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SPD lud zur Waldbegehung unter fachkundiger Leitung

Lich | Lich (pm). Große Resonanz fand die Waldbegehung am vergangenen Samstag, zu der der Licher SPD Ortsvereinsvorstand in den Pflanzgarten eingeladen hatte. Mehr als 50 Personen hatten sich um 10 Uhr an der Hattenröder Straße eingefunden. Ortsvereinsvorsitzender Jürgen Otto begrüßte die Teilnehmer und freute sich ganz besonders, dass der Licher Stadtförster Eckhard Richter sich bereit erklärt hatte, die Führung durch den Wald zu übernehmen. Eckhard Richter bedankte sich für das rege Interesse und gab ein paar einleitende Erläuterungen über den Licher Stadtwald, der eine Größe von rund 1600 Hektar hat. Dadurch, dass Lich am Rande des Vogelsberges liegt wächst der Wald auf einem Nährstoffreichen Basaltboden über dem sich meist Lössboden befindet. In diesem Jahr, so Richter, sei im heimischen Raum leider der für das Wachstum des Waldes erforderliche Niederschlag nicht gefallen (nur ca. 500-600 mm/Jahr). Im Licher Stadtwald wachsen derzeit 34 Baumarten. Der spürbare Klimawandel macht es notwendig neue Baumsorten anszupflanzen. So werden seit neuestem Esskastanie, Baumhasel, Robinie oder auch Schwarznuss kulitviert. Dies, so
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erklärte Eckhard Richter, könne man jedoch nicht großflächig tun, sondern als kleinere Mischbestände um das Risiko zu minimieren. Die Douglasie wird zukünftig die Fichte ersetzen, weil sie gegen den Borkenkäfer besser gefeit ist. Auch hat die Douglasie eine große Zuwachsleistung mit ca. 1.000 Festmeter, die ein 60-jähriger Bestand pro Hektar aufweist. Die Fichte kommt zum Beispiel nur auf rd. 700 Festmeter und die Buche gar nur auf etwa 300 Festmeter. Der Holzeinschalg im Licher Stadtwald beträgt, so Eckhard Richter, ca. 10.000 Festmeter pro Jahr. Die Ausgaben 2010 im Stadtwald Lich betrugen für Forstkulturen rund 85.000 € bei Gesamtausgaben von ca. 450.000 €. Auch zukünftig werden für Kulturen große Summe aufzuwenden sein, da rund 250 ha Fichtenbestände in stabile Wälder umgewandelt werden müssen. Dann ging es abseits der Forststraßen „quer durchs Unterholz“, um sich verschiendene Objekte näher anschauen zu können. Am Beispiel von kleinen Spitzahornbäumchen erläuterte Eckhard Richter die Wildproblematik, was den Forstleuten besonderes unter den Nägeln brennt. Das Rehwild als „Naschkatze“ (Konzentratselektierer) äst besonders gern die Knospen von seltenen Baumarten, um mehr Abwechslung auf dem Speiseplan zu haben. Hierdurch werden
z.B. Kirschen oder Elsbeeren als seltene Baumarten im Wuchs gehemmt und von anderen Bäumen überwachsen, so dass sie ausgedunkelt werden und absterben. „Durch die Rehe kommt es im Wald zu einer Entmischung“, so Richter. Bestimmte Baumarten werden ausselektiert und die Waldbestände wachsen artenärmer auf. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist es aber von großer Bedeutung, dass artenreiche Waldbestände hochkommen können“, erklärt Förster Richter. Für Schutzmaßnahmen gegen Rehwild wie Zaunbau oder Einzelschutz wurden im Jahr 2010 bislang 25.000 € ausgegeben, die Entschädigungszahlungen der Jagdpächter (Wildschadenspauschale) betrug dagegen nur 3.130 €. Die Jäger wollen die Wildschweinbestände gering halten, weil sie die Schäden im Feld entsprechend der aktuellen Schadenshöhe bezahlen müssen. Dagegen haben die Jäger offenbar kein Interesse an niedrigen Rehwildbeständen, weil sie dafür lediglich eine Pauschale für Schäden bezahlen müssen. Abschlließend trafen sich die Teilnehmer noch im Pflanzgarten zum gemütlichen Besammensein bei Würstchen und Getränken. Dabei wurde auch ein Quiz veranstaltet. Abgefragt wurden Informationen über den Licher Stadtwald. Und wer bei dem Rundgang gut zugehört hatte konnte die Fragen auch beantworten. Bei den Kindern waren die Sieger Lukas Richter und Lukas Bork. Bei den Erwachsenen hatte Sabine Bork die höchste Punktzahl erreicht.

 
 
 
 
 
 
 

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von:  Klaus-K. Schneider Pressesprecher SPD Lich

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