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Katzenbabys im Müll entsorgt

Die kleine Kitty
Die kleine Kitty
Lich | Einen nicht alltäglichen Fund machte ein Mitarbeiter der Fa. Klein Behälterdienst in Lich. Am Ende seiner Tour am Mittwoch entdeckte er im gesammelten Müll zwei ca. 10 Tage alte Katzenbabys, später noch ein drittes, das wahrscheinlich von den Geschwistern weggekrochen war. Alle drei Kätzchen waren in keinem guten Gesundheitszustand, das zuletzt gefundene Baby war zudem noch stark unterkühlt, da ihm die Körperwärme der Geschwister fehlte.
Die drei Babys sind bildschöne kleine Katzenmädchen, die Conny, Katy und Kitty getauft wurden. Sie hatten großes Glück, dass sie rechtzeitig gefunden und gleich zu Dr. Cornelia Konrad, zweite Vorsitzende, Tierärztin und Pflegestelle von TierfreundLich, gebracht wurden. Dort erfolgte die medizinische Erstversorgung und dort werden sie auch aufgezogen, um sie dann an liebevolle Zweibeiner zu vermitteln.
In diesem Zusammenhang und um das zunehmende Leid und Elend der Katzen einzudämmen appelliert TierfreundLich e.V. an alle Katzenbesitzer, ihre Katzen kastrieren zu lassen und fordert, wie immer mehr Tierschutzvereine und Tierschützer in Deutschland - u.a. die Katzenhilfe Westerwald, eine Katzenschutzverordnung, die eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht aller Katzen beinhaltet.
Informationen zu diesem Thema unter www.tierfreund-lich.de
unter den Links.

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Kommentare zum Beitrag

Jörg Jungbluth
5.082
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 28.04.2010 um 08:40 Uhr
Da fehlen einem die Worte. Wie kann man nur so herzlos sein und so etwas tun? Es wird langsam Zeit, das der Tierschutz grundlegend reformiert wird, und Tiere nicht mehr als Sache behandelt werden.
Simone Linne
5.040
Simone Linne aus Gießen schrieb am 28.04.2010 um 10:11 Uhr
Soweit ich weiß, werden Wirbeltiere rechtlich nicht mehr als Sache gewertet, aber in den Köpfen von manchen Kreaturen leider als Müll ... Ist es eigentlich sooo schwer, sein Tier kastrieren zu lassen? Und wenn die Kleinen denn da sind, sie wenigstens ins Tierheim zu bringen, statt in die Mülltonne?
Gut, dass der Kollege die Kätzchen gefunden hat!
Ilona Kreiling
2.206
Ilona Kreiling aus Heuchelheim schrieb am 28.04.2010 um 23:25 Uhr
Man kann es nicht begreifen, dass jemand drei kleine Lebewesen im Müll entsorgt. Leider macht die Wegwerfmentalität auch vor Tieren nicht halt. Das zeigt aber auch, dass diese Menschen keine Achtung vor dem Leben haben.
Den Kleinen geht es gut, sie trinken viel und nehmen zu. Sie hatten wirklich großes Glück. Doch was ist mit der armen Mutterkatze? Sie sucht verzweifelt ihre Babys und kann sogar gesundheitliche Probleme, d.h. zum Beispiel einen Milchstau bekommen. Wann werden ihr die nächsten Jungen weggenommen und entsorgt?
Sie haben Recht, Frau Linne, warum wurde kein Tierschutzverein kontaktiert? Man hätte mit Sicherheit helfen können. Leider wird immer wieder die rechtzeitige Kastration von weiblichen Katzen versäumt. Häufig liegt es auch an den Kosten. Aber ich kenne keinen Tierarzt oder Tierärztin, der/die einer Zahlung der Kastrationsrechnung in Raten nicht zustimmen würde.
Michael Guenter
1.058
Michael Guenter aus Lich schrieb am 29.04.2010 um 06:00 Uhr
Hallo Frau Kreiling,
natürlich ist es mehr als unmenschlich, junge Tiere im Müll zu entsorgen. Nur in diesem Fall glaube ich eher nicht an menschlichen Vorsatz, sondern um eine Verkettung unglücklicher Umstände. Ich habe gestern Abend einen Mitarbeiter der Entsorgungsfirma getroffen und ihn auf den Fund angesprochen. Dabei stellte sich heraus, dass er es selbst war, der die Jungtiere fand. Der Abfall kam wohl aus einem Container, der u.a. bei Neubauten, Renovierungen oder Ausräumarbeiten für Abfälle aller Art aufgestellt und teilweise länger steht. So wie wohl auch in diesem Fall. So liegt auch die Vermutung nahe, dass sich die Katzenmutter aus welchen Gründen auch immer dazu entschloss, ihre Jungen unbemerkt und gut versteckt in diesem Container zur Welt zu bringen. Dann kam das Fatale. Der Container wurde abgezogen und damit die Kätzchen brutal ihrer Mutter entrissen. So etwas kommt auch öfters im Frühjahr bei Jungvögel vor, deren Eltern in hohlen Versteifungen ähnlicher Behälter unbemerkt brüten und bei Abfuhr die Brut verlieren.
Sieht man das Schicksal dieser drei Kätzchen aus diesem Blickwinkel, sieht alles nach wie vor tragisch aus, aber vermutlich keinesfalls vorsätzlich.
Karsten Brunda
328
Karsten Brunda aus Lich schrieb am 29.04.2010 um 21:12 Uhr
Wenn der Container abgezogen wurde und die Kätzchen dann gleich gefunden worden sind, dann wären sich auch nicht in so einem schlechten Zustand gewesen. Ich habe auch noch nie gehört , daß eine Katze ihre Jungen in einem Müllcontainer zur Welt bringt.
Ilona Kreiling
2.206
Ilona Kreiling aus Heuchelheim schrieb am 29.04.2010 um 22:26 Uhr
In den über zwanzig Jahren, in denen ich schon im Katzenschutz aktiv bin, habe ich noch nie erlebt, dass eine Katze ihre Jungen im Müllcontainer bekommt. Hauskatzen, die Besitzer haben, suchen sich in ihrem Zuhause ein sicheres Plätzchen für die Geburt. Die verwilderten Hauskatzen sind besonders vorsichtig und suchen sich äußerst gute Verstecke, in denen die Kleinen absolut sicher sind, auch vor streunenden, unkastrierten Katern, die häufig die Jungen töten.
Leider werden immer mehr ungewollte Katzenbabys ausgesetzt, in Kartons auf Rastplätzen, im Wald etc., immer noch werden sie wie in früheren Zeiten in die Jauchegrube geworfen, aufgeschlagen oder neuerdings einfach durch die Toilette gespült.
Das einzige wirksame Mittel gegen die jährliche Katzenflut, die unzähligen ungewollten und unerwünschten Katzenbabys, ist die Kastration. Sonst haben wir bald Zustände wie in den beliebten Urlaubsländern in Südeuropa. Deshalb die Forderung vieler Tierschutzvereine nach einer bundesweiten Kastrationspflicht.
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