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Sanierung der Ortsdurchfahrt Wetterfeld war angekündigt

Laubach | „Es hat im Vorfeld der Sanierung der Ortsdurchfahrt Wetterfeld umfangreiche und auch öffentliche Beratungen und Erörterungen gegeben, die sich über einen Zeitraum von rund zwei Jahren erstreckten. Wenn jetzt manche so tun, als ob die beteiligten Behörden wie das Amt für Straßen- und Verkehrswesen und das Bauamt der Stadt Laubach „fahrlässig“ und „ohne erkennbares System“ gehandelt hätten, dann ist das einfach nur unverschämt“, erregte sich Wetterfelds Ortsvorsteher Manfred Luckert anlässlich einer Pressekonferenz am Mittwoch. Laubachs Bürgermeister Peter Klug hatte eingeladen, um mit Vertretern der beteiligten Behörden der massiven öffentlich geäußerten Kritik der FDP an der Maßnahme entgegenzutreten und die „Diskussion wieder auf eine sachliche Ebene zu bringen“. Hartmut Bieger vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen erläuterte die Sanierung der Ortsdurchfahrt und stellte eindeutig fest, „dass ein halbseitiger Ausbau einen immensen Mehraufwand an Kosten und Zeit bedeutet hätte – in Zahlen wären das rund 200.000,- Euro gewesen, die übrigens die Anlieger zu zahlen gehabt hätten“, so Bieger. Man habe sich gemeinsam
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mit dem Ortsbeirat Wetterfeld schon lange vor Beginn der Maßnahme zusammengesetzt und die möglichen Varianten durchgespielt. Eine halbseitige Sperrung der Ortsdurchfahrt hätte zwar den Vorteil, dass der Durchgangsverkehr die Baustelle eventuell schneller passieren könnte. Auf der anderen Seite aber wäre das auf Kosten der Anlieger gegangen, die mit der Baustelle noch sehr viel länger als jetzt geplant – nämlich „rund zwei Jahre“ – hätten leben müssen. Das hätte bedeutet, dass sich die Maßnahme bis Ende 2010 hingezogen hätte. Und auch im Fall einer halbseitigen Sperrung hätten die Autofahrer nicht im Bereich der Baustelle halten oder gar parken dürfen, um die im Bereich der Baustelle angesiedelten Geschäfte zu besuchen. Zudem sei der Tankstellenpächter der einzige der Gewerbetreibenden gewesen, der „an den vorbereitenden Besprechungen teilgenommen hat“, so Luckert weiter. Der Pächter habe sich mit der jetzt getroffenen Regelung nach anfänglichen Problemen insoweit arrangiert, dass er die „Sache für erledigt“ erklärte und es beispielsweise ablehnte, an einem Interview eines Fernsehsenders teilzunehmen“, berichtete der Ortsvorsteher.
„Nach meiner Einschätzung wurde hier partei- und gremienübergreifend nach der bestmöglichen Lösung gesucht und sie auch gefunden“, meinte Bürgermeister Peter Klug, der auch betonte, dass „wir weiterhin ein offenes Auge auf den Fortgang der Baumaßnahme haben werden und alles versuchen, die - allerdings unvermeidlichen - Beeinträchtigungen der Verkehrsteilnehmer und Bürger auf ein Minimum zu reduzieren“. So sagte Klug, dass für den Montag ein Ortstermin in Röthges geplant sei, um gemeinsam mit der Polizei und der städtischen Ordnungsbehörde die Situation vor Ort einzuschätzen und die Umleitungsregelung gegebenenfalls zu optimieren.
Bauamtsleiter Martin Bouda sagte, dass man den Radweg von Röthges nach Laubach, der jetzt als eine der beiden Umleitungsstrecken genutzt wird, vor Beginn der Umleitung genau untersucht habe und man genau sagen könne, ob und in welchem Umfang er durch die Umleitung in Mitleidenschaft gezogen wird. Man müsse zwar an der einen oder anderen Stelle im Randbereich etwas nachbessern, auf keinen Fall aber werde der Radweg „zu Pulver zerfahren“, so Bouda. Er wies darauf hin, dass die Strecke auch im „normalen“ Zustand zum Beispiel von Landwirten befahren wird.
Hans-Peter Wahlen vom Bauamt der Stadt wies alle interessierten Bürgerinnen und Bürger darauf hin, dass jeden Donnerstag um zehn Uhr eine Baustellenbesprechung vor Ort stattfindet, bei der Anlieger zum Beispiel klären können, wenn sie eine größere Lieferung bekommen und der Baustellenverkehr Rücksicht nehmen muss: „Dann sorgen wir selbstverständlich dafür, dass das klappt“.
Schließlich gab Bürgermeister Peter Klug noch der Hoffnung Ausdruck, dass „wir wieder zu einer sachlichen Auseinandersetzung zurückkehren, Verbesserungen dort vornehmen, wo sie möglich und sinnvoll sind, andererseits aber auch Verständnis zu haben für Beeinträchtigungen, die durch solch eine große Maßnahme eben nicht