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Licher "Freizeittruppe" dreht Spiel gegen Kaiserslautern

Lich | „Das haben wir mit unserer Freizeittruppe ja ganz gut hingekriegt“, freute sich Rolf Scholz, der Kapitän des Pro-A-Zweitligisten LTi Lich über den 101:94-Sieg über die teckpro Braves, das Pro-A-Team aus Kaiserslautern. Freizeittruppe? „Ich bin stolz, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir müssen viel improvisieren, da wir im Training nichts einstudieren können. Wir haben in dieser Woche im Training einmal Fünf-gegen-Fünf spielen können. Da ist klar, wo das Chaos in unserem Spiel herkommt“, sagt Alexander Biller, der Trainer der Licher. Und dann herrschen wirklich Zustände wie eben bei einer Freizeittruppe, Trainer Biller ist um seinen Job momentan nicht zu beneiden: „Da wundere ich mich über einen Spieler, was er denn da jetzt wieder auf dem Feld macht und wechsele ihn aus. Dann fällt mir ein: Moment, das kann er gar nicht wissen, wir haben das nie trainiert! Dann wechsele ich ihn wieder ein.“
Und ungeachtet, ob es jetzt mit dem Licher Zweitligabasketball weiter geht oder nicht (eine Entscheidung diesbezüglich fällt am Mittwoch), für einen der Licher Spieler war die Partie gegen die Pfälzer, die in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle
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übrigens 600 Zuschauer verfolgten, eventuell das letzte Spiel. Der Deutsch-Amerikaner Thomas Tripp, der LTi Lich in den ersten Saisonspielen kostenlos unterstützte, wird in dieser Woche erstmal wieder die Heimreise nach Berlin antreten. „Wenn es denn weitergehen sollte, dann glaube ich nicht, dass er für uns finanzierbar wäre“, meint Biller. Schade für LTi Lich, denn Tripp hatte gegen Kaiserslautern einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Sieg. Allerdings kann man dieses Prädikat auch eigentlich jedem Spieler aus dem Licher Kader zuordnen, wie auch Biller bestätigte: „Jeder hat es heute verstanden, auf die eine oder andere Weise seine Chance zu nutzen.“
Los ging es für die Licher eigentlich erst mal überhaupt nicht, der Gegner hatte aber schon mal angefangen und führte nach fünf Minuten mit 15:2. Coach Biller musste gleich im ersten Viertel munter durchwechseln, um eine andere Intensität auf das Feld zu bringen. Und das klappte: Matthias Michalowicz kam für Jannik Freese und verteidigte wesentlich besser, Viktor Klassen brachte die Konzentration ins Spiel, die der Amerikaner Jesse Bunkley, der die gesamte Woche über durch eine Magen-Darm-Grippe geschwächt wurde, in den ersten Minuten nicht besaß.
Und so kamen Lich ins Spiel, und praktisch ging mit jeder Minute, in der die Licher konzentrierter wurden, die Ordnung beim Gegner immer mehr verloren. In der zweiten Halbzeit führten die Amerikaner der Pfälzer praktisch so gut wie kein System mehr aus, welches ihnen der Gästecoach ans Herz gelegt hatte.
Die Gebrüder Lischka machten den hohen Rückstand im ersten Viertel zu einer Familienangelegenheit, steuerten gemeinsam acht Punkte in Serie bei, durch einen Dreier des Lauterer Guards Tim Schwartz mit der Schluss-Sirene der ersten zehn Minuten betrug der Rückstand aber immer noch 16:23.
Über ein 39:38 zur Halbzeitpause führten die Gastgeber nach 30 Minuten mit 65:54. Benjamin Lischka hatte in zehn Minuten Einsatzzeit elf Punkte beigesteuert, bei einer Trefferquote von 83 Prozent. Fünf Minuten vor Ende der Partie wurde es noch einmal brenzlig für die Licher, doch dann stellte Kapitän Rolf Scholz bei einer 76:69-Führung unter Beweis, dass er immer noch schneller ist als so mancher US-Guard, der gerade frisch vom College kommt. Scholz zog zweimal zum Korb, bediente erst Freese, dann Tripp, Lich führte mit 80:72. Eineinhalb Minuten vor Schluss lagen die Hausherren immer noch mit 87:79 vorne, es folgte eine ellenlange Foulserie der Pfälzer, den 101:94-Sieg ließen sich die Licher aber auch an der Freiwurflinie nicht nehmen.

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