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Präventionsprojekt - Gemeinsam für weniger Trunkenheitsfahrten

Gastwirte anlässlich der Informationsveranstaltung zum Projekt „BOB“. Steffen Dapper, Laubachs Bürgermeister Peter Klug, Fachbereichsleiter Bürgerservice Stephan Högel sowie Sachbearbeiter Johannes Stephan.
Gastwirte anlässlich der Informationsveranstaltung zum Projekt „BOB“. Steffen Dapper, Laubachs Bürgermeister Peter Klug, Fachbereichsleiter Bürgerservice Stephan Högel sowie Sachbearbeiter Johannes Stephan.
Laubach | Im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der Stadtverwaltung informierte am Montag Oberkommissar Steffen Dapper von der Polizeistation Grünberg Laubacher Gastwirte über das Präventionsprojekt "BOB". Mit "BOB" sollen insbesondere Jugendliche für die Problematik von Trunkenheitsfahrten sensibilisiert werden. "Angesichts der anteilig sehr hohen Zahlen von jungen Autofahrern am Unfallgeschehen wollen wir mit dem Projekt "BOB" dazu beitragen, dass sich junge Leute eben nicht mehr ans Steuer setzen, wenn sie Alkohol getrunken haben", so Dapper, der sich für die "große Unterstützung von Seiten der Stadt Laubach" bedankte. Bei den Gastwirten aus Laubach fand die Veranstaltung ebenfalls Unterstützung, wie mehrere Teilnehmer sagten. "Es liegt auch in unserem Interesse, dass auf das Thema Trunkenheitsfahrten hingewiesen wird und mit dem "BOB" – eben demjenigen aus einer Gruppe, der keinen Alkohol trinkt und die Rolle des Fahrers übernimmt – eine clevere Lösung für alle angeboten wird", sagte Timo Schmittmann vom Hotel "Alt Laubach" stellvertretend für die Wirte. Steffen Dapper erläuterte, dass das Konzept für "BOB"
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ursprünglich in Belgien entwickelt wurde. Einem aus einer Jugendgruppe, die gemeinsam etwas unternimmt, kommt dabei die Rolle des Fahrers zu, der keinen Alkohol trinkt. Er ist an dem gelben "BOB"-Schlüsselanhänger zu erkennen. Die Gastwirte wiederum, die sich an der Aktion beteiligen, erklären sich bereit, an den "BOB" kostenlos ein alkoholfreies Getränk auszuschenken, um die Motivation zu erhöhen. In Grünberg habe er bereits die überwältigende Mehrheit der Gastwirte zum Mitmachen überreden können und auch für Laubach erhoffte er sich eine sehr gute Resonanz. "Die Gaststätten und Kneipen, die bei "BOB" mitmachen, werden auf der "BOB"-Internetseite notiert, damit die Jugendlichen vorher wissen, wohin sie gehen können. Das beinhaltet ja auch einen gewissen Werbeeffekt für die Gastwirte, denen ich für ihre Bereitschaft zum Mitmachen danken möchte", so Dapper weiter.

Im Rahmen der Infoveranstaltung wurden noch Präsentationen zum Thema Unfallhäufigkeit und Ursachen für die leider auch tödlichen Unfallfahrten aufgezeigt: "Die Unfallzahlen bei den 18 - 24-Jährigen liegen im Bereich der Polizeipräsidium Mittelhessen unter dem Landesdurchschnitt – und wir wollen mit unserem gemeinsam Engagement dafür sorgen, dass das auch Zukunft so bleibt, beziehungsweise dass die Unfälle weiter abnehmen", erläuterte der Oberkommissar Dapper. Und auch Laubachs Bürgermeister Peter Klug machte klar, "dass wir als Stadt ein Interesse daran haben, jugendliche Fahranfänger für dieses Thema zu sensibilisieren". Dazu gehöre allerdings, dass sich alle Beteiligten – nämlich Eltern, Schulen und auch andere gesellschaftliche Institutionen und Gruppen – an Aktionen wie "BOB" beteilige, um die Wachsamkeit aufrecht zu erhalten", so Klug abschließend.

An der Aktion "BOB" beteiligen sich in Laubach bislang das Eiscafé Venezia, das Hotel "Alt Laubach", der "Hessenbrückenhammer" und das "Litfaß", das Landhotel Waldhaus, die Gasthäuser "Zur Traube" und "Zum Kühn", die Pizzeria "Athena" und die Tankstelle Schips. Gastwirte, die ebenfalls teilnehmen möchten, können sich bei der Polizeistation Grünberg oder der Stadtverwaltung Laubach melden.
Geplant ist darüber hinaus, auch die Laubacher Vereine für das Thema "BOB" zu interessieren, denn auch nach Vereinsfesten kommt es immer wieder zu Trunkenheitsfahrten.

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