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Ohne Elektro-Spezialisten fließen kein Strom und keine Daten

Dirk Koch, Auszubildender zum Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik, blickt zuversichtlich in die Zukunft seiner Branche.
Dirk Koch, Auszubildender zum Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik, blickt zuversichtlich in die Zukunft seiner Branche.
Lich | "Der Elektroberuf gibt mir am meisten Sicherheit darin Erfolg zu haben!" Wenn Dirk Koch aus Hungen-Nonnenroth über seine derzeitige Ausbildung zum Elektroniker in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik spricht, wird schnell klar, dass er auch an seine Zukunft denkt. Schließlich seien es unter anderem die fortschreitenden Entwicklungen in der Windenergie und anderen alternativen Formen der Energieerzeugung, welche nach Ansicht des 19-Jährigen einen ständigen Bedarf an Spezialisten in diesem Bereich stellen. Aber generell sind, wenn es um die Installation elektrotechnischer Anlagen in Gebäuden und die elektrische Energieversorgung an sich geht, die Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik gefragt. Ob das Anschließen von Waschmaschinen, das Montieren von Gebäudeleitungseinrichtungen, Beleuchtungs- oder Überwachungsanlagen, die Inbetriebnahme von Datennetzen oder die Einrichtung der Energieversorgung - die Planung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung von Steckdosen bis hin zur Solaranlage bilden das breite Spektrum der Tätigkeiten eines Elektronikers.
"Für mich war von Anfang an klar, dass ich etwas Handwerkliches
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machen und nicht nur den ganzen Tag im Büro sitzen möchte", berichtet Koch von seiner Berufswahl. Bevor er seine Ausbildung begonnen hat, absolvierte er ein zweijähriges Fachabitur. Hierzu benötigte er auch während des elften Schuljahres ein Jahrespraktikum, welches er bei der Lück Gebäudetechnik GmbH in Lich-Langsdorf, dem größten Geschäftsbereich der Lück-Gruppe, ableistete. Dabei hat es sich ergeben, dass der Nonnenrother bei diesem Unternehmen bereits als Elftklässler seinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hat.
Gerade hat Koch sein zweites Lehrjahr begonnen. Er ist einer von derzeit 34 Auszubildenden im gleichen Beruf und insgesamt 42 Azubis (in sieben Ausbildungsberufen) bei der Lück-Gruppe, die neben der Gebäudetechnik auch Elektrotechnik (Schaltanlagen), IT-Dienstleistungen sowie Personaldienstleistungen zu seinen Geschäftsbereichen zählt. Ein bis zweimal pro Woche besucht Koch die Berufsschule, ansonsten arbeitet er auf den Baustellen mit.
Stolz erzählt der zurzeit im Schwachstrombereich eingesetzte Auszubildende, dass er gerade an einer Elektro-Installation in der Deutschen Bank in Frankfurt mitwirkt. Doch nicht nur solche großen Baustellen gehören zum Tagesgeschäft, es gibt genauso Aufträge in Wohnhäusern. Als Auszubildender ist Koch in den alltäglichen Arbeitsfluss eingebunden: "Morgens um sieben Uhr fangen wir auf der Baustelle an und um vier Uhr nachmittags machen wir Feierabend." Generell sei es so, dass sich die Techniker morgens in der Logistikhalle treffen, wo die Fahrzeuge beladen werden, sofern das umfangreiche Elektro-Material nicht schon zum Einsatzort geliefert wurde, und dann jeweils drei bis fünf Techniker zusammen an die zugewiesene Baustelle fahren, erläutert Alexandra Schneeberger, Ausbildungskoordinatorin der Lück-Gruppe.
Was Koch an seiner Ausbildung schätzt, ist das Kennenlernen einer große Bandbreite des Elektro-Handwerks in seinem Ausbildungsbetrieb, was ihn vielleicht in einem kleinen Fünf-Mann-Unternehmen verwehrt geblieben wäre: Das fängt bei normalen Arbeiten wie Lampenschaltungen verbauen, Steckdosen anklemmen, Kabelziehen oder Kabelschlitze ins Mauerwerk klopfen an und hört bei der Installation komplexer Anlagen auf. Hier hat sich Koch bereits in ein spezielles Gebiet verguckt: Brandmeldeanlagen und Sicherheitstechnik wie Videoüberwachungen und Einbruchsmeldeanlagen. "Das wird in der Zukunft immer mehr nachgefragt werden", ist er sich sicher.
In der Berufsschule stehen allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Politik, Wirtschaft sowie fachspezifisch der Schwerpunkt Elektrotechnik auf den Stundenplan. Dieser ist in Lernfelder wie "Elektrotechnische Systeme analysieren und Funktion prüfen" oder "Kommunikationssysteme in Wohn- und Zweckbauten planen und realisieren" aufgeteilt, die während der dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit abgehandelt werden. Eine Verkürzung ist abhängig von guten Leistungen und Vorbildung möglich und beträgt meist sechs Monate.
Zusätzlich müssen zwölf erfolgreich abgeschlossene Kurse in überbetrieblichen Lehrgängen absolviert werden, um sich zur Abschlussprüfung anmelden zu können. Diese finden für die heimischen Elektroniker-Azubis im Bildungs- und Technologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BZL) in Lauterbach statt. "Gestandene Praktiker vermitteln dort aus der Praxis für die Praxis", schwärmt Bernd Lautenschläger, Personalleiter der Lück-Gruppe, vom technisch gut ausgestatteten BZL. Was man dort an praktischen Fertigkeiten ausprobieren könne, gehe weit über die elektrischen Steckübungen an der Berufsschule hinaus, fügt Koch hinzu.

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