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Montessori-Pädagogik im Licher Oberstadt-Kindergarten

Lich | Kindergartenleiterin Heidi Becker begrüßte Mechthild von Niebelschütz, Leiterin des Gießener Montessori-Kinderhauses St. Martin, zu einem Elternabend im Licher Kindergarten Oberstadt. Inhalte und Ideen der Montessori-Pädagogik, die auch Einzug im Oberstadt-Kindergarten erhalten sollen, standen auf dem Programm.
Zunächst erläuterte von Niebelschütz das Leben und die berufliche Laufbahn Maria Montessoris als erste weibliche Medizinstudentin und Ärztin in Italien. Als Naturwissenschaftlerin habe Montessori die Kinder in ihrem „Casa di Bambini“ in einem sozialen Brennpunkt Roms beobachtet und dabei entdeckt, dass erst Neugierde Aufmerksamkeit schaffe und es daher Aufgabe der Erzieher sein müsse zu erkennen, was die Kinder gerade jetzt in dieser Phase für ihre Entwicklung bräuchten. An diesem Punkt müsse die durch Pädagogen und Eltern vorbereitete Umgebung den Kindern das Material auf Augenhöhe anbieten, damit die Kinder getreu dem Grundsatz Montessoris „Hilf mir, es selbst zu tun“ allein Sachen entdecken, Erkenntnisse gewinnen und dabei lernen könnten.
„Kinder haben ein Recht auf Antworten. Bereits in der Gruppe für
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Kinder, die jünger als drei Jahre sind, können wir mit den Übungen des täglichen Lebens arbeiten. Kinder lieben es zu schütten, zu putzen, zu sortieren oder zu löffeln. All dies schult die motorische Entwicklung der Kinder und lehrt sie das Leben zu entdecken,“ erklärte von Niebelschütz den Eltern. Diese konnten auch selber die mitgebrachten und bereits im Oberstadt-Kindergarten vorhandenen Montessori-Materialien ausprobieren. Den rosa Turm, die braune Treppe und die Zylinderkästen erkundeten die Eltern, die begeistert mitmachten, selber. Solche Materialien können in den zwei Gruppen von drei bis sechs Jahren eingesetzt werden. „Wir danken Frau von Niebelschütz sehr für diesen interessanten Abend. Ich bin mir sicher, wir sind auf einem guten Weg, unsere Kinder mit den Materialien und den Erkenntnissen von Maria Montessori zu fördern. Sie lernen dabei in Ruhe sich einer Sache ganz zu widmen und den Respekt vor der Arbeit des anderen zu erhalten. Das ist uns sehr wichtig“, schloss Becker den Elternabend.

 
 

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