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Jakobskreuzkraut allerspätestens jetzt beseitigen

von Birgit Ungaram 21.07.20101206 mal gelesen1 Kommentar
Hier standen Pferde. Bild: Birgit Ungar
Hier standen Pferde. Bild: Birgit Ungar
Lich | Trotz aller Warnhinweise von amtlicher und privater Seite sowie der gehäuften Behandlung des Themas in Fachzeitschriften für Pferde und Landwirtschaft, mußte ich in den letzten 2 Wochen wieder vorwiegend Pferde (aber auch Schafe) sehen, welche auf Weiden standen auf denen Jakobskreuzkraut in erheblichem Umfang vertreten war. Es handelte sich nicht um einzelne Pflanzen. Aus diesem Grund möchte ich hier noch einmal auf die Problematik eingehen.
Senecio jacobaea (botanische Bezeichnung) tritt zunehmend auf extensiv bewirtschaftetem Grünland und in Weiden auf. Es bevorzugt trockene bis wechselfeuchte Standorte und lückige Bestände. Ideale Keimbedingungen bieten Verletzungen der Grasnarbe durch Trittschäden und die fehlende Konkurrenz von Gräsern aufgrund von Überbeweidung und vernachlässigter Nachmahd. Es besiedelt auch Ödland, Straßen- und Wegränder und breitet sich von dort oft in die Futterflächen aus, wo es zur Gefahr für die Tiergesundheit werden kann. Am empfindlichsten auf die schädigenden Pyrrolizidin-Alkaloide reagieren Pferde, gefolgt von Rindern, Schafen und Ziegen. Die eigentliche Giftwirkung geht von deren
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Abbauprodukten im Verdauungstrakt und in der Leber aus. Die Behandlung einer akuten Vergiftung ist meist aussichtslos.Eine chronischen Vergiftung durch die Aufnahme von kleineren Mengen über längere Zeiträume ist besonders tückisch, da die Giftstoffe sich im Körper anreichern und vorrangig zu Leberschäden führen.
Die höchsten Konzentrationen der Alkaloide finden sich in den Blüten. Eine einzige Pflanze kann über 140000 Einzelblüten und damit Samen hervorbringen. Diese können bis zu 25 Jahre lang keimfähig bleiben. Deshalb appeliere ich hier noch einmal, spätestens jetzt die Pflanzen welche Futterflächen gefährden können, mit der Hand oder einem Unkrautzieher herauszuziehen (wetterfeste Handschuhe). Bei größeren Besatz bzw. Flächen unbedingt vor der Samenreife abzumähen. Chemische Maßnahmen sind fast nur auf landwirtschaftlichen Flächen und durch sachkundige Personen zulässig. Hier sollte einer Einzelstellenbehandlung vor dem Spritzen ganzer Flächen der Vorzug gegeben werden. In allen Fällen sind die Pflanzen von der Fläche zu entfernen und müssen beseitigt werden (nicht auf den Kompost oder Mist). Auch lassen sich durch chemische Behandlungen nicht die Ursachen beseitigen. So sollten Tierhalter auf eine geschlossene Grasnarbe Wert legen. Bei weiteren Fragen zum Jakobskreuzkraut oder zum Grünlandmanagement können Sie sich gerne an mich wenden. T: 06004-694513 oder 0170-8440057

Hier standen Pferde. Bild: Birgit Ungar
Hier standen Pferde.... 
Samen diese Pflanzen aus, dann...    Bild: Birgit Ungar
Samen diese Pflanzen... 

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Obermann
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Nicole Obermann aus Reiskirchen schrieb am 24.07.2010 um 07:39 Uhr
Letztes Jahr starben bei einem Bekannen mehrere Lämmer, was vermutlich auf den Genuss von Jakobs Kreuz Kraut zurück zu führen war. Unsere Pferde standen 2 Wiesen weiter. Und auch dort fanden wir JKK. Wir haben dann gesehen, dass die Pferde alle Blüten und teilweise auch die Stengel gefressen hatten. Also haben wir alle Pflanzen ausgestochen und die Pferde mit einer Medizin behandelt, die den Abbau von Schadstoffen in der Leber unterstützt, denn die Leber ist als erstes betroffen.
Das JKK lässt sich sehr einfach ausstechen. Es ist ein "Flachwurzler". Ein kurzer Anstich mit dem Spaten und schon hat man die Pflanze.
Diese haben wir dann verbrannt.
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