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Beschämendes Urteil – oder Kuscheljustiz im Namen des Volkes!

von Harald Mohram 13.12.20122040 mal gelesen2 Kommentare
Laubach | Ein Rentner wurde am Pfingsmontag auf offener Straße in Ettingshausen durch Marko B. „halb Tod“ getreten und leidet heute noch an den Verletzungen wie auch unter Ängsten mit entsprechender Schlaflosigkeit. Der Gewalttäter aus Ettingshausen, bekommt bei der öffentlichen Gerichtsverhandlung am 11.12.2012 vom Vorsitzenden Strafrichter Jürgen Seichter die Möglichkeit für eine Schutzbehauptung eingeräumt, sein Opfer habe u.a. zu erst geschlagen. Der Richter vernimmt den 77 jährigen Rentner als „einfachen Zeugen“, ohne sich über seinen aktuellen Gesundheitszustand zu informieren, oder zu fragen, ob die Verletzungen verheilt sind. Ist vermutlich Nebensache, so empfindet es ein Zuschauer der selber Polizeibeamter ist und weis was sich im Zwischenmenschlichen Umgang, auch vor Gericht, gehört. Als nun das Opfer nach seiner Zeugenaussage den Gerichtssaal verlässt um seine Frau als Zeugin zu schicken, wie angeordnet, huscht der ältere Richter sofort hinterher, damit der Rentner keine Absprachen mit seiner Ehefrau tätigen kann. Er reglementiert sogar den Rentner, weil er seiner Frau diesen Hinweis gab (?). Sogar der Betreuer des Gewalttäters darf die Ehefrau vernehmen und fragte u.a.: „warum sie bei dem Zwischenfall aus dem Auto ausgestiegen sei und ob sie gesehen habe, dass der Marko B. zuerst getreten habe, oder ob es nicht anders war?“
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Als Zuschauer fragte ich mich nun, ist das verletzte Opfer oder seine Ehefrau jetzt der/die Angeklagte, oder weiterhin der vor mir sitzende, wohl umsorgte Straftäter, der seinen Betreuer Herr Fuchsbaum und einen Verteidiger mitgebracht hatte. Der Gewalttäter habe sich ja angeblich in einer „emotionalen Ausnahmesituation“ (emAs) befunden, so die Verteidiger, da muss man ihm ja behördlichen Beistand gewähren. Als der Rentner am Pfingstmontag brutal in Reiskirchen-Ettingshausen zusammengetreten wurde und schwer heilende Verletzungen, bis heute, davon trug, gab es keinen behördlichen Beistand, weder durch Polizeibeamte noch sonstige Sozialeinrichtungen. Die Polizei konnte bei dem damaligen Hilferuf keinen Streifenwagen entsenden, weil die Polizeistation Grünberg einen „Personalmangel“ hatte. Angehörige haben den Verletzten damals vom Tatort zur Anzeigenaufnahme nach Grünberg gefahren und mussten dort sogar zu Fotoaufnahmen der vielen Hämatome und Blutungen hinwirken. Eiligst wurde danach der Rentner zur Notaufnahme ins Licher Krankenhaus gebracht, heute weis man, ein Notruf unter 112 wäre angebrachter gewesen, damit das Opfer schneller ärztlich versorgt wird.
Der nun langhaarige, ganz in schwarz, mit Lederstiefeln, geschnürten Lederhosen und Lederjacke gekleidete, vor Gericht erschienene Gewalttäter, hielt es nicht für Nötig, sich bei dem Opfer im Nachhinein zu entschuldigen und nicht nur die Floskel, dass es ihm leid tut vor Gericht zu stehen, (Täter-Opfer-Ausgleich) zu äußern. Dies hätte aber möglicherweise der Richter oder Staatsanwalt einfordern können. In Anbetracht der „persönlichen Umstände des Angeklagten“ sah man es viel mehr geboten, natürlich nur die Mindeststrafandrohung von 6 Monaten und die in Bewährung, so wie 40 „gemütliche Arbeitsstunden“ in einer warmen Sozialeinrichtung zu verhängen! Was muss man als Gewalttäter in Deutschland tun, um bei „Gefährlicher Körperverletzung“ ein Strafmaß, wie angedroht, zwischen 6 Monaten und 10 Jahren (ohne Bewährung) zu erhalten? In der Bewährungszeit hat man die Möglichkeit weiterhin seine Gewaltneigung oder „emAs“ auszuleben, sich nicht erwischen zu lassen, bzw. dann einen auf „blem blem“ zu machen! Die Opfer behalten aber ihre körperlichen oder seelischen Schäden oder versterben an den Verletzungen wie bei den U-Bahnschlägern.
Allem Anschein nach sind die Juristen in diesem Verfahren, sowie die damalige nicht erschienene Polizeistreife wenig von den Gewaltsituationen, den U-Bahnschlägern und sonstigen Gewaltausschreitungen, die aktuell in Deutschland auch den Tod von Menschen bei ähnlichen Gewaltlagen herbeiführten, wenig beeindruckt oder unwissentlich. Vielleicht ist das aber auch nur innerhalb des Polizeipräsidium Gießen bzw. Amtsgericht Gießen so üblich. In anderen Bundesländern spricht man von „verabscheuungswürdigen Gewalttaten“, bzw. sollten auch „juristisch deutliche Zeichen gesetzt werden! So Innensenator Frank Henkel (CDU). Vielleicht aber sind diese „zurückhaltenden juristischen und polizeilichen Zeichen“ auch den Einsparungsmaßnahmen des Hessischen Kommunalen Rettungsschirm geschuldet und das im Namen des Volkes?

