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Sonderausstellung Kleinstadtzauber – Waldesruh in Laubach

Historische Prospekte, Postkarten und weitere interessante Exponate sind im Rahmen der Sonderausstellung „Kleinstadtzauber – Waldesruh“ im Museum Fridericianum in Laubach zu sehen.
Historische Prospekte, Postkarten und weitere interessante Exponate sind im Rahmen der Sonderausstellung „Kleinstadtzauber – Waldesruh“ im Museum Fridericianum in Laubach zu sehen.
Laubach | Die langjährige touristische und gastgeberische Tradition des östlichen Teils des Kreises Gießen mit den Städten Laubach und Grünberg, aber auch dem weiteren Kreisgebiet, steht im Mittelpunkt der Sonderausstellung Kleinstadtzauber – Waldesruh“, die seit Mitte September im Museum Fridericianum in Laubach zu sehen ist. Die Wanderausstellung wurde zuvor in Lich gezeigt und macht in Laubach ihre erste Station. Auf 20 Tafeln werden die Anfänge und die Entwicklung des Fremdenverkehrs im Giessener Land aufgezeigt und dabei kommen echte Kleinode ans Tageslicht: Bereits im Jahr 1886 warb beispielsweise die „Villa Friedensruh“ mit dem Ausdruck „Luft- und Milch-Kurort Soms-Laubach“ und bot schon damals „Salz- und Kiefernnadel-Bäder“ an.
Der Vorsitzende des heimatkundlichen Arbeitskreises Laubach, Kurt Stein, wies in seinem Grußwort zur Eröffnung, die er gemeinsam mit Sabine Raßner vom Kreisarchiv Gießen durchführte, auf die Fremdenverkehrsbewegung hin, die auch in Laubach Ende des 19. Jahrhunderts aufgegriffen wurde. „Am Anfang war es die Bevölkerung aus der Stadt, die hier frische Landluft und die ausgedehnten Wälder
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zum spazieren gehen nutzte“, so Stein. Der Ortsverein Laubach des Vogelsberger Höhen Clubs (VHC) wurde im Jahr 1881 gegründet und einige Jahre später der Verkehrs- und Verschönerungsverein, der die Zielsetzung hatte, die Werbung für den Fremdenverkehr voranzutreiben. Schon damals stand das Schloss mit seinem 1870 angelegten Park und der Bibliothek im Mittelpunkt der Werbung und mit dem Anschluss Laubachs an die Bahnlinie im Jahr 1890 wurde die idyllische Residenzstadt zu einem immer beliebteren Ausflugsziel. Ein Wanderer schrieb damals in sein Tagebuch: „Von einer dunkelgrünen Waldhaube zeichnet sich das Schloss mit grauen Türmen ab und darunter, hell im Grünen, ruht friedlich wie ein Kind die kleine Stadt. Ein breiter Berg mit Wald schiebt sich zwischen Erde und Himmel von Laubach… Die geheimnisvolle Reglosigkeit, in der Schloss und Bäume verharren, sind, als wäre man unvermittelt in eine sonst mit tausend Siegeln versehene Märchenwelt geraten, in der die Stimme von selbst zum Flüstern wird und alle Sinne feiner werden. In den deutschen Landen gibt es trotz aller Wunder nicht viel, was diesem Schlosswinkel gleichkommt“.
Stein wies aber auch darauf hin, dass man in den damals als idyllisch bezeichneten Gasen „vor mindestens jedem
Historische Prospekte, Postkarten und weitere interessante Exponate sind im Rahmen der Sonderausstellung „Kleinstadtzauber – Waldesruh“ im Museum Fridericianum in Laubach zu sehen.
Historische Prospekte, Postkarten und weitere interessante Exponate sind im Rahmen der Sonderausstellung „Kleinstadtzauber – Waldesruh“ im Museum Fridericianum in Laubach zu sehen.
zweiten Haus ein Misthaufen mit ein paar scharrenden Hühnern und einem Hahn“ zu sehen, zu hören und nicht zuletzt zu riechen waren. „Das war damals noch die gute Landluft, die auch niemand störte und zum Straßenbild in der Altstadt selbstverständlich dazugehörten“, so Stein weiter.
So findet sich im Museum Friedricianum eine breite Auswahl zum Beispiel an Werbe-Postkarten aus den vergangenen Jahrzehnten und weiteren interessanten Exponaten, die die Anfänge des Fremdenverkehrs im Giessener Land anschaulich darstellen und illustrieren. Die Ausstellung hatten 14 Gemeindearchivare unter Federführung des Kreisarchivs mit Sabine Raßner zusammengestellt. Die Ausstellung „Kleinstadtzauber – Waldesruh“ im Museum Fridericianum ist noch bis zum 30. Oktober jeweils mittwochs von 10-12 Uhr, sonntags von 14-16 Uhr sowie nach tel. Vereinbarung unter Telefon: 06405-921 602 zu sehen.

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