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Schlosspark-Passierschein ist undurchdachter Schnellschuss

Laubach | Mit Kritik haben die Laubacher Liberalen Wolfgang Mersmann und Dr. Tim Metje auf die jüngst von Bürgermeister Peter Klug und dem Geschäftsführer der Gemeinnützigen Laubacher Kultur und Bäder GmbH, Klaus Hövel, vorgestellte Idee eines Passierscheines zum Durchqueren des Schlossparks reagiert. Hiermit, so die beiden Liberalen in einer Presserklärung, würden anhand eines wenig durchdachten Schnellschusses erhebliche Risiken für den Tourismusstandort Laubach begründet sowie ein herausragendes Beispiel für Bürokratismus geliefert.

Schlosspark muss Bürgerpark bleiben.

Zwar gebe es auch aus Sicht der FDP keine Zweifel an dem Bedürfnis auch während der Festveranstaltungen auf kurzem Wege in die Innenstadt und von dort wieder nach Hause zu gelangen. Ebenso handele es sich bei dem Schloßpark um einen Bürgerpark, der nach Möglichkeit allen Laubachern zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung stehen müsse. Auch deshalb habe sich die FDP, gedacht sei an Eberhard Roeschens Initiative zur Neugestaltung des unteren Schlossparkbereiches oder den konsequenten Einsatz der Liberalen für einen ausgewogenen Pachtvertrag mit dem gräflichen
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Haus stets für eine Gestaltung des Schlossparks als Bürgerpark eingesetzt. Als spontaner Schnellschuss erweise sich die nun vorgestellte Regelung aber als Gefahr für langfristige Ziele beim weiteren Ausbau des Tourismusstandortes Laubach, so die beiden Liberalen.

Die größten Gefahren sehen die Liberalen in dem großen bürokratischen Aufwand, den ein solcher Passierschein mit sich bringt. So bedeute die Regelung etwa einen übermäßigen Aufwand für die Kassierenden, die nunmehr auch Personalausweisnummern und Uhrzeiten aufschreiben, Eintrittsgelder ein- und wieder auszahlen sowie die Anwohnereigenschaft kontrollieren müssten. Gerade bei letzterem stelle sich zudem die Frage, wer denn als Anwohner überhaupt in den Genuss eines Passierscheines komme, oder ob noch zusätzlich ein bestimmtes Interesse am Durchqueren des Schlossparks geltend gemacht werden müsse, lebe doch letztlich jeder Laubacher entweder auf der einen oder der anderen Seite des Schlossparks.

Risiko eines Veranstaltungssterbens ohne Grund erhöht.

Zudem dürfe auch nicht unberücksichtigt bleiben, dass gerade die Festivals einen unverzichtbaren Anteil an den Einnahmen der Stadt hätten. Wenn aber die Organisatoren kurzzeitiger Veranstaltungen, gedacht sei etwa La Villa Cotta, bei nicht unerheblichen Pachtzinsen mit einer Vielzahl an nicht zahlenden Besuchern rechnen müssten, werde manch einer sicherlich sehr gut nachrechnen müssen, ob sich die Veranstaltung überhaupt noch lohne. Schließlich, so Mersmann und Metje, liege die Zahl der Tage an denen der Schlosspark gänzlich gesperrt sei, im unteren einstelligen Prozentbereich, weshalb auch aus dieser Sicht seitens der Stadt eher über ein verbessertes Raumnutzungskonzept hätte nachgedacht werden müssen. Viel dringender ist aus Sicht der Liberalen zudem ein greifbares Konzept für die in der Innenstadt wohnenden und arbeitenden Besucher wenn im Rahmen von Veranstaltungen wie etwa dem Drehorgelfestival ganze Straßen gesperrt werden werden. Hier aber, so die beiden Liberalen abschließend, bleibe die Stadt eine entsprechende Lösung schon seit langem schuldig.

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Kommentare zum Beitrag

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Gero von Klingenberg aus Laubach schrieb am 30.09.2009 um 22:20 Uhr
Damit ist klar, dass sich die FDP unter Vorschützung eines "Veranstaltungssterbens" ganz klar hinter die Veranstalter stellt (der Schlosspark kostet im Regelfall 900 Euro Miete pro Tag...). Die Bedürfnisse und Nöte der Anwohner (zugeparkte Zufahrten und Gehwege, Musik bis in die Nachtstunden an diversen Wochenenden, etc.) werden bei der Argumentation der FDP als von den Anwohnern "im Interesse der Stadt und des Allgemeinwohls erwünscht" vorausgesetzt. Der Tourismusstandort Laubach ist durch die Initiative von Herrn Klug und Herrn Hövel nicht in Gefahr - allerdings lässt das vorschnell und unüberlegt vorgetragene Kontra der FDP tief blicken: da werden die Interessen von Menschen, die Laubach an einem Tag im Jahr besuchen, eindeutig über die Interessen der Menschen gestellt, die hier 365 Tage im Jahr leben. Bravo, ihr Liberalen: jeder Mensch ist vor dem Gesetz gleich - in Laubach sind die Touristen allerdings gleicher, obwohl (wie gesagt) die Einheimischen an 365 Tagen im Jahr ihr Geld hier lassen und die Touristen nur an einem - oder vielleicht zwei oder drei...
P.S.: Besonders spaßig ist der in der Pressemitteilung der FDP vorgetragene Satz "Schließlich, so Mersmann und Metje, liege die Zahl der Tage an denen der Schlosspark gänzlich gesperrt sei, im unteren einstelligen Prozentbereich, weshalb auch aus dieser Sicht seitens der Stadt eher über ein verbessertes Raumnutzungskonzept hätte nachgedacht werden müssen." Warum? - Nun, Laubach ist seit vielen Jahren von einem CDU-Bürgermeister regiert worden, der solche Dinge auch mit Hilfe der FDP durchgesetzt hat. Und plötzlich soll all das gemeinsam Erreichte schlecht sein? Warum hat dann die FDP nicht schon seit Jahren gegen dieses "Manko" aufbegehrt? Die Antwort: Opposition - wogegen auch immer...
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Gero von Klingenberg aus Laubach schrieb am 30.09.2009 um 22:47 Uhr
P.S.: Laut www.xing.de lebt Dr. Tim Metje in Düsseldorf und nicht in Laubach. Und Wolfgang Mersmann in der Nähe des Laubach Kollegs - weit jenseits der Musikberieselungszone und des Parkplatzmissbrauchs... Touché :-)
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