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Salmiak von BASF macht Lakritze salzig

Laubach | Freie Wähler besuchten weltgrößtes Chemiewerk BASF in Ludwigshafen und den
Weinort St. Martin

Laubach. Schönstes Wetter war der ständige Begleiter beim jüngsten
Tagesausflug des Stadtverbandes der Freien Wähler. Deren Gruppe "FW 50plus"
hatte sich mit Mitgliedern und Gästen das BASF-Werk in Ludwigshafen zum Ziel
genommen. Begrüßt im Bus durch Organisatorin Margrit Uhrig-Jacobsen und den
zweiten Vorsitzenden Hans-Jürgen Seip, startete die Ausflugsschar, bestens
versorgt am Bus durch Laubachs Metzger Mayer mit leckeren belegten Brötchen.
In Münster wartete bereits Annemarie Koepke vom Gutkauf-Markt mit
Laugenbrötchen für die Frühstückspause. In Ludwigshafen angekommen,
dirigierte ein Werksbetreuer der BASF den freundlichen Busfahrer rund eine
Stunde durch das riesige Gelände des Werks. Den Ausführungen über das
pulsierende Leben und Arbeiten auf den Straßen und in den Gebäuden des
größten zusammenhängenden Chemieareals der Welt lauschten alle staunend. Man
sah die beiden "Steamcracker", die größten Produktionsanlagen der BASF in
Ludwigshafen, das Herzstück des Werks. In ihnen entstehen aus Rohbenzin, dem
sogenannten Naphtha, eine ganze Reihe wichtiger chemischer Grundbausteine,
darunter vor allem Ethylen und Propylen.

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Das Werk liegt am Rhein. Der Landeshafen Nord ist somit von großer Bedeutung
und seit 33 Jahren Umschlagplatz für brennbare Flüssigkeiten wie Naphtha,
Methanol und unter Druck verflüssigte Gase. Neben dem Nordhafen verfügt die
BASF über zwei weitere Häfen, dem Stromhafen für schwer brennbare
Flüssigkeiten und Feststoffe sowie den Hafen der Friesenheimer Insel für
brennbare Flüssigkieten. Weiterhin gibt es noch das Kombiverkehrsterminal -
von der Straße auf die Schiene und umgekehrt.

93 Prozent des vor allem zur Kühlung benötigten Wassers entnimmt BASF aus
dem Rhein. Es bewegt sich in einem separaten Kreislauf und gelangt deshalb
unverschmutzt in den Rhein zurück. Die Produktionsabwässer hingegen sind ein
Fall für die werkseigene Kläranlage. Hier werden jährlich rund 90 Millionen
Kubikmeter Schmutzwasser aus den Betrieben geklärt.

Nach der Werksrundfahrt gab es Gelegenheit, im Besucherzentrum über sechs
Etagen anschaulich noch mehr zu sehen, zu hören, zu testen, aber etwa auch
zu erfahren, dass Salmiak Lakritze salzig macht. Hier erfuhr man, dass 1865
Friedrich Engelhorn die BASF als "Badische Anilin- & Soda-Fabrik" zur
Besucherhelme
Besucherhelme
Produktion von Teerfarben gründete und rasch eine führende Stellung auf dem
Weltfarbenmarkt einnahm. Zwischen 1925 und 1945 ging die BASF in der "I.G.
Farbenindustrie AG" auf, bis sie 1952 als eigenständiges Unternehmen neu
entstand. Heute ist BASF ein transnationales Unternehmen mit weltweiten
Produktionsstätten, das über 440.000 Aktionären gehört. In Ludwigshafen sind
es mittlerweile zehn Quadratkilometer Werksgelände, auf denen 34.000
Mitarbeiter (weltweit ca. 111.000) arbeiten, entlang von 2700 Kilometer
Rohrleitungen, fortbewegt unter anderem von 13.000 werkseigenen Fahrrädern.
2011 haben 900 junge Menschen in Ludwigshafen eine Ausbildung begonnen. Fast
alle aus den über 40 Ausbildungsberufen erhalten ein Übernahmeangebot nach
erfolgreicher Abschlussprüfung.

Nach den spannenden Eindrücken legte die Laubacher Gruppe im Ortsteil Oppau
bei Konditormeister Berzel eine Kaffeepause ein, um dann in dem nahen
Weinort St. Martin, einem der schönsten Dörfer Deutschlands, wo sich das
Pfälzer Weinland und der Pfälzer Wald am nächsten sind, den geselligen
Abschluss zu machen. Bei bester Stimmung ging es zum gemütlichen und
kulinarisch wohlschmeckenden Abschluss in das schöne Ambiente von Haus
Bergel in St. Martin zu köstlichem Pfälzer Saft und Wein zum
Abendessen. Gegen Mitternacht war die fröhliche FW50plus-Gruppe zurück in
Laubach.


Das Foto zeigt die Laubacher Gruppe bei ihrem Besuch in der weltgrößten
Chemiefabrik BASF in Ludwigshafen.

Die letzten 8 Bilder als Nachtrag/21.6.2013.

Idee/Ausführung/Text und Fotos: Margrit Jacobsen

 
Besucherhelme
Besucherhelme 
BASF, Ludwigshafen
BASF, Ludwigshafen 
Ausstellung
Ausstellung 
Gründungsidee
Gründungsidee 
Die Anfänge
Die Anfänge 
So war es einmal
So war es einmal 
Kaffeepause bei Berzels in Ludwigshafen
Kaffeepause bei Berzels... 
Unsere Gastgeber beim Abendessen
Unsere Gastgeber beim... 

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von:  Margrit Jacobsen

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Interessensgebiet: Laubach
Margrit Jacobsen
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