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Klezmer - hejmisch und hip

Lich | Vom 9. November bis zum 14. Dezember präsentiert die Ernst-Ludwig Chambré- Stiftung im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Jahrestag des 9.November 1938 die Ausstellung „Klezmer – hejmisch und hip“ im Kulturzentrum ehemalige Bezalel-Synagoge in Lich.

„Klezmer – hejmisch und hip“ - eine Ausstellung über Geschichte, Aktualität der Klezmermusik und zugleich über Musik als kulturelle Ausdrucksform im Wandel der Zeit. 38 großflächige Tafeln mit Bildern und Text, Materialmappen und Musikbeispiele auf MP3-Playern vermitteln vielfältige Informationen über die historische Entwicklung der Klezmermusik in Osteuropa bis hin zum Revival in der heutigen Zeit – nicht zuletzt auch in Deutschland.


Am 9. November wird die Ausstellung um 12.00 Uhr von Wiltrud Apfeld (Gelsenkirchen) im Kulturzentrum ehemalige Bezalel-Synagoge eröffnet.
Neben zahlreichen Konzerten und Lesungen wird am 15. und 16 Nov.unter der Leitung der Klezmermusikern Irith Gabriely und Peter Prystianiak ein Workshop für junge Instrumentalisten in Lich stattfinden. Die Ergebnisse werden am Sonntag, 16. Nov. in der Marienstiftskirche in Form eines Konzerts präsentiert. Die Teilnahme kostet 30,-€ Interessierte Jugendliche können sich ab sofort bei der Ernst-Ludwig Chambré- Stiftung anmelden.
Mehr über...
Musik (794)Lich (807)Kulturzentrum ehem. Bezalel-Synagoge (2)Klezmer (12)Ausstellug (1)
Das ausführliche Begleitprogramm zur Ausstellung ist unter www.kultur-lich.de zu finden und erscheint in Kürze auch als Broschüre..

Klezmermusik ist eine traditionelle jüdische Fest- und Feiermusik, entstanden im Lebensumfeld der Juden Osteuropas. Wurzeln in der mittelalterlichen Tradition der aschkenasischen Juden, Weiterentwicklungen durch die jüdischen Einwanderer in den USA und Palästina/Israel im 20. Jahrhundert und das weltweite Revival seit rund 20 Jahren lassen diese Musik in vielerlei Hinsicht zu einem spannenden Feld musikhistorischer Betrachtungen werden.

Die Ausstellung vermittelt historische und aktuelle Informationen in Bild, Text und Ton und präsentiert anschaulich die vielfältige weltweite Diskussion zum Thema. Der Blick über den Zaun zum schillernden Feld der Weltmusik ist dabei ein wichtiger Aspekt ebenso wie die Frage nach der besonderen Bedeutung dieser Musik im jüdischen Selbstverständnis und im deutsch-jüdischen Verhältnis. So stößt die Ausstellung nicht nur musiksoziologische Überlegungen über traditionelle Musik, Identität und „Weltmusik” an, sondern regt zur Diskussion über Migrationsprozesse im historisch-kulturellen Kontext an und leistet einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der deutsch-jüdischen Geschichte.

Zahlreiche private Foto- und Textdokumente bereichern die Ausstellung sowie Materialien aus mehr als 30 historischen Archiven – wie z. B. dem Beth Hatefutsoth in Tel Aviv, dem YIVO und dem Center für Traditional Music and Dance in New York, dem Jewish Music Research Centre der Universität Jerusalem, dem Russischen Museum für Volkskunde St. Petersburg. Klezmerbands steuerten ebenfalls aktuelles Material bei wie z. B. auch die beiden amerikanischen Fotografen Yale Strom und Lloyd Wolf.

Konzipiert und zusammengestellt hat die Ausstellung das Referat Kultur der Stadt Gelsenkirchen unter Mitarbeit von (Musik-) wissenschaftler/innen, die zum Teil selbst aktive Klezmermusiker sind: Susi Hudak (Hamburg), Andreas Schmitges (Erftstadt), Shoshana Liessmann (Jerusalem) und Dr. Aaron Eckstaedt (Berlin) sowie Dr. Volker Bandelow vom Referat Kultur der Stadt Gelsenkirchen. Die Konzeption entwickelte die Historikerin Wiltrud Apfeld, ebenfalls Referat Kultur, die auch die Gesamtredaktion und das Lektorat innehatte. Das hervorragende Grafikdesign der Ausstellung erstellte Daniel Dorra (Gelsenkirchen). Die Musik-CD stellte Andreas Schmitges zusammen.

Ermöglicht wurde das Gesamtprojekt durch die Stadt Gelsenkirchen, die Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW, die Bundeszentrale für politische Bildung sowie das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW und den KVR. Über das Projekt informiert die Homepage: www.klezmerwelten.de

Von vornherein war die Ausstellung als Wanderausstellung konzipiert. Sie wurde realisiert durch eine erneute Kooperation zwischen der Stadt Gelsenkirchen/Referat Kultur und der Bundeszentrale für politische Bildung. Durch die Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung wird der kultur- und bildungspolitische Ansatz, den die Ausstellung verfolgt, unterstrichen.

Für die Öffentlichkeit wird die Ausstellung nachmittags und abends geöffnet sein und zusätzlich (nach Anmeldung) für Schülergruppen und Schulklassen auch am Vormittag zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten
Di. 15. 00 – 18.00 Uhr
Mi/Do 18.00 -21.00 Uhr
Fr. 10.00 – 13.00 Uhr
Sa./So. 15.00 -18.00 Uhr

Anmeldung für Gruppen
Ernst-Ludwig Chambré- Stiftung
Amtsgerichtsstraße 4
35423 Lich
Ansprechpartner: Katharina Lorber
Tel. 06404/664402
Email: Klezmerausstellung@t-online.de

 
 
 
 
 

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