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Laubacher Jugendfeuerwehren übten gemeinsam

Laubach | Am Samstag den 06.09.2008 heulte um kurz nach 11.00 Uhr in Ruppertsburg die Sirene. Jedoch lag glücklicherweise kein echter Schadensfall vor. Aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der Minifeuerwehr Ruppertsburg fand eine gemeinsame Übung aller Laubacher Jugendwehren statt. Die Übung wurde von Stadtjugendfeuerwehrwart Udo Kühn zusammen mit dem Ruppertsburger Jugendwart Holger Parr ausgearbeitet. Die Firma Römheld GmbH stellte freundlicherweise ihr Firmengelände für die Übung zur Verfügung. Angenommen wurde, dass ein LKW wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Landstraße abkam und in den Empfangsbereich des Verwaltungsgebäudes fuhr. Im Gebäude tätige Handwerker verließen daraufhin panikartig ihren Arbeitsplatz und vergaßen dabei eine noch brennende Lötlampe. Diese löste einen Brand im Verwaltungstrakt aus.
Die alarmierten Jugendfeuerwehren aus Ruppertsburg und Münster übernahmen die ersten Einsatzmaßnahmen. Während Münster sich um den verunfallten LKW-Fahrer kümmerte, übernahmen die jungen KameradInnen aus Ruppertsburg die Rettung der Handwerker aus dem Verwaltungsgebäude über die Steckleiter. Die nachrückenden Wehren aus Gonterskirchen, Lauter, Röthges und Wetterfeld begannen sodann mit den Löscharbeiten. Um eine Verschmutzung der nahen Horloff durch ablaufendes Löschwasser zu verhindern baute die Jugendfeuerwehr Altenhain ein Ölwehr.
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Gegen 12.00 Uhr endete die Übung. In der anschließenden Jahreshauptversammlung der Laubacher Jugendwehren gab Stadtjugendfeuerwehrwart Udo Kühn in seinem Jahresbericht einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Eine Gruppe aus Laubach, Münster, Ruppertsburg und Wetterfeld hat im September die Leistungsspangenabnahme mit Bravour absolviert, und einige Wochen später erlangten sie die Auszeichnung »Jugendflamme III«. Insgesamt sind 120 Kinder und Jugendliche, darunter 44 Mädchen, in der Jugendfeuerwehr Laubach aktiv. Für ihre feuerwehrtechnische Ausbildung leisteten sie 541 Stunden. 285 Stunden entfielen auf allgemeine Jugendarbeit, wie das Einsammeln der Weihnachtsbäume, Tag- und Nachtwanderungen, Zeltlager und Ausflüge. »Berufsfeuerwehrtage« mit 24-Stundendienst fanden bei den Kindern und Jugendlichen großen Anklang. Holger Parr erläuterte noch einmal das Übungsszenario und lobte die Jugendfeuerwehren für ihre gute Arbeit während der Übung. Der ehemalige Stadtjugendfeuerwehrwart Marcus
Hönig, der als Vertreter der Fa. Römheld anwesend war, bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement und bat darum auch bei Freunden und Klassenkameraden Werbung für die Jugendfeuerwehr zu machen. Stadtbrandinspektor Michael Sussman bedauerte zwar, dass von den neun Laubacher Jugendwehren nur sieben anwesend waren, war aber erfreut darüber, dass man mit nunmehr vier Minifeuerwehren in den Laubacher Stadtteilen auf dem richtigen Wege sei. Bei Udo Kühn bedankte er sich herzlich dafür, dass dieser kurzfristig das vakant gewordene Amt des Stadtjugendfeuerwehrwartes übernommen habe. Auch dessen Vorgänger Jochen Wilka dankte er für sein Engagement, wenngleich dieser sein Amt nur kurz hätte ausführen können. Erstem Stadtrat Lothar Birke imponiert vor allem die große Motivation, die allenthalben während der Übung zu spüren gewesen sei. Die Jugendfeuerwehrmitglieder bat er dabei zu bleiben und sich auch später in den Einsatzabteilungen mit eben solchem Eifer zu engagieren. Nur so könne auf Dauer der Brandschutz in der Großgemeinde sichergestellt bleiben.

 
 
 
 
 

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