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FDP Laubach: „Wir müssen schneller als die Probleme sein“

Laubach | Laubach. „Wichtig ist, dass wir immer schneller sind als die Probleme“, mit diesen Worten begründete der Vorsitzende der FDP-Stadtverordnetenfraktion, Dr. Tim Metje, auf der jüngsten Mitgliederversammlung der Laubacher Liberalen den Antrag seiner Fraktion auf Einrichtung eines Kinderhilfsfonds. Ziel des Antrages ist die Einrichtung eines Fonds, aus dem Kinder, die in Laubach einen Kindergarten oder die Grundschule besuchen, Sachleistungen beziehen können. Dazu zählen Unterrichtsmaterialen, Essenszuschüsse oder die Teilnahme an Schulausflügen. Ausgestattet werden soll der Fonds zunächst mit einem Betrag von 10.000 Euro. In den Folgejahren ist dann primäres Ziel, durch Spenden und aus Fördertöpfen des Landes und des Bundes einen regelmäßigen Geldzufluss zu gewährleisten.

Fonds ist das Ergebnis eines langen Denkprozesses

Den anwesenden Mitgliedern gegenüber bezeichnete Metje die Fonds-Idee als Ergebnis eingehender Überlegungen. „Faire Bildungschancen für alle sind der Schlüssel zur Freiheit, zur sozialen Teilhabe, zum persönlichen Glück und Wohlstand. Durch Bildung können sich alle Menschen unabhängig von ihrer
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sozialen, ethnischen oder religiösen Herkunft eigene Wege zum Erfolg bahnen.“ Tatsächlich aber stellt sich die Situation hessenweit derzeit anders dar. So habe er etwa in vielen Gesprächen erfahren müssen, dass vielfach bereits im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen ein erheblicher Förderbedarf seitens des untersuchten Kindes festgestellt werde. „Statt gleicher Chancen am Start, starten manche Kinder sozusagen aus der zweiten Reihe in das entscheidende Rennen ihres Lebens.“ Ohne Zweifel liegen die Ursachen hierfür oftmals auch in einer unzureichenden bis fehlenden Förderung im Elternhaus, mangelnden Anregungen für Kinder und einem unzureichende Bildungsumfeld. Dies darf aber kein Grund sein, sich mit der Situation einfach abzufinden, so Metje abschließend.

Gerade deshalb lobte der neue Vorsitzender der Laubacher FDP, Wolfgang Mersmann, die Idee, dort anzusetzen, wo Kinder und Jugendliche auch wegen negativer materieller Bedingungen im Elternhaus keine Vision entwickeln, wie sie sich das Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft vorzustellen haben, weil sie auf Grund der materiellen Sozialbedingungen der Eltern keine Chance in der Gegenwart und für die späteren Jahre sehen. Hier könne Laubach mit der Einrichtung eines solchen Fonds sehr wohl eine Hilfestellung anbieten, indem über eine kurze und unbürokratische Handlungskette, Sachleistungen ähnlich der Idee von Bildungsgutscheinen, an die Kinder weitergegeben werden. Auf diese Weise könne Laubach durch minimalen Aufwand einen großen Beitrag dazu leisten, dass Kindern und damit der Zukunft der Gesellschaft der Blick auf Chancen und Perspektiven nicht durch Gefühle von Minderwertigkeit getrübt werde.

Auch die Probleme fest im Blick

„Was wir nicht wollen ist, dass das Geld auf direktem Weg bei den Eltern landet und hier unkontrollierbar verschwindet, die Kinder aber wieder auf der Strecke bleiben“, so ergänzend Metjes Fraktionskollege Eberhard Roeschen. „Auch deshalb haben wir der Einrichtung des Fonds bewusst eine viermonatige Konzeptionsphase vorangeschaltet, die bei Bedarf sogar noch ausgeweitet werden kann.“ Man, so Roeschen weiter, sei sich zudem sehr wohl bewusst, dass 10.000 Euro im Anbetracht der aktuellen finanziellen Situation eine große Summe sei. Auch sehe man die Gefahr der Qualifizierung des Vorhabens als freiwillige Leistung und die damit einhergehenden Probleme. Roeschen zitierte deshalb aber einen Satz, den der Bürgermeister der Stadt Laubach, Peter Klug, in seiner Antrittsrede, wie auch der ehemalige Vorsitzende der Freien Wähler in Laubach, Dirk Oßwald, zu ganz verschiedenen Gelegenheiten, benutzt haben und der von großer Richtigkeit sei: Wer etwas wolle, der finde Wege, wer etwas nicht wolle, finde Gründe. Dies, so Roeschen abschließend, gelte sicher für viele Gelegenheiten, nirgendwo aber hat ein solcher Satz mehr Bedeutung, wie wenn es um die Zukunft der Jüngsten in unserer Gesellschaft gehe.

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