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Kunterbuntes Gewusel: In zwei Altersgruppen bietet das KD Lich Bewegungsförderung für Kinder an

Lich | Die Inhalte der Bewegungsförderung sollen an die Kindergärten anknüpfen und die dort oftmals auftretenden Defizite der körperlichen Beweglichkeit der Kinder auffangen. In heutigen Zeiten, wo Kinder viele Stunden vor Fernsehgerät oder PC verbringen und draußen oft auch nicht mehr genug Platz zum Toben ist, erscheinen solche Förderangebote unerlässlich. Im Karate-Dojo Lich werden für zwei Alterstufen jeweils altersgerecht strukturierte Bewegungsförderungskurse angeboten: Für Kinder von drei bis fünf Jahren gibt es die „Bewegungsförderung Kunterbunt“, Kindern zwischen fünf und zehn Jahren steht die „Champions“-Gruppe offen.
Beide Gruppen gibt es erfolgreich seit über 10 Jahren mit einer qualifizierten Leitung ohne Eltern; sie werden gut angenommen. Der KD Lich e.V. wird sein bisheriges Engagement im Bereich der Bewegungsförderung in nächster Zukunft durch Kooperationen mit umliegenden Schulen und Kindergärten gezielt auszubauen.

„Kunterbunt“:
Spielerische Förderung für die Kleinsten
Besucht man das Karate-Dojo Lich donnerstags zwischen 15:00 und 16:00 Uhr, trifft man auf einen bunten Haufen lebhafter Kinder zwischen
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drei und fünf Jahren. Während die Eltern auf ihre kleinen Sprösslinge warten, wird es laut in der Trainingshalle: Die Gruppe „Kunterbunt“ amüsiert sich ausgiebig mit den beiden Betreuerinnen Henrike Herbst und Jana Hartmann. Was hier nach purem Spaß aussieht, ist aber eigentlich wichtiges Lernen. „Natürlich steht der Spaß an erster Stelle, aber die Kinder lernen hier auch sich richtig zu bewegen. Hier können wir individuell auf Bewegungsdefizite eingehen“, erklärt die Trainerin Henrike Herbst. So lernen die Kinder beispielsweise einen Purzelbaum zu machen, aber auch ihre Koordination und Wahrnehmung werden geschult. Manchmal werden Dinge vorgeführt, welche die Kinder anhand ihrer Akustik erraten sollen. Spielerisch mit Hilfe von Schwebebalgen, Sandsäckchen, Bällen oder Musik lernt die Gruppe „Kunterbunt“, sich mit Spaß richtig zu bewegen. Das kann auch schon mal richtig anstrengend werden.
Bei einer maximalen Teilnehmerzahl von 15 Kindern und zwei Betreuern kann auf spezielle Vorlieben und Defizite eingegangen werden. Auch Freundschaften entwickeln sich natürlich. Das ist einer der Gründe, warum Eltern ihre Kinder hier anmelden. Schüchterne Kinder können so gut integriert werden. Manche Eltern sehen die Gruppe „Kunterbunt“ gerne auch als Einstieg ins Karate. „Ich denke gerade da sie ein schüchternes Mädchen ist, könnte ihr Karate später helfen, ein besseres Selbstbewusstsein zu bekommen“ so ein wartender Vater. Erst einmal soll den Kindern aber in der „Kunterbunt“-Gruppe der Zugang zu Sport und Bewegung allgemein spielerisch erleichtert werden. Am meisten Freude bereitet das riesige, bunte Tuch, mit dem man „Katz und Maus“ spielen kann. Nach dem Spaß muss aber am Ende der Stunde auch ein bisschen Disziplin für die gemeinsame Abschlussrunde übrig sein. „Es macht Spaß mit den Kindern“, so Henrike Herbst, „aber man muss natürlich auf die Einzelnen eingehen können und Flexibilität zeigen“.
Wenn der bunte Haufen schließlich mit diesem Übermut, den nur Kinder zu zeigen vermögen, zu den wartenden Eltern heraus gerannt kommt, dann ist unübersehbar, dass die Stunde wieder etwas für die Beweglichkeit gebracht hat.


Bewegungsförderung für Fünf- bis Zehnjährige:
die „Champions“
Frech lugt ein kleiner, rothaariger Junge hinter der Tür hervor und will seinen Freund erschrecken, wenn auch der gleich in die Halle zur Bewegungsförderungsgruppe der kleinen „Champions“ hinein stürmt. Sehr lebhaft und fröhlich geht es auch während der gesamten Stunde zu, die von Jana Hartmann geleitet wird. Sie bringt als Sport- und Rückenschullehrerin neben dem pädagogischen auch das sportliche und physiologische Hintergrundwissen mit, um solch eine Gruppe kompetent und altersgerecht zu leiten. Doch neben Spielen, Toben und Gymnastik wird auch das soziale Verhalten in der Gruppe gefördert. „Für jeden gelten hier die gleichen Regeln, und die Kinder erinnern ihre Kameraden meist selbst daran, diese auch einzuhalten“, sagt Jana Hartmann über ihre Gruppe. Die Kinder nehmen jeden „Neuling“ freundlich und unbefangen in ihre Reihen auf und schnell fällt jegliche anfängliche Zurückhaltung ab.
In der Gruppe werden Koordination, Motorik, Gleichgewichtssinn und auch Kondition und Kraft der Kinder gefördert, wobei das Spielen natürlich nie zu kurz kommt. Nach dem allgemeinen, meist spielerischen Aufwärmen geht’s richtig los. In der Gruppe werden verschiedene Geräte und Übungsplätze aufgebaut. Jeder packt mit an, denn auch das gehört mit zum Konzept der Bewegungsförderung. Ist der Parcours aufgebaut, müssen steile Stege mit dem Seil erklettert werden oder es muss auf einer Matte, unter der Bälle liegen, balanciert werden. Alles gar nicht so einfach. Im Sommer bei gutem Wetter werden gern auch mal spontan Stunden im Freien auf einer nahegelegen Wiese oder im Freibad verbracht, sehr zur Freude der Kinder. (Text: Kerstin Fallschissel)

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