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Laubachs Bürger sollen in politische Planung des Gewerbegebiets einbezogen werden

Laubach | Am 31. August hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die Bürger durch ein Bürgerforum einzubeziehen in die Antwort auf die politisch strittige Frage, ob, wie viel und welche neuen Ladenflächen im Gewerbegebiet noch entstehen sollen bzw. wie die Innenstadt belebt werden kann.

Wenige Tage danach hat der Investor, der hier unter anderem ein weiteres Casino und ein Mc-Mack-Café errichten wollte, der Stadt abgesagt. Dies teilte Bürgermeister Peter Klug jetzt in einer Pressemitteilung mit und ergänzt: „Ich bin froh, dass der Druck jetzt weg ist und wir mit der nötigen Ruhe diese wichtige Frage der künftigen Stadtentwicklung mit allen interessierten Bürgern, Gewerbetreibenden, dem Gewerbeverein und anderen besprechen können“, machte der Rathauschef deutlich.

In den vergangenen Monaten war die Frage intensiv und kontrovers diskutiert worden, ob die Stadt Bauland im Gewerbegebiet zur Vergrößerung des Fachmarktzentrums an dessen Investor verkaufen soll oder nicht. Den einmaligen Einnahmen von rund 250.000 Euro standen erhebliche Kritik aus dem Laubacher Ortsbeirat und den städtischen Gremien an den Inhalten der geplanten Läden gegenüber.

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„Vor allem das weitere Casino hat dabei massiv gestört, denn es hätte die Spielsucht gerade junger Menschen in unserer Region weiter gefördert“, machte Klug deutlich. Der Investor habe aber stets darauf bestanden, dass das Casino aus Wirtschaftlichkeitsgründen zwingend dabei sein müsse. Ob man neben den erfreulicherweise noch bestehenden drei eigenständigen Bäckereien und einer Backwaren-Verkaufsstelle in der Innenstadt sowie den Backshop in den Supermärkten im Gewerbegebiet eine zusätzliche Bäcker-Filiale brauche, bezweifele er außerdem. "Letztlich schwächt jedes Brot, was dort gekauft wird, die noch bestehenden Handwerksbetriebe in Form der Bäckereien in der Innenstadt", was nicht das Ziel unserer Politik sein darf.

Klug kündigte für den Herbst die vom Stadtparlament beschlossene Bürgerbeteiligung in dieser für ihn „zentralen Frage der Stadtentwicklung“ an. „Wir werden auf breite Beteiligung und innovative Ideen setzen, ohne heute bereits zu viel zu verraten“, machte er deutlich. Ziel müsse es sein, danach mit den Ideen der Bürger in der Politik zu einer verbindlichen Vereinbarung und Zukunftsstrategie zu kommen, welche Branchen man künftig noch zusätzlich im Gewerbegebiet ansiedeln wolle, welche nicht und wie man die Innenstadt attraktiv für Bürger und Besucher halten können. „Dass der Zeitdruck des Investors jetzt weg ist, ist für den Prozess eine gute Entscheidung“, heißt es abschließend.

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