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Röthgeser Jagdgenossen besuchen das Erlebnisbergwerk Merkers

Laubach | Mit 30 Personen fuhren die Jagdgenossen des Laubacher Ortsteils Röthges unter Leitung ihres Vorsitzenden Arno Hofmann vergangene Woche in das Nachbarland Thüringen. Um 9.30 Uhr war die Besichtigung des Kalisalz- Erlebnisbergwerkes Merkers angesetzt. Zufällig war auch die Gruppe der „Hauptführer“ der Laubacher Ausschussgesellschaft mit deren Partnern dort und wurden begrüßt. Mit Helm und Schutzmantel ging es dann mit dem Förderkorb hinab auf 500 Meter Tiefe. Hier herrschen mit 21 bis 28 Grad angenehme Temperaturen. Etwa 4600 Kilometer Schächte verbinden die in diesem Raum tätigen Kalibergwerke. Daher wurde für die Besichtigung in diesem unterirdischen Labyrinth auf offene Kleintransporter umgestiegen. Mit etwa 40 Kilometern „rasten“ die Lastwagen in den endlosen Schächten zu den verschiedenen Besichtigungspunkten. Es wurden die Techniken im Kalibergbau von einst und jetzt mit den modernsten Maschinen in den ehemaligen Arbeitsplätzen in den Tiefen zwischen 400 und 600 Metern besichtigt. Höhepunkt der ca. 20 km langen unterirdischen Fahrt war die Ansicht der faszinierenden Kristallgrotte. Wunderbare funkelnde
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Salzkristalle von einer einzigartigen Größe waren dort unter verschiedenen Lichteinstrahlungen zu besichtigen. Ein weiterer Besichtigungspunkt war der historische Goldraum, in dem der von den Amerikanern vereinnahmte legendäre Reichsbank-Schatz während des Krieges lagerte. Nach dem Besuch, der wegen der besonderen Akustik und Größe genannten Kathedrale, ein ehemaliger Großbunker, ging es wieder an das Tageslicht.
Weiter ging die Fahrt der Jagdgenossen zur Gedenkstätte „Point Alpha“ zwischen Rasdorf in Hessen und Geisa in Thüringen. Hier ist der ehemalige Grenzverlauf der innerdeutschen Grenze dokumentiert. In dem als Gedenkstätte ausgebauten östlichsten US- Beobachtungsstützpunktes in Hessen ist das Leben der US-Soldaten während des Kalten Krieges dargestellt. In dem in Thüringen stehenden Grenzmuseum können Fahrzeuge und Gegenstände besichtigt werden, mit denen die Machthaber der ehemaligen DDR die Grenze sicherten und ihre Bürger an der Flucht in den Westen hinderten.
Am späten Nachmittag ging es beim schönsten Herbstsonnenschein weiter in den Hünfelder Ortsteil Sargenzell. Dort wurde in der ehemaligen Kirche der „Früchteteppich“ besucht, der inzwischen rund 70000 Besucher jährlich anlockt. In 1980 wurde durch einen Neubau
das alte und zu kleine Gotteshaus aufgegeben und stand vor dem Abriss. Damals hat sich ein Verein für den Erhalt dieses Gebäudes gegründet und Gelder für den Erhalt und die Renovierung dieses Gebäudes gesucht. Man hat in der leergeräumten Kirche Ausstellungen und Veranstaltungen organisiert. Seit 1988 wird nun im Herbst auf dem Boden der ehemaligen Kirche jeweils ein „Früchteteppich“ mit wechselnden biblischen Motiven gelegt, der dann im Dezember aber wieder entfernt wird. Für 2008 hat man als Motiv das Bild der Tempelreinigung nach dem dänischem Maler Carl Bloch gewählt. Auf einer Fläche von etwa vier mal neun Meter haben die Vereinsmitglieder aus Körnern, Blättern, Blüten und Blütenstaub das Bild originalgetreu nachgebildet. Diese enorme Arbeitsleistung und die Größe und Schönheit ist sehenswert und zieht inzwischen die zahlreichen Besucher in ihren Bann.
Der Abschluss des gelungenen Ausfluges der Jagdgenossen erfolgte dann in Lauterbach, Ortsteil Maar im Jägerhof, mit einem deftigen Abendessen.

 
 
 
 

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