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Bürgermeister Peter Klug äußert sich zur Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Laubach

Laubach | Inzwischen 18 Mitglieder der Einsatzabteilung der Kernstadt-Feuerwehr haben am Dienstagabend während der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung und danach aus Protest gegen verbale Entgleisungen einzelner Stadtverordneter ihre Funkmeldeempfänger abgegeben. Deshalb ist die Einsatzbereitschaft der Kernstadtwehr mit ihren insgesamt 36 aktiven Mitgliedern derzeit nur noch eingeschränkt gegeben. In einer Mitteilung gegenüber der Presse teilte Bürgermeister Peter Klug dies am Freitag offiziell mit. Er verband damit die Information darüber, welche Maßnahmen er als oberster Dienstherr der Feuerwehren und Verantwortlicher für den Schutz seiner Bürgerinnen und Bürger eingeleitet hat.
„Die wichtigste Botschaft ist, dass die Sicherheit der Bevölkerung weiterhin vollständig gewährleistet ist“, erklärte Klug. Noch während der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag habe Stadtbrandinspektor Michael Sussmann den stellvertretenden Kreisbrandinspektor (KBI) Marcus Leopold und Bürgermeister Klug die Rettungsleitstelle in Gießen und informiert. Im Ernstfall werde ab sofort in allen Einsatzfällen in der Kernstadt per Sirene alarmiert,
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um alle Einsatzkräfte (auch jene ohne Meldeempfänger) zu erreichen. Ferner seien die Alarmierungspläne seitens der Leitstelle inzwischen geändert, um im Bedarfsfall sofort Rettungskräfte aus Nachbarorten mitzualarmieren. Auch habe er veranlasst, dass er selbst ab sofort über jede Alarmierung informiert werde.
Für gestern Abend, Freitag, 20 Uhr, habe er weiterhin eine gemeinsame außerordentliche Dienstversammlung der Einsatzabteilung der Kernstadt-Feuerwehr und der Wehrführer aller Ortsteile im Feuerwehrgerätehaus der Kernstadt anberaumt. Einziges Thema ist die aktuelle Situation seit Dienstagabend. Man werde dort die Lage besprechen und mit Mannschaft und Führungskräften Lösungen suchen zur schnellstmöglichen Wiederherstellung der vollständigen Einsatzbereitschaft. Wegen der Bedeutung der Situation habe er die Doppelspitze der Kreisfeuerwehren, stv. KBI Leopold und Mario Binsch, den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, eingeladen. Beide haben ihr Kommen zugesagt.
Klug macht gegenüber der Presse deutlich, dass er die am Mittwoch mehrheitlich getroffenen Entscheidungen des Stadtparlamentes (Ablehnung Kommandowagen, Verschiebung der Anschaffung des Einsatzleitwagens), die demokratisch zustande gekommen seien und der Rechtslage auch nicht widersprächen, akzeptiere und umsetzen werde. Gleichzeitig betonte er, dass er sie persönlich sowohl aus Gründen der Einsatztaktik wie der Motivation der ehrenamtlichen Kräfte für grundlegend falsch halte.
„Diese Beschlüsse waren aber nicht entscheidend für den Protest unserer Feuerwehrleute bereits am Abend zuvor“, so Klug. Zur Eskalation der ohnehin angespannten Lage hätten Wortbeiträge einzelner Stadtverordneter geführt. Und auch dazu nahm der Bürgermeister eindeutig Stellung: „Die Feuerwehren und ihre Führung haben demokratische Entscheidungen wie diese, besonders in finanziell schlechten Zeiten, zu akzeptieren. Aber gerade diejenigen, die nachts und am Wochenende ihr Leib und Leben zum Schutz und zur Rettung von Menschen, Tieren und Sachgütern einsetzen, haben eine derartige Behandlung und eine solch unwürdige Debatte wie am Dienstag und teils auch am Mittwoch („Verlangen von Ehrenerklärungen des Stadtbrandinspektors“) nicht verdient“, machte der Klug deutlich. Er akzeptiere ein solches Verhalten gegenüber seinen Feuerwehrleuten nicht und stelle sich ohne Abstriche voll und ganz hinter die Einsatzkräfte, ihre Führungen in den Ortsteilen, der Kernstadt und den Stadtbrandinspektor.
Der aus seiner Sicht völlig unnötig entstandene Schaden müsse schnellstmöglich - auch im Sinne der Stadtverordneten – behoben werden. „Deshalb werde ich in Kürze zu einem gemeinsamen Gespräch der Fraktionsvorsitzenden mit den Führungskräften der Feuerwehr einladen. Leopold und Binsch hätten sich am Donnerstag dafür als Vermittler angeboten, wofür Klug ihnen dankte. „Dieses Angebot werden wir gerne annehmen, um das genug zerschlagene Porzellan zwischen Teilen des Stadtparlamentes und den Feuerwehren zu kitten“, wie es abschließend in der Pressemitteilung heißt.

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