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Die lustigen Weiber von Laubach - gelungener Premierenabend der Meisterklasse

Andrew Finden (Bariton) und Anli Sasaki (Sopran) als Herr und Frau Fluth
Andrew Finden (Bariton) und Anli Sasaki (Sopran) als Herr und Frau Fluth
Laubach | Bereits zum neunten Mal fand unter der Leitung namhafter Dozenten an der Oper Schloss Laubach der dreiwöchige Meisterkurs statt, dessen Ziel es ist begabte junge Sänger, die bereits erste Bühnenerfahrung sammeln konnten oder ein Gesangsstudium absolvierten, individuell zu fördern. Besonderes Augenmerk wurde laut Moderator Malte Krasting, Dramaturg der Frankfurter Oper, auf das Erlernen und Verfeinern der Bühnentauglichkeit der Teilnehmer gelegt, vom richtigen Umgang mit Lampenfieber, den verschiedenen Sprachen der Oper bis zum sicheren Agieren auf der Bühne. Seit vier Jahren wird zusätzlich ein Wettbewerb ausgelobt, dessen Gewinner 3000 Euro Preisgeld erhält. Bei der Premiere der „Abschlusskonzerte zum Meisterkurs und Wettbewerb“ am vergangenen Donnerstag konnten sich nun die Besucher der Oper Schloss Laubach vom Lernerfolg der zehn diesjährigen Schützlinge überzeugen.
Hierbei wartete die Bühne in der Herrenscheune der Oper Schloss Laubach mit einer besonderen Tücke auf, war sie doch als stilisierter langgezogener Tisch inmitten der Zuschauer aufgebaut, sodass die Sänger jederzeit von allen Seiten begutachtet
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werden konnten und ihnen jegliche „Rückendeckung“ fehlte. Die besondere Bühnensituation erforderte große Konzentration und darstellerische Leistung, die alle Teilnehmer ausnahmslos erfüllten. Leider konnten durch die Bühnenplatzierung jedoch nicht alle Zuschauer die Akteure durchgehend optimal sehen und hören, was für gereckte Hälse und gespitzte Ohren sorgte. Der Umgang mit den verschiedenen vorgetragenen Sprachen und deren deutliche Aussprache, von italienisch, deutsch, englisch bis russisch, wurde von den meisten Künstlern bravourös gemeistert.
Die Gesangstalente im Alter von 22 bis 35 Jahren aus Australien, USA, Argentinien, Japan, Russland, Deutschland und der Schweiz interpretierten im ersten Programmteil je eine selbst gewählte Arie, die zusammen wie eine Reise durch die Welt der Oper von Bernstein über Mozart bis Wagner, aber auch ein wenig willkürlich in der Zusammenstellung wirkten- wohl ein Zugeständnis an die Wettbewerbssituation. Im zweiten Teil präsentierte das gesamte Ensemble Szenen aus Otto Nicolais Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“. Hier gefiel vor allem der charismatisch- charmante Bassist Daniel Eggert als „Sir Falstaff“, der beleibte Möchtegernfrauenheld. Auch Sopranistin Anli Sasaki begeisterte als spitzbübig- durchtriebene Frau Fluth, die sie auch bereits in ersten Programmteil bei ihrer Arie „Nun eilt herbei“ verkörpert hatte.
Für leichte Verwirrung sorgte die Einbeziehung des Publikums. Zu Beginn des zweiten Programmteils verteilte Moderator Krasting diverse Requisiten an Besucher, die diese auf Ansprache hin den entsprechenden Akteuren reichen sollten. Dies wirkte ein wenig gezwungen innovativ und störte unnötig den Fluss der Vorstellung.
Ansonsten konnte sich das Ensemble stolz auf einen gelungenen Premierenabend sein, den das Publikum zwar nicht mit stehenden, aber doch lang anhaltenden Ovationen belohnte.

Andrew Finden (Bariton) und Anli Sasaki (Sopran) als Herr und Frau Fluth
Anna Pisareva (Sopran)
Johannes Stermann(Bass)
Sopranistin Anli Sasaki
Sopranistin Anli Sasaki
Wo sind unsere Requisiten??
Hände hoch!
Theresa Holzhauser (Mezzosopran) und Sopranistin Anli Sasaki als lustige Weiber
Theresa Holzhauser (Mezzosopran), Sopranistin Anli Sasaki und Bariton Andrew Finden
Andrew Finden alias Herr Fluth gerät in Bedrängnis
Theresa Holzhauser (Mezzosopran), Evgeny Stavinsky (Bass) und Johannes Stermann (Bass)
Tenor Nicolas Manzella (links) und Bassist Johannes Stermann
Nicht Charlies Tante sondern Bassist Daniel Eggert im blauen Kostüm als verkleideter Sir Falstaff

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