte vor Ort gefestigt und verstärkt werden.....da stimme ich zu....
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 03.10.2010 um 22:13 Uhr
Da können Sie vielleicht sogar Recht haben mit mehr "Auslands-Tierschmutz". Das mag ich nicht zu beurteilen. Wir haben nur mit rührigen Vereinen zu tun, die unter schwersten Bedingungen Tierschutz vor Ort betreiben. Tagtäglich das Elend vor Augen zu haben ist eine große Belastung. Und tagtäglich in die Perreras zu gehen, um ein paar der Todeskandidaten zu retten ist unerträglich. Alle Kritiker des Auslandstierschutzes würde ich herzlich bitten, einmal in eine Tötungsstation zu gehen. Dort sitzen Hunderte von Tieren, für die das Leben in einigen Tagen zu Ende ist. Welpen, Mütter mit Kindern, hochtragende Hündinnen, alte Hunde, die "ausgedient" haben. Und das Mitten in Europa!
Es kann sich keiner vorstellen was es heißt, in all diese Augen zu schauen . 10 Tiere kann man mitnehmen- Hunderte läßt man zurück. Ich war einmal in dem Auffanglager in Budapest . Dort 1000!!! Hunde! Nur den Tierschützern ist es zu verdanken, dass inzwischen eine große Anzahl gerettet werden kann. Hier muss man doch helfen! Und wenn es nur ein bißchen ist! Tierschutz endet doch nicht vor der Haustür!
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 03.10.2010 um 22:23 Uhr
Ich als Quasi aussenstehender (oder bin ich schon Insider) hatte die Gelegenheit Tiere aus dem Ausland in Empfang zu nehmen. Die Tiere waren in einwandfreiem Zustand, gutgenährt und sehr Kontaktfreudig. So sehen jedenfalls keine Hunde aus denen es nicht gut ging. Und ich freue mich schon darauf mit Ilse die nächsten Tiere am Flughafen in Empfang zu nehmen.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 03.10.2010 um 22:47 Uhr
Hallo Jörg, Du bist Insider! Schon aufgrund Deiner "Tierschutzvergangenheit"! Menschen, deren Herzen im gleichen Takt für die Tiere schlagen, finden sich oft. Wir durch die GZ! Du hast jetzt schon einige Tiere aus Spanien und Griechenland gesehen! Sie sind ausgestattet mit allen erforderlichen Dokumenten. Und keiner war verwahrlost oder gar krank. Du hast die Hunde bei Susanne gesehen. Alle sahen gut aus! Wenn die Menschen wollen, können sie sehr wohl einen Händler beim Hundekauf erkennen.
Tierschützer müssen weiterhin aufklären und warnen!
Veterinärämter müssen sich die Pflegeplätze anschauen, wo die Tiere aus dem Ausland untergebracht werden. Da lobe ich unser Giessener Vet. Amt, was seiner Pflicht lückenlos nachgekommen ist und unsere Pflegeplätze angeschaut hat und keine Beanstandungen hatte.
Unsere Verträge sind dem dem Vet. Amt vorgelegt worden . Diese wurden verglichen mit den Eingangspapieren deraufgenommenen Tiere.
Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.
Ich hoffe nur, dass Fahrer der beanstandeten Transporte nicht ungeschoren davon kommen. Die Verantwortlichen müssen zur Kasse gebeten werden und alle angefallenen Kosten tragen. Die Summe sollte so hoch liegen, dass diesen Menschen die Freude an ihrem schändlichen Treiben vergeht!
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 03.10.2010 um 23:05 Uhr
Aussenstehender bezog ich eigentlich auf den Bereich Auslandshilfe. Meine Tierschutzvergangenheit beruhte mehr auf den radikalen und nicht gerade legalen Tierschutz. Mein Fachgebiet war die Tierbefreiung. Das hat mich auch einige Zeit Freiheitsentzug gekostet. Ich habe es damals getan, ich stehe dazu. Und ich würde es jederzeit wieder tun. Aber nur noch Gewaltlos.

Bei diesen sogenannten Tierschützern mit ihren rollenden Viehtransportern (oder sollte man Warenlager dazusagen) würde ich vielleicht sogar wieder zur Gewalt greifen.

