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Seit 30 Jahren Hilfe für pflegebedürftige Menschen

Lich | Der Förderverein der ambulanten Krankenpflege des Laubacher Stifts im Bereich Hungen und Lich kann auf sein 30-jähriges Bestehen zurück blicken.

Aus diesem Anlass lädt er am kommenden Samstag, 7. November 2009 um 19.30 Uhr zu einem Benefizkonzert in die Stadthalle Hungen ein.

Folgende heimischen Musikgruppen haben sich dankenswerterweise in den Dienst der guten Sache gestellt. Spielmannszug der freiwilligen Feuerwehr Hungen, das Blasorchester Eberstadt sowie die Musikzüge aus Bellersheim und Villingen.

Mit einem unterhaltsamen Programm soll das Jubiläum gefeiert werden.

Um alten und kranken Menschen im häuslichen Bereich ausreichende Pflege zu bieten und deren oftmals überforderten Angehörigen zu helfen, wurde im Jahre 1978 die mobile Pflegeeinrichtung „Sozialstation Hungen-Lich“ ins Leben gerufen.

Der Ursprung liegt noch weiter zurück. Bereits 1976 gab Stiftsdechant Pfarrer Kammer in Lich den ersten Anstoß zur Gründung einer Sozialstation. Sein Anliegen war es, alten und kranken Menschen im häuslichen Bereich Pflege anzubieten. Mit Sorge sah er den bestehenden Bedarf und die Notwendigkeit zur Hilfe. Die heutige Pflegeversicherung bestand noch nicht.

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Die damalige Stadtverordnete in Lich, Frau Dagmar Bettge, nahm den Gedanken auf und führte die erforderlichen Verhandlungen mit den zuständigen Stelle und Behörden sowie mit den städtischen Gremien in Hungen und Lich. Von Seiten der evangelischen Kirche wurde sie vom damaligen Dekan Wilfried Roth unterstützt.

Es war ein langer Weg, bis die drei examinierten Krankenschwestern der mobilen Sozialstation am 3. April 1978 ihre Arbeit aufnehmen konnten. Die Trägerschaft übernahm das Dekanat Hungen mit finanzieller Unterstützung der beiden Städte Hungen und Lich sowie der Ev. Kirche in Hessen und Nassau. Ein Beirat wurde gegründet, in dem, neben dem Dekanat und den städtischen Körperschaften, auch die katholischen Kirchengemeinden vertreten waren.

Ausdrücklich wurde festgelegt, dass das Leistungsangebot allen Bürgern der beiden Städte mit ihren Stadtteilen zur Verfügung steht.

30 Jahre haben seither ausgebildete, examinierte Pflegekräfte ihre segensreiche Arbeit geleistet. Sie waren vielen Menschen, sowohl im medizinischen und pflegerischen Bereich, als auch in seelsorgerlicher und menschlicher Hinsicht eine große Hilfe.

Ein Jahr nach Gründung der Sozialstation, am 11. April 1979, wurde dann zur Unterstützung dieser Einrichtung der Förderverein gegründet. Der Zweck war, die Bevölkerung einzubinden, aber auch, um die finanzielle Ausstattung zu verbessern, denn die anfangs als Starthilfe erhaltenen Zuschüsse der öffentlichen Hand standen nur für begrenzte Zeit zur Verfügung.

Alle Mitgliedsbeiträge, Privat- und Firmenspenden, aber auch der Erlös zahlreicher Aktivitäten von Ortsvereinen kamen der Sozialstation und somit den Pflegebedürftigen zugute. Sie wurden ausschließlich zur Anschaffung von Pflegehilfsmitteln bzw. zur Arbeitserleichterung des Pflegeteams verwendet.

Die Fusion der Sozialstation mit der vom Laubacher Stift getragenen Diakoniestation zum 01.01.1999 betraf den Förderverein nicht. Er wurde als selbstständiger Verein weiter geführt. Lediglich eine Namensänderung wurde erforderlich. Seine Zweckbestimmung, die Aufgaben im Pflegebereich innerhalb der Stadtteile von Hungen und Lich finanziell zu unterstützen, ist nach wie vor erforderlich.

Der Eintritt zum Benefizkonzert ist frei. Um Spenden wird herzlich gebeten.

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von:  Marlies Schmied

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