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Kultur als Lebensmittel

vl. Bernd Birkenstock, Dr. Marieanne Ebsen-Lenz, Berhard Wolf, Dietlind Grabe Bolz, Anita Schneider und Dr. Christoph Köck. (Foto: Kreisverwaltung)
vl. Bernd Birkenstock, Dr. Marieanne Ebsen-Lenz, Berhard Wolf, Dietlind Grabe Bolz, Anita Schneider und Dr. Christoph Köck. (Foto: Kreisverwaltung)
Lich | Programmverantwortliche hessischer Volkshochschulen diskutierten im vhs-Haus Lich und in Kloster Arnsburg „best practis“ Beispiele und bildungspolitische Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen den Programmbereichen „Kultur“ und „Gesellschaft/Politik“.
Kultur hat in einer immer stärker auseinander driftenden Gesellschaft eine Identität stiftende, Werte vermittelnde und Sinn gebende Aufgabe. Kulturelle Bildung ermöglicht es uns, auf biografische Anforderungen flexibel zu reagieren. Durch Kulturelle Bildung wird ein kritischer Umgang mit Ästhetik und Medien vermittelt. Kulturelle Bildung schafft einen eigenständigen Zugang zum gesellschaftspolitischen und interkulturellen Verständnis. Interkulturelle Arbeit von Volkshochschulen verfolgt das Ziel Verbindendes zu sichern und Verschiedenheiten zuzulassen. In diesem Sinne ist Kulturpolitik Integrationspolitik.
Auch Landrätin Anita Schneider hebt die Bedeutung kultureller Bildung für die Entwicklung unserer Gesellschaft hervor: „über kulturelle Bildung ist ein Zugang zur kulturellen Teilhabe möglich, also Zugang zu allem, was das Leben in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu bieten hat, hier und anderswo.“

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Bernhard Wolf, Referatsleiter Kultur des Hessischen Volkshochschulverbandes, Frankfurt machte deutlich, kulturelle Bildung ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens begleitenden Lernens und wie keine andere Institution der Erwachsenenbildung bieten die Volkshochschulen Zugangsmöglichkeiten zur Teilnahme und Teilhabe am kulturellen Leben. Jährlich nehmen in Hessen ca. 100.000 Bürgerinnen und Bürger an Veranstaltungen der Kulturellen Bildung von Volkshochschulen teil. „…Kulturelle Bildung lebt von den Ideen und der Kreativität des Einzelnen. Die Grundlage dafür bieten handlungsfähige Kommunen mit ihrer kulturellen Infrastruktur und intelligente Vernetzung. Vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, deren "Rohstoff" das fachliche und allgemeine Wissen ihrer Mitbürger/innen ist, geht es darum, das gesellschaftliche Potenzial Kultureller Bildung zu unterstützen und auszuschöpfen. Schreiben und Lesen, Zugang zu Kunst, Literatur, Musik und Tanz oder auch die Auseinandersetzung mit der Ästhetik des Alltags gehören zwingend zu den Bausteinen einer öffentlich zu fördernden Wissensgesellschaft. Dr. Christoph Köck, vom Bayerischen Volkshochschulverband, München, fasste in Kloster Arnsburg zusammen: „Ohne Kunst verarmen die Menschen, weil ihnen eine wesentliche Möglichkeit ihres persönlichen Ausdrucks fehlt.“

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Gießen, Dietlind Grabe Bolz, schloss ihren Diskussionsbeitrag mit dem Zitat des ehemaligen Kulturstaatsministers Michael Naumann: "Deutschlands Freiheit wird in Wahrheit nicht am Hindukusch verteidigt, sondern in den Theatern, Konzertsälen, Opernhäusern, Museen und Buchläden und natürlich in den Schulen – dort wird unsere Freiheit in Wirklichkeit konstituiert und verteidigt." Gespräche mit Peter Damm, Licher Kulturwerkstatt und mit Bernd Birkenstock, Vorstand Freundeskreis Kloster Arnsburg, wurden unter dem Aspekt einer gelingenden und gelebten Praxis kultureller Vernetzung in der Kommune geführt, die vhs Leiterin, Dr. Marieanne Ebsen-Lenz in ihrer Bedeutung für die Region unterstrich.

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