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Auch Haustiere können Heuschnupfen bekommen

Lich | Für viele Menschen und Tiere ist der Frühling die schönste Zeit des Jahres. Hunde und Katzen setzen ihre Pfoten wieder öfter vor die Tür, dehnen ihre Streifzüge in freier Natur weiter aus, toben ausgelassen durch die Wiesen. Doch für so manchen unserer tierischen Hausgenossen werden diese Ausflüge zur Qual. Dann nämlich, wenn er, wie auch viele Menschen, an Heuschnupfen leidet. Diese Form der Allergie nimmt bei Tieren leider auch immer mehr zu.
Tränen dem Hund nach dem Aufenthalt im Freien die Augen, niest er häufig, läuft die Nase, leidet er unter Juckreiz, wovon besonders die Pfoten und das Gesicht betroffen sind, kann das auf eine Pollenallergie hindeuten. Auch häufige Ohrenentzündungen können ein Hinweis auf eine allergische Erkrankung sein. Da die Tiere sich an den betroffenen Körperstellen oft heftig kratzen oder lecken, wird die ohnehin schon gereizte Haut zusätzlich verletzt. Dies kann zu Entzündungen führen, die durch das weitere Kratzen schlecht abheilen. Ein Teufelskreis beginnt.
Sind bei dem Tier hauptsächlich die Atemwege betroffen, leidet es nach dem Ausflug im Freien unter Atemnot oder ständigem Niesen, so kann dies, wie beim Menschen auch, in besonders ausgeprägten Fällen zu erstickungsähnlichen Anfällen führen. Dies kann besonders bei Tieren, die schon an Herz-, Kreislauf- oder Bronchialerkrankungen leiden, gefährlich werden.
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Vorbeugende Maßnahmen, wie das Tier möglichst nicht dem Allergie auslösenden Stoff auszusetzen, sind praktisch kaum durchführbar. Sofern das Tier es zuläßt, kann man es nach dem Spaziergang mit einem feuchten Lappen abwischen oder mit einem Nassstaubsauger absaugen.
Neben der schulmedizinischen Behandlung von Allergien gibt es auch verschiedene naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten. Diese Behandlungen erfolgen meist über einen längeren Zeitraum mit dem Ziel, das Immunsystem so umzustimmen, dass es auf einen eigentlich harmlosen Stoff wie Gräserpollen, nicht mehr mit einer allergischen Reaktion antwortet. In der Naturheilkunde wird zur Behandlung von Allergien besonders häufig die Homöopathie, auch in Verbindung mit sog. Autonosoden, das sind Medikamente, die aus körpereigenen Stoffen des Patienten hergestellt werden, eingesetzt. Am Beginn jeder Behandlung steht neben der Untersuchung des Tieres zunächst ein sehr ausführliches Gespräch mit dem Tierbesitzer, denn in der Homöopathie versucht man immer, den ganzen Patienten und nicht nur einzelne Symptome zu erfassen und zu behandeln. Erst dann kann das für den Patient individuelle Medikament bestimmt werden.

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von:  Renate Singer

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