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Große Oper an der Friedrich-Magnus-Gesamtschule Laubach

Laubach | Ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art bot sich einmal mehr Schülern der Friedrich-Magnus-Gesamtschule Laubach. Bereits zum dritten Mal besuchte eine Gruppe junger, talentierter Sängerinnen und Sänger der Opernmeisterklasse „Oper Schloss Laubach“ gemeinsam mit ihrem Dozenten Professor Paul Weigold die Schule am Ramsberg. Den Schülern bot sich dabei die Möglichkeit, die intensive Probenarbeit der Sänger live und hautnah mitzuerleben. Geprobt wurden Szenen aus Otto Nicolais komisch-phantastischer Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“. Schulleiter Wolfgang Hölzer begrüßte die Teilnehmer der Meisterklasse mit ihrem Dozenten sowie Nadine Wagner, welche die organisatorische Leitung des jährlich in Laubach stattfindenden Kurses innehat und nun bereits im dritten Jahr die Kooperation mit der Schule ermöglicht. Hölzer lobte diese Einrichtung als „besonderes Highlight“ im Schulalltag. Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, derartig hohe Gesangskunst einmal in ganz anderem, kleinerem Rahmen zu erleben, verbunden mit der Möglichkeit, mit den Künstlern direkt in Kontakt zu treten und Fragen zu stellen, das sei ein
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besonderes Erlebnis, was eine optimale Ergänzung zu einem Besuch im Opernhaus darstelle. Abschließend dankte Hölzer auch Jörg Niesner, der seitens der Gesamtschule vor drei Jahren in seiner Funktion als Musiklehrer den Kontakt zur Oper Schloss Laubach hergestellt hatte und seitdem für die jährliche Durchführung des Projekts und die inhaltliche Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler verantwortlich zeichnet. Die Kunstform Oper jungen Menschen als lebendigen, modernen und gar nicht verstaubt-musealen Genuss näher zu bringen, das sei Niesners Intention gewesen und seitdem habe sich innerhalb der Schülerschaft eine wachsende Gruppe Operninteressierter gebildet. Regelmäßige gemeinsame Konzert- und Opernbesuche hätten sich, so Hölzer weiter, fest im Schulleben etabliert. Paul Weigold erläuterte im Folgenden den anwesenden Schülerinnen und Schülern lebendig und anschaulich die Handlung der „Lustigen Weiber“. Der argentinisch-deutsche Tenor Daniel Kluge gewann nicht nur durch seine charmant-witzige Interpretation der Rolle des Junkers Spärlich die Sympathien des jungen Publikums, sondern auch durch sein Bekenntnis, begeisterter Fußballfan zu sein. Einen kampfeslustigen, aufgesetzt daherkommenden französischen Galan, Dr. Cajus, gab gekonnt, mit farbenreichem Bass, der aus Moskau stammende Evgeny Stavinsky, der in der Vorstellungsrunde gestand, dass er als Kind zunächst das Geigenspiel erlernen sollte; allerdings mangels Interesse vor den Geigenstunden regelmäßig sein Instrument versteckt habe, um es dann gemeinsam mit seinem Lehrer zu suchen. Der Amerikanische Tenor Nicholas Manzella bot glaubhaft, mit großer Stimme und bestechender Lyrik den jugendlichen Liebhaber Fenton. Seine Arie „Horch, die Lerche singt im Hain“ war sicher ein Höhepunkt des Besuchs an der Schule. Manzella lobte vor den Schülern die gute Ausstattung der jüngst renovierten Musikräume an der Friedrich-Magnus-Gesamtschule und erläuterte den jungen Zuhörern, dass es ein Privileg sei, hier Musikunterricht haben zu können. Im Vergleich stellte er fest, dass in den USA eine solch großartige Ausstattung mit Instrumenten und technischen Möglichkeiten im Musikbereich an Schulen nur sehr selten zu finden sei, genauso wie die große Dichte an Theatern und Opernhäusern, die in Deutschland erst durch die großzügige öffentliche Subventionierung möglich werde. Er unterstrich, dass dies eine besondere Chance für die Jugendlichen sei, die es zu nutzen gelte. Besondere Begeisterung rief bei den Schülern auch die, mit klarer und intensiv-eindringlicher Sopranstimme ausgestattete Anna Pisareva aus Weißrussland hervor, welche die Rolle der Jungfer Anna Reich besetzt. Professor Paul Weigold, der vom Flügel aus die öffentliche Probe leitete, kommentierte und erläuterte zwischendurch immer wieder anschaulich die Inhalte der jeweiligen Szenen sowie das Vorgehen bei der Probenarbeit. Durch das Verändern von Phrasierungen in den Gesangsstimmen etwa, zeigte er den Schülern, wie sich auch die ausgedrückten Affekte ändern. Abschließend dankte Jörg Niesner den musikalischen Besuchern noch einmal herzlich für ihr Kommen und lobte die Kooperation zwischen Oper Schloss Laubach und der Friedrich-Magnus-Gesamtschule als „Win-Win-Ereignis“ – „Sie ermöglichen uns, große Oper im Haus zu haben und wir tun etwas für den Nachwuchs vor der Bühne – vielleicht auch irgendwann auf der Bühne“. Dankbar sei man in der Schule auch über die Einladung an Schüler und Kollegium, die Generalprobe zu den Abschlusskonzerten der Oper Schloss Laubach kostenfrei besuchen zu dürfen. Viele Schüler hätten bereits Interesse gezeigt. Die Schülerschaft bedankte sich mit einem gemeinsamen „Toi Toi Toi“. Die öffentlichen Abschlusskonzerte finden am 2. und 3. September, jeweils um 19:30 Uhr, in der Herrenscheuer Schloss Laubach statt. Tickets zu 20,- Euro (10,- Euro erm.) sind im Vorverkauf im Schlosshotel „Bunter Hund“, unter www.oper-laubach.de und an der Abendkasse erhältlich.

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von:  Jörg Niesner

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