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Vortragsreihe "Gesund in Laubach"

Laubach | Erster Vortrag der Reihe „Gesund in Laubach“ befasst sich mit künstlichen Knie- und Hüftgelenken – Chefarzt Dr. Christof Müller: Richtige Diagnose ist entscheidend.

Beweglich bleiben bis ins Alter – wer möchte das nicht? Nicht immer allerdings spielen die Gelenke mit. Insbesondere an Knien und Hüften können sich schmerzhafte Abnutzungserscheinungen einstellen, die sportliche Betätigung oder sogar die ganz alltäglichen Bewegungen zur Qual machen. „Wenn Sie Beschwerden haben, ist es wichtig, fundierten fachlichen Rat einzuholen“, hob der Leiter der Klinik für Chirurgie am Kreiskrankenhaus Schotten, Chefarzt Dr. med. Christof Müller, die Bedeutung der „richtigen Arztwahl“ hervor.

Mit seinem Vortrag über „Moderne Endoprothetik“ im Saal des Rathauses Laubach startete die neue Vortragsreihe „Gesund in Laubach“, welche die Stadt Laubach gemeinsam mit dem Kreiskrankenhaus Schotten im zweimonatlichen Turnus veranstaltet.

Als eine wichtige Bereicherung der Serviceleistung innerhalb der Gemeinde würdigte Bürgermeister Peter Klug in seiner Begrüßung den mehr als 30 Anwesenden das neue Informationsangebot.
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„Gesundheit ist ein wichtiges Thema. Wir alle wollen gesund bleiben. Und wir alle haben auch immer wieder Fragen zu unserer Gesundheit. Ich freue mich, dass es in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitszentrum Wetterau – speziell mit dem Kreiskrankenhaus Schotten – möglich ist, Ihnen jetzt auch hier in Laubach regelmäßige Arztvorträge anbieten zu können“, so Bürgermeister Klug.

Chefarzt Dr. Müller schilderte zunächst kurz die Funktionsweise der Gelenke an Knie und Hüfte. Wegen ihrer lebenslangen starken Belastung seien beide Gelenkarten häufig von Verschleiß betroffen. Ursächlich dafür könnten neben der Abnutzung eine erbliche Vorbelastung oder auch Folgen anderer Erkrankungen sein. „Wichtig ist vor allem die genaue Untersuchung und korrekte Diagnose“, betonte Dr. Müller. Vom Patienten beklagte „Schmerzen im Knie“ könnten beispielsweise sehr wohl ihre Ursache in einer kranken Hüfte haben. Gemeinsam mit dem Patienten müsse nach der Diagnose die individuell geeignete Therapie festgelegt werden.

„Die Operation kann das Mittel der Wahl sein, muss es aber nicht zwingend“, erklärte der Chirurg. Jeder chirurgische Eingriff belaste den Patienten, weshalb Operationen nur dann vorgenommen werden sollten, wenn sie wirklich notwendig sind.

Ist die Operation notwendig geworden, vertrauen die Chirurgen im Kreiskrankenhaus Schotten beim Einsatz eines neuen Kniegelenks auf die Unterstützung durch den „OrthoPilot“. Das Navigationsgerät ermöglicht das exakte Anpassen des künstlichen Kniegelenks an die Gegebenheiten des Patienten. Im Vorfeld einer Hüft-Operation wird, wie Dr. Müller weiter erläuterte, in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten entschieden, welches Prothesenmodell für die spezielle Situation des Patienten am besten geeignet ist. „Erst im Anschluss an dieses Gespräch sowie an das Gespräch mit dem Anästhesisten über die verträglichste Narkosemethode wird entschieden, ob Ihr neues Hüftgelenk unter Teil- oder Vollnarkose eingesetzt wird“, erklärte der Chirurg. Ein kurzer Film verdeutlichte die Vorgehensweise bei der Operation. Das Interesse der Zuhörer wurde auch in den zahlreichen Fragen deutlich, die im Anschluss an den Vortrag gestellt wurden.

Mit einem kardiologischen Thema wird die Vortragsreihe fortgesetzt. „Hoher Blutdruck – ein ’lautloser Killer’“ lautet das Thema, wenn Prof. Dr. med. Reinhard Voss, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie am Kreiskrankenhaus Schotten, am 27. Oktober ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Wetterfeld referiert.

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