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Kommentare zum Beitrag

Peter Baier
9.889
Peter Baier aus Gießen schrieb am 15.12.2012 um 17:56 Uhr
Eigentlich müssen wir uns schämen über so ein Urteil, das heißt die Richter und der Staat sollten sich über solche Urteile schämen. Die Täter werden beschützt fast noch belohnt für ihre Taten. Die Opfer werden immer die dummen sein.
Würde der Richter auch so handeln wenn das Opfer aus seinen Bekanntenkreis kämme. Dieses Urteil ist ein schlag ins Gesicht von uns allen. Selbst wenn der Rentner angefangen hätte ist das kein Freibrief ihn halb tot zuschlagen. Ein 77 Jähriger Rentner ist natürlich sehr gefährlich.
Wenn das so weiter geht dann wird man in Zukunft wird man wohl auch
Eltern von Missbrauchten Kinder bestrafen.
Mit der Begründung, wenn diese Eltern kein Kind in die Welt gesetzt hätten,
hätte man es auch nicht missbrauchen können.
Harald Mohr
69
Harald Mohr aus Laubach schrieb am 26.04.2018 um 12:52 Uhr
„Der damals Verurteilte Marko B. hat die ihm auferlegten Sozialstunden bei einem Pfarrer im Ostkreis abgeleistet. Er prahlte bei Bekannten damit, dass er nur drei Tage gearbeitet hat und der Pfarrer ihm die restlichen Stunden einfach so abgeschrieben habe. Nun ist es sicherlich recht schwierig dieses zu beweisen, und der Pfarrer wird sich da nicht wirklich selbst belasten wollen! Die Sozialstunden waren als Strafe gedacht, nicht einfach nur eine Beschäftigungstherapie. Marko B. lachte sich wieder mal ins Fäustchen, dass er alle anderen verarscht hat.“ So die damals persönliche Mitteilung seiner "Ehefrau ?" vom 26.03.2013, der er sich per Gerichtsbeschluss schon damals wegen Gewaltexzesse nicht bis auf ?? Meter nähern durfte!!!

Und zu guter letzt: Für meinen o.g. Pressebericht wurde ich für die beabsichtigte 2.ehrenamtliche Legislaturperiode trotz Meldung, nicht mehr als Jugendgerichtsschöffe nominiert bzw. gewählt, obwohl man doch immer ehrenamtliche Gerichtsschöffen händeringend sucht?! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
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Harald Mohr
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