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CDU gegen Schließung der DGHs

Laubach | Die Stadtverordnetenfraktion der Laubacher CDU hat zur kommenden
Ausschussrunde und zur nächsten Stadtverordnetenversammlung einen Eilantrag
eingereicht. Damit will man, so Fraktionsvorsitzender Björn Erik Ruppel,
einen Fehler der Stadtverordnetenversammlung aus der letzten Sitzung
korrigieren.

Hintergrund ist die Vorlage der Verwaltung um Bürgermeister Peter Klug
bezüglich des Beitritts zum Rettungsschirm des Landes. Hier hat man
Einsparvorschläge auf ihre Machbarkeit und Sinnhaftigkeit überprüft. Dabei
ist ein Vorschlag von der Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung mit
beschlossen worden, den die CDU so nicht mittragen will:
Die Magistratsvorlage sah vor, dass DGHs und Bürgerhäuser über die
Heizperiode geschlossen werden sollen, wenn nicht Vereine ihre
Bewirtschaftung übernehmen würden.
Mit diesem Vorschlag, den die CDU „erpresserisch“ nennt, sei keine echte
Einsparung zu erzielen. Im Gegenzug würden Vereine, Seniorenclubs,
Jagdgenossenschaften und weitere Institutionen, die den Zusammenhalt der
Bürgerschaft stärken „vor den Kopf gestoßen“.

Auch, so die Christdemokraten, gehe die Rechnung einer Schließung nicht
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auf:
Auch ohne Vermietung müssen die Einrichtungen zumindest frostfrei gehalten
werden, der Gebäudesubstanz sei das nicht zuträglich. Manche könnten auch
gar nicht geschlossen werden, befinde sich doch die Feuerwehr auch im
Gebäude, die könne man nicht "einfach abschalten". Nicht zuletzt fehlten in
dieser Zeit auch die Einnahmen aus privater Vermietung.

Es können nicht angehen, so die CDU, dass man die Vereine erpresse „wenn
ihr nicht wollt, dann machen wir Euch das DGH dicht!“. Das sei sicher nicht
die Auffassung der Mehrheit der Laubacher Bevölkerung.

Es sei richtig, zu prüfen, ob durch Vereinsbewirtschaftung ein
Einsparpotential entstehe. Weiter sei natürlich die Pflege der
Einrichtungen durch Menschen aus dem Ort eine geniale Sache. „Mit Druck“,
so Stadtverordneter Mike Rinker aus Münster, „lässt sich aber gar nichts
erreichen, das erzeugt höchstens Gegenwehr“. Laut dem Wetterfelder
Ortsvorsteher Manfred Luckert sei auch nicht zu verstehen, warum hier die
Ortsteile einzig „bluten müssen“. Die Laubacher Sport- und Kulturhalle
könne wegen des Schulsports nicht geschlossen werden, dann kann man das den
Ortsteilen auch nicht zumuten. „Immerhin wohnt rund die Hälfte der
Laubacher Bevölkerung in einem Stadtteil“, unterstützte Björn Erik Ruppel
seinen Parteifreund.

Es sei nun dringend geboten, den Beschluss zu korrigieren, sonst drohe
spätestens ab nächstem Jahr und damit noch in dieser Heizperiode die
Schließung von Bürger- und Dorfgemeinschaftshäusern der Stadtteile. Damit
müssten Silvesterfeiern, Seniorennachmittage, Fassenachtssitzungen und
Vereinssport ausfallen, das kann keiner wollen, so der
Fraktionsvorsitzende. Daher sei die Sache auch besonders dringlich, müssten
die Betroffenen doch Planungssicherheit erhalten, ergänzte der Gonterskirchener Axel Kröll.

Als Vorschlag der CDU solle in das Konsolidierungskonzept aufgenommen
werden, zusammen mit den Ortsbeiräten die Übernahme der Bürgerhäuser durch
Vereine zu prüfen und mittelfristig voranzutreiben, ohne aber die
Stadtteile unnötig unter Druck zu setzen und Erpressermethoden anzuwenden.

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Kommentare zum Beitrag

Udo Walter
283
Udo Walter aus Laubach schrieb am 26.10.2012 um 13:57 Uhr
Warum habt ihr überhaupt erst zugestimmt, wenn ihr jetzt wieder dagegen seit????????
Björn Erik Ruppel
80
Björn Erik Ruppel aus Laubach schrieb am 26.10.2012 um 20:36 Uhr
Wir haben dem Gesamtkonzept zugestimmt, nicht Einzelmaßnahmen. Das wollen wir korrigieren. Bist Du für die Schließung?
Harald Herrmann
482
Harald Herrmann aus Mücke schrieb am 26.10.2012 um 21:42 Uhr
Nicht anpflaumen,

sondern die Pflaumen entkernen und die verschiedenen Komponenten zu einem genießbaren Ganzen köcheln lassen ...

... dann wird manch harter Kanten Brot wieder essbar!
Udo Walter
283
Udo Walter aus Laubach schrieb am 26.10.2012 um 21:46 Uhr
Bestimmt nicht. Aber es war doch bekannt vor der Abstimmung was in dem Konzept steht und da hätte man auf gewisse Dinge, gerade Bürgerhäuser auf den Stadtteilen, eingehen oder ausklammern können.
Björn Erik Ruppel
80
Björn Erik Ruppel aus Laubach schrieb am 26.10.2012 um 22:39 Uhr
Das stimmt, das hätten wir tun sollen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Björn Erik Ruppel

von:  Björn Erik Ruppel

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Interessensgebiet: Laubach
Björn Erik Ruppel
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