Die Tiere von Susanne waren in einem sehr guten Zustand. Und sie machten auch keinen verstörten Eindruck. Ganz im Gegenteil. Sie haben mich stürmig begrüsst. Beweisse haben wir ja schon in einem Artikel geliefert.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 03.10.2010 um 23:17 Uhr
Warenlager, ein schlimmes und dennoch passendes Wort für diese Hundemaffia.
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 03.10.2010 um 23:28 Uhr
Aber eine Frage quält mich: Wie blind müssen die Leute sein, das sie den Zustand der geschundenen Tiere nicht erkennen? Ich sehe doch schon meilenweit ob ein Hund gesund ist oder nicht?
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 03.10.2010 um 23:39 Uhr
Jörg, viele Menschen sind wirklich total unwissend, wenn es um den Kauf eines Hundes geht. Sie werden angelockt durch blumige Anzeigen in den Tageszeitungen wie auch im Internet. Und wenn diese Menschen dann vor dem Elend stehen, kaufen viele aus Mitleid. Sie sehen, wenn der Hund krank ist. Es waren schon einige dieser Elendswürmchen bei Nicole in der Praxis. Anzeigen gegen diese Händler sind oft erfolglos, denn die angegebenen Handynummern existieren nicht mehr. Gekauft hat man auf Autobahnrastplätzen. Diese Typen sind mit allen Wassern gewaschen.
Andrea Allamode
768
Andrea Allamode aus Buseck schrieb am 04.11.2010 um 12:47 Uhr
Checkliste für Welpenkäufer

Der Besuch von mehreren Züchtern ist empfehlenswert, vergleiche Sie miteinander.
Kaufe nicht,
wenn der Züchter sich nicht genauestens nach Deinen Lebensumständen erkundigt, denn keinem seriösen Züchter ist es egal, wo seine Welpen hinkommen.

Kaufe nicht,
wenn der Züchter Dir nicht die Mutterhündin zeigen kann, denn kein Züchter wird die Mutterhündin von den Welpen trennen.

Kaufe nicht,
wenn die gezeigte Hündin keine gefüllte Milchleiste hat, oder sich nicht um die Welpen kümmert, denn dann handelt es sich wahrscheinlich nicht um das Muttertier.

Bedenke,
wenn die Mutterhündin aggressiv oder ängstlich ist, dass diese Wesensmerkmale sich auch auf die Welpen übertragen könnte.

Kaufe nicht,
wenn die Welpen im Keller, Schuppen, Stall, Garage ohne menschlichen Kontakt aufgezogen werden, denn der menschliche Kontakt ist wichtig für die Prägung der Welpen.

Kaufe nicht,
wenn der Züchter Dir nicht die Ahnentafel, Zuchtzulassung sowie den Deckschein der Hündin zeigt, sowie bei der Übergabe des Welpen den Wurfabnahmebericht.

Kaufe nicht,
wenn der gleiche Züchter laufend in Tageszeitungen oder Hundezeitschriften inseriert, und das ganze Jahr über Welpen, oder mehr als zwei Hunderassen anzubieten hat. Denn dann handelt es sich wahrscheinlich nicht um einen Züchter, sondern um einen Vermehrer oder Händler.

Kaufe nicht,
wenn Du ein ungutes Gefühl hast.

Weitere Tipps

1. Nimm Dir viel Zeit, wenn Du einen Züchter besuchst.

2. Überlege..... wie war der Erste Eindruck, den der Züchter Dir entgegenbringt
Nett....... Freundlich......... Nervig......... Gestresst.......

3. Lasst Dir alle Zuchttiere zeigen, auch die Tiere mit denen nicht mehr gezüchtet wird.

4. Ein guter Züchter kennt sich mit den Ahnen der Tiere aus, frag ruhig nach den Großeltern, wie alt sind sie?

5. Spiel ruhig mit den Welpen und frag nach den Zähnchen, Milchzähnchen, oder schau auch ruhig mal in den Ohren, Augen und aufs Fell.

6. Frage den Züchter wie die Geburt war, ob normal oder ein Kaiserschnitt.

7. Lass Dir die Ahnentafel erklären!

8. Frag nach einer Wurfabnahmebescheinigung, das heißt der Wurf wurde vom Zuchtwart des Vereines abgenommen, und Protokolliert.

9. Nimm Dir soviel Zeit wie Du brauchst, und schlaf eine Nacht darüber bevor Du entscheidest.

10. Der Preis wird eigentlich immer zum Schluss ausgehandelt, und sollte nicht im Vordergrund stehen. Bitte nicht direkt am Anfang danach fragen, sondern erst wenn man sich einen Eindruck bei dem Züchter gemacht hat.
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 04.11.2010 um 14:21 Uhr
Sehr gut, der Kommentar sollte ein Artikel sein und abgedruckt werden, so dass ihn viele lesen können!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Andrea Allamode

von:  Andrea Allamode

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Interessensgebiet: Buseck
Andrea Allamode
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