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Klausurtagung der Freien Wähler

36 Teilnehmer – darunter auch der unabhängige Bürgermeisterkandidat Peter Klug (h. R., 3.v.re.) mit Frau Verena (m. R., re.) und Sohn Lennart (v. re.).
36 Teilnehmer – darunter auch der unabhängige Bürgermeisterkandidat Peter Klug (h. R., 3.v.re.) mit Frau Verena (m. R., re.) und Sohn Lennart (v. re.).
Laubach | „Sechs Wochen vor der Bürgermeisterwahl ist überall in Laubach eine deutliche Wechselstimmung spürbar. Viele sehen die greifbare Chance für einen personellen Neuanfang an der Spitze unserer Stadt.“ Zu dieser Einschätzung kamen die Freien Wähler (FW) am Wochenende bei ihrer traditionellen Herbstklausur in Oberkalbach in der Bayrischen Rhön, bei der das Thema Bürgermeisterwahl im Mittelpunkt stand. Dazu hieß man am Samstag den unabhängigen Bewerber Peter Klug mit seiner Familie willkommen. Dass eine Stichwahl und in Folge ein Amtswechsel erstmals seit 17 Jahren ernsthaft von allen maßgeblichen Beobachtern als möglich angesehen wird, ist für die FW das beste Indiz für die spürbare Unzufriedenheit in großen Teilen der Bevölkerung über den Amtsinhaber und seinen Stil. Aber auch die Qualität der Mitbewerber macht die Freien Wähler optimistisch: „Sowohl SPD-Bewerber Roland Kauer wie der vom Bürgerbündnis (FW, Grüne, BfL) unterstützte Peter Klug sind hochinteressante Alternativen mit sehr unterschiedlichen persönlichen Profilen“, heißt es in der Pressenotiz. Weiteres Thema war die Regionalentwicklung im ländlichen Raum, zu dem man Martin Kremer, Geschäftsführer des Biosphärenreservats Rhön, als Gastreferent begrüßen konnte.

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35 Tagungsteilnehmer, Mitglieder von Fraktion, Vorstand, Jungwählern, Seniorengruppe 50+ und Familienangehörige, konnten die Vorsitzenden Dirk Oßwald und Erich Parr im Landgasthof Lang in Oberkalbach zur dreitägigen Familien-Herbstklausur begrüßen. Dieter Diering (Altenhain) überreichte zu Beginn zwei Beitrittserklärungen aus seinem Ortsteil, mit denen die Mitgliederzahl im Stadtverband auf aktuell 174 stieg.
Bei der Vorjahresklausur im nordhessischen Felsberg hatte man die Suche nach einem parteilosen, kompetenten und vor allem menschlich-gradlinigen Bürgermeisterkandidaten in einem breiten politischen Bündnis beschlossen, um diesen für möglichst viele Bevölkerungsteile wählbar zu machen. „Mit Peter Klug haben wir einen Kandidaten mit exakt diesem Profil gefunden“, sagte Hans-Peter Lindner, stellvertretender FW-Fraktionsvorsitzender und Laubacher Stadtrat. Dass es Zeit für einen Wechsel ist, machten die Freien Wähler auch an einem anderen Punkt deutlich: „Nach 17 Jahren im Amt ist die Luft raus, weitere sechs Jahre sind faktisch verloren für Laubach, denn es wird sich in der voraussichtlich letzten Amtszeit kaum etwas bewegen“, sagte der Stadtverordnete und frühere Erste Stadtrat Günther Semmler.

An aktuellen Themen diskutierten die Freien Wähler kritisch die geplante neue Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung. Sie sei ein weiterer Rückschritt in Sachen Transparenz und Mitbestimmung. „Besonders die Ortsbeiräte werden in ihren ohnehin bescheidenen Möglichkeiten der Mitgestaltung weiter beschnitten“, zitierte der Ruppertsburger Ortsvorsteher Leo Axmann seinen Ortsbeirat. Einer Redezeitbegrenzung der Stadtverordneten auf einmalig fünf Minuten pro Punkt bei freier Redezeit des Bürgermeisters werde man keinesfalls zustimmen, kündigte Josef Neuhäuser, ebenfalls stellvertretender Fraktionsvorsitzender an.

Der landesweit für alle Kommunen aufgelegten Sammelbeschaffung digitaler Funkgeräte für die Feuerwehren (für Laubach: 290.000 €!) wolle man im Grundsatz zustimmen, einer konkreten Bestellung aber erst nach Ausräumen der kürzlich in „Frontal21“ aufgetauchter Zweifel an der technischen Aktualität der Geräte.

Großes Lob über die Entwicklung des Ruheforstes – einem 2006 mit großer Mehrheit verabschiedeten Antrag der Freien Wähler auf Initiative von Dieter Diering - zollte man Sachbearbeiter Ostermöller und Amtsleiter Weicker für Organisation und Vertrieb und dem Bauhof für dessen Gestaltung. Der wirtschaftliche Erfolg – Grabstättenverkäufe binnen sechs Monaten im Wert von über 150.000 € - bestätige die damalige Auffassung der FW, dass die Stadt besser die Vermarktung in Eigenregie hätte übernehmen sollen. „Die allermeiste Arbeit machen ohnehin Verwaltung und Bauhof; die 25% Provision an Ruheforst hätten in der Stadtkasse verbleiben können“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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