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Mein neues Buch (Die verlorene Vielfalt)

von Kurt Ortham 12.01.2013855 mal gelesen2 Kommentare
Laubach | Was bedeutet Vielfalt und warum sollten wir sie erhalten?
Ohne diese Vielfalt wäre das Leben auf der Erde nicht nur bedeutend ärmer, sondern unglaubliche Ressourcen gingen den Menschen verloren. Für Medizin und Ernährung warten noch unermessliche Schätze in der Natur. Vermutlich wird vieles davon vernichtet, bevor es entdeckt wurde.

In den Jahren nach dem letzten Weltkrieg änderte sich alles Radikal. Es kam nicht abrupt, immer nur schrittweise und kaum merklich. Im Verlauf von fünfzig Jahren habe ich genau hingesehen und beobachtet. Wo sind all die Tiere meiner Vergangenheit? Wo ist der geheimnisvolle und doch so vertraute Wald? Was ist in der Natur überhaupt noch erlebbar? Was ist aus den Bächen und Teichen meiner Jugend geworden? Fragen, auf die ich eine Antwort suchte und zu geben versuche.
Oder Erlebnisse in Urlauben, die heute kaum mehr möglich sind. Als Koordinator habe ich in unserem Raum die erste Ampibienkartierung geleitet und habe seit dieser Zeit einen genauen Überblick über die Veränderungen der Bestände dieser Tiere.
Unter den Tieren in Deutschland hatten mich die Hirsche von Anfang an in ihren Bann gezogen und ich habe vieles mit ihnen erlebt. Leider musste ich auch ihren Niedergang miterleben, für die Zukunft sieht es für das größte Tier unserer Natur sehr schlecht aus. Doch auch die anderen Wildtierarten unserer Heimat sind zum Teil in einer bedrohlichen Situation.

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Kommentare zum Beitrag

Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 12.01.2013 um 16:55 Uhr
Das liegt aber auch daran, dass wir als Kinder einen ganz anderen Blick hatten wie wir ihn heute haben.

Als ich Kind war, da war die Wieseck ein Gewässer das alle Abwässer der anliegenden Gemeinden transportierte, das hie und da zwar klar aussah, das aber von den Abwässern überdüngt und vergiftet war. So schön die langen Algenbärte auch waren, so waren sie auch ein Zeichen der Überdüngung.

Heute, wo die Abwässer nicht mehr eingeleitet werden, gibt es wieder Steinfliegen- und Libellenlarven und man kann sagen, das Gewässer ist heute im Vergleich zu früher deutlich sauberer und artenreicher.

Die Wetter in Grünberg ist auch so ein Beispiel - als Kinder haben wir dort Tubifex-Würmer für unsere Aquarien geholt... diese Würmer zeigen an, dass dort die schlechteste Wasserqualität herrscht. Ebenso der vermüllte Grünberger Eisteich... heute alles wieder sauber und klar...

Der Wald war früher viel Fichtenstangenwald, weil sich das am schnellsten zu Geld machen lließ. Heute sehe ich viele Flächen, die zu meiner Kindheit mit Fichten bestanden waren mit Mischwald aufgeforstet... auch ein Gewinn für die Artenvielfalt.

Hier in Waldsolms, wo ich heute lebe, gibt es im Wald Hirsche en masse. Wenn ich in der Morgendämmerung zur Arbeit fahre, sehe ich oft kleine Rudel auf den Feldern und Wiesen stehen und sehe am Dreck, wo sie über die Straße gewechselt sind. Na und erst die Wildschweine, die sich in den letzten Jahren dank falscher Bejagung bis zur Landplage vermehrt haben.

Außerdem haben wir hier in unseren großen zusammenhängenden Waldgebieten heute sogar wieder Schwarzstörche...

Ich war selbst lange Jahre für den BUND bei den Stellungnahmen der 29er-Verbände mit involviert und hab hier im Hintertaunus auch viel lokale Analysen gemacht und kann diese "Früher war alles besser!"-Einstellung weder teilen noch sachlich bestätigen.

Was allerdings richtig ist: Wir nehmen heute Dinge anders wahr wie als Kinder... rein subjektiv...
Kurt Orth
216
Kurt Orth aus Laubach schrieb am 13.01.2013 um 10:33 Uhr
Wenn Sie schon so ausführlich kommentieren, sollten Sie vielleicht erst lesen. Keineswegs habe ich behauptet, früher war alles besser. Seit vielen Jahrzehnten habe ich an einer Menge Kartierungen der Amphibien und Reptilienbestände in Hessen mitgearbeitet. Daher habe ich einen genauen Überblick über die Bestandsentwicklung der letzten Jahrzehnte. Das Wasser der Bäche ist zwar sauberer geworden, die Vielfalt der Bewohner ist aber keineswegs gestiegen. Wissen Sie, dass der so possierliche Waschbär die letzten Edelkrebsbestände vernascht? Wissen Sie was die Grundwasserentnahme im Vogelsberg anrichtet? Freuen Sie sich, wenn in einem Waldgebiet noch ausreichen Hirsche leben. Im größten Teil Deutschlands ist das leider nicht mehr der Fall.
Die Bestände an Wieseln sind dramatisch eingebrochen und Rebhuhn und Raufußhühner sind fast gänzlich verschwunden. Man muss schon genau hinsehen, um das ganze Ausmaß der Verarmung zu erkennen.
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