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Ein Brief erschüttert Laubach

Laubach | Laubach stand am vergangenen Sonntag, am 21.12.2008, vor einer schweren Wahl. Es wurde darüber entschieden, ob der Amtsinhaber, Claus Spandau, oder sein Herausforderer in Zukunft das Büro des Bürgermeisters in Laubach bewohnen. Der zuvor tobende Wahlkampf wurde von der Bevölkerung schlimmer und unangenehmer, schmutziger und aggressiver, als jemals zuvor empfunden. Wahlplakate schmückten die Strassen, manche in Größen, die entgegen jeder vorherigen Vereinbarung waren, manche an Orten, an denen sie nicht hätten stehen dürfen. Es wurden von interessierter Seite Gerüchte in die Welt gesetzt und Unwahrheiten verbreitet. Die Stimmung in der Vorweihnachtszeit in Laubach war, und ist, alles andere, nur nicht weihnachtlich. Der Amtsinhaber hatte es mit seinen Bürgern schon schwer genug, schließlich beschwerten sich die, die am meisten bekommen hatten am lautesten. Am Ende wollte jeder ein Stück von einem Kuchen, der längst gegessen war. Und dann, gegen Ende der Wahl kam das unglaublichste Stück des gesamten Wahlkampf. Ein Brief erschütterte Laubach. Erneut wurden Unwahrheiten und Gerüchte in die Welt gesetzt. Verteilt wurden diese über Internetplattformen, Emails und nicht zuletzt über die Post. Dieser Brief enthielt neben Unglaublichen Behauptungen auch eine feine Note persönlichen Hasses. Der Schreiber, sofern der Absender auch der Verfasser ist, wurde vor einigen Jahren von der Stadt Laubach aus triftigen Gründen entlassen. Einen folgenden Arbeitsgerichtprozess verlor er ebenfalls. Die Schuld für dieses Fiasko schob er ausschließlich Claus Spandau zu. Man muss sich schließlich fragen, wie dieser ehrenamtliche Feuerwehrmann, dazu kommt, einen Menschen, den er persönlich nicht einmal kennt, auf einer mehr als persönlichen Ebene, und noch schlimmer auf Basis von Hörensagen, derartig zu denunzieren, schließlich könnte man diesen Brief mit politischem Rufmord gleichsetzten.

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von:  Merlyn Köhler

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