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Einsatzstärke der Laubacher Feuerwehr ist wieder gewährleistet

Laubach | „Seit Donnerstagabend, 21 Uhr, ist die Einsatzbereitschaft der Laubacher Feuerwehr wieder vollständig gewährleistet. Alle 18 im Dezember abgegeben Meldeempfänger wurden von ihren vorherigen Trägern wieder entgegen genommen.“ Dies teilte Laubachs Bürgermeister Peter Klug in seiner Funktion als Dienstvorgesetzter der Feuerwehren mit. „Mit 36 aktiven Feuerwehrmitgliedern mit Piepsern ist die frühere Einsatzstärke damit wieder gegeben“, ergänzte Stadtbrandinspektor Michael Sussmann.
Hintergrund des positiven Ausgangs der vierwöchigen Protestaktion war eine Einigung zwischen Politik und Feuerwehr am Donnerstagabend. Klug hatte für diesen Termin eine weitere Dienstversammlung mit der Einsatzabteilung der Kernstadt, den Wehrführern aller Ortsteile, dem gesamten Magistrat und den Fraktionsvorsitzenden des Stadtparlamentes einberufen. Vorausgegangen waren dem bereits zwei Dienstversammlungen mit der Wehr und den Wehrführern sowie ein Treffen der Fraktionsvorsitzenden einen Tag vor Weihnachten ausschließlich zu den aktuellen Problemen bei der Feuerwehr. Diese waren entstanden, nachdem die Feuerwehrleute während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung aus Protest gegen unsachliche Äußerungen einzelner Stadtverordneter zu ihrer Arbeit und der einzelner Führungskräfte ihre Meldeempfänger abgegeben hatten.
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„Die Einigung am Donnerstag konnte nur durch das gemeinsame und konstruktive Engagement von Laubachs Wehrführer Oliver Neeb, SBI Sussmann, des Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Mario Binsch, des stellvertretenden Kreisbrandinspektor Marcus Leopold und des Busecker Gemeindebrandinspektor und dortigen CDU-Fraktionsvorsitzenden Frank Müller erreicht werden, mit denen wir am Abend und in zahlreichen Vorgesprächen die Wogen glätten konnten“, machte Klug deutlich.
Neeb hatte im Auftrag seiner Einsatzabteilung am Donnerstag abend ein Papier mit Vorschlägen vorgelegt, dass Vereinbarungen zwischen Feuerwehr und Laubacher Kommunalpolitik über die Form künftig verbesserter Zusammenarbeit, Kommunikation und des Umgangs miteinander beinhaltet. Dazu gehört etwa, dass bei Unklarheiten beide Seiten das Gespräch vor Entscheidungen suchen, die Feuerwehr künftig aus politischen Diskussionen herausgehalten wird, dass die Kompetenz des Wehrführerausschusses von Politik nicht in Frage gestellt wird, beide Seiten im Vorfeld von Beratungen und Entscheidungen nicht die Presse zum Austragungsort von Auseinandersetzungen machen und der Feuerwehr jede (finanziell) mögliche Unterstützung zur Erledigung ihrer Aufgaben gewährt wird.
Die anwesenden Vertreter der Stadtverordnetenfraktionen sowie des Magistrats signalisierten am Abend ihre Unterstützung und sorgten damit dafür, dass die vierwöchige Krise vor allem bei der Kernstadtwehr ein Ende nahm.
„Ich bin der Feuerwehr dankbar, dass sie am Donnerstag damit den ersten Schritt gemacht und entscheidend zur Lösung der Krise beigetragen hat. Ich erwarte jetzt aber auch von der Politik und ihren führenden Vertretern in Laubach, dass sie dauerhaft auf die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte zugehen, ihre Anforderungen an eine ordnungsgemäße und vertrauensvolle Zusammenarbeit akzeptieren und ihre unentgeltlichen Leistungen für die Stadt und ihre Bürger so honorieren wie diese das verdient haben. Der Umgang mit den ehrenamtlichen Kräften, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger bereitstehen, hat im Dezember und davor in Laubach Formen angenommen, die für diese nicht mehr zu akzeptieren waren. Andererseits wurde im Gespräch mit der Politik auch deutlich, dass sich die Kommunikation von der Feuerwehr zum Parlament dringend verbessern muss.
In beiden Fällen bin ich optimistisch, dass wir jetzt eine Basis für ein besseres Miteinander gefunden haben, denn dauerhaft motivierte, einsatzstarke Wehren brauchen die volle Unterstützung der Politik – und umgekehrt“, schreibt Bürgermeister Peter Klug abschließend.

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