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"Äbbel und Musik" beim 17. Laubacher Bluesfestival

Elektischer Bulle in Form der Tigerente
Elektischer Bulle in Form der Tigerente
Laubach | „I´ve got the Blues“ – Ich habe den „Blauen“ sagt man im Englischen, nicht wenn man etwas zu tief in sein Apfelweinglas geschaut hat, sondern wenn man sich in traurig-melancholischer Stimmung befindet, wobei der Melancholie immer auch ein Hauch von lustvollem Leiden mitschwingt. Wohl aus dieser Stimmung heraus entstand im 19. Jahrhundert in den USA der Blues. Es kommen einem zuerst Bilder von afroamerikanischen Musikern in den Sinn, die an den Sümpfen von Louisiana ihre Lieder um Verrat, Eifersucht und andere Abgründe der menschlichen Seele singen. An den lauschigen Laubacher Schlosspark denkt man dabei nicht sofort.

Dennoch fand dort am vergangenen Wochenende bereits zum 17. Mal das „Blues, Schmus und Apfelmusfest" statt, das das heimische Nationalgetränk „Äbbelwoi“ erfolgreich mit der amerikanischen Musikrichtung verbindet. Dem Apfel, bzw. dem Wunsch nach dem Erhalt der Streuobstwiesen auf denen er gedeiht und die durch veränderte Bedingungen immer mehr zurückgehen, ist die Idee zum Festival zu verdanken, dass sich mittlerweile zu einem der größten, und sicher zum originellsten, Bluesfest in Hessen gemausert hat.

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Gemächliches Treiben herrschte am Samstagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein auf dem überschaubaren Festgelände, auf dem man in vier verschiedenen Zelten der Musik, die doch oft gar nicht so schwermütig, sondern schwungvoll und tanzbar daherkam und das Publikum zum Tanzen und Mitklatschen animierte, lauschen konnte. Besonders Interessantes gab es dabei im Mundartzelt zu hören, in dem Künstler wie der Busecker Liedermacher Alfred Keil mit seiner Band „Lamentierholz“ „Oberhessichen-Folk“ präsentierten.

Neben der Musik wurde ein großes Unterhaltungsprogramm für Kinder geboten. Die vielen Outdoorspielgeräte luden zum Klettern und Toben ein. Ein besonderes Highlight war der Ritt auf einem mechanische Bullen in Form der janoschschen Tigerente, die in höheren Geschwindigkeitsstufen auch erwachsene mittelhessische „Kuhjungen“ problemlos abwarf. Wer lebendige Tiere bevorzugte konnte auf Ponys reiten oder die süßen Ziegen im Streichelgehege füttern.

Ein Muss im kulinarischen Angebot war natürlich alles rund um den Apfel und auch der „Handkäs mit Musik“ fehlte nicht. An den obligatorischen, durch diverse andere Festivals bekannten, Verkaufsständen gab es auch allerlei nicht Themenbezogenes zu kaufen.

Mit 9 Euro Eintritt für einen Tag für Erwachsene ist das Bluesfestival nicht ganz so günstig wie andere Veranstaltungen im Laubacher Schlosspark und auch die Preise an den zahlreichen gastronomischen Ständen waren gerade für Familien teilweise recht happig. Wer aber genügend Zeit mitbrachte den Musikern zu lauschen oder sich richtig auszutoben, kam sicher auf seine Kosten.

Elektischer Bulle in Form der Tigerente
Was ist das für ein Instrument???
"Lamentierholz" aus Buseck
Es darf gestreichelt werden!
Die Spielwiese
Hüh-Hüpf!
Sunbear Bluesband
Sunbear Bluesband
Jörg Hegemann & Thomas Aufermann
Kartoffelerntemaschine

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