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Das Jahr 2008 aus Sicht der Forstwirtschaft

Laubach | Über ein „sehr erfreuliches Forstwirtschaftsjahr 2008 und eine äußerst befriedigende Situation der Stadtwaldstiftung“ berichtete Laubachs Bürgermeister Claus Spandau am Dienstag in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Stadtwaldstiftung Laubach. Gemeinsam mit Vorstand Karl-Heinz Weicker, Rainer Häusler vom Kuratorium sowie dem Geschäftsführer der KB Forst GmbH, Joachim Busch, erläuterte das Stadtoberhaupt die Ergebnisse der Stadtwaldstiftung im Forstwirtschaftsjahr 2008. 211.000 Euro erlöste die Stadtwaldstiftung demnach im Zeitraum vom ersten Oktober 2007 bis 30. September 2008, wozu noch 70.000 Euro hinzukommen, die als Rückstellung für Wiederaufforstungen gebildet wurden. Dazu kommen auch noch außerordentliche Erträge durch den Verkauf von Ökopunkten in Höhe von fast 92.000 Euro, die dem Eigenkapital der Stiftung zuflossen. Diese vom Land gezahlten Mittel für den Nutzungsverzicht von ökologisch wertvollen Beständen (kein Baumeinschlag) werden dem Eigenkapital zugeschlagen und stärken die Kapitaldecke der Stadtwaldstiftung.

Die sonstigen Erträge wie Förderung, Naturschutz und Ruheforst betrugen rund 103.000 Euro und „zeigen, dass die Bestrebungen der jüngsten Vergangenheit, alternative Ertragsquellen zum Rundholz zu erschließen, Früchte tragen“, so Magistratsoberrat Karl-Heinz Weicker.
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Der Gesamteinschlag im Forstwirtschaftsjahr lag mit 14.350 Festmetern deutlich unter der genehmigten Einschlagmenge von 15.530 Festmetern, so KB-Geschäftsführer Joachim Busch. Er wies auch darauf hin, dass man das im Zuge des Sturms „Kyrill“ gefallene Windwurf-Holz bis zum Beginn des Wirtschaftsjahrs 2008 habe verkaufen können und so noch gute Preise erlöst habe, die nach dem Sturm deutlich fielen. Man habe „alle waldbaulichen Ziele erreicht“, zu denen insbesondere die Aufforstung, der Wegebau und Bestandspflege gehören.

„Unser Betonung bei der Beförsterung des Laubacher Walds liegt ganz klar auf Nachhaltigkeit der Waldwirtschaft“, sagte Weicker weiter und verdeutlichte, dass man „Erhebliches“ für die Pflege des Bestands getan habe.
Insgesamt wurden im vergangenen Forstwirtschaftsjahr Beträge in Höhe von 267.000 Euro bewilligt, von denen schon rund 200.000 Euro auch bereits ausgeschüttet wurden. So gingen rund 77.000 Euro als Zuschuss für die Kinderbetreuung an die Kindertagesstätten, die Laubacher Schulen erhielten rund 11.000 Euro oder das Beratungszentrum 14.500 Euro. „Durch die Übernahme von Leistungen durch die Stadtwaldstiftung konnte sogar der Haushalt entlastet werden“, meinte Stadtrat Rainer Häusler und listete auf, wer denn noch Mittel erhalten habe: Die Friedenskooperative erhielt einen Zuschuss von 1.600 Euro für die Anfertigung einer Gedenkstele auf dem Festplatz Helle, die Spielgeräte auf den Spielplätzen wurden mit 26.700 Euro erneuert, das Heimatmuseum Fridericianum erhielt Mittel in Höhe von 35.400 Euro und die Vereine Laubachs und der Stadtteile erhielten für ihre Jugendarbeit rund 24.000 Euro. „Dabei ist es uns wichtig, dass diese Mittel in Laubach geblieben sind und über die Förderung von Infrastruktur letztlich allen Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen“, so Claus Spandau abschließend.
Für das kommende Wirtschaftsjahr prognostizierte man ein schwächeres Ergebnis als in diesem Jahr, was den niedrigen Preisen auf dem Holzmarkt geschuldet sei. Die Auswirkungen der Finanzkrise seien auch im Holzmarkt spürbar, weswegen man im nächsten Jahr „nur rund zwei Drittel der üblichen Jahresmenge einschlagen“ wolle. „Wir ernten dann, wenn die Preise hoch sind“, verdeutlichte Joachim Busch. Im Vergleich mit dem Vorjahr (Ausschüttung in Höhe von 304.000 Euro) wurde auch klar, dass im laufenden Wirtschaftsjahr nicht mehr Mittel ausgeschüttet wurde.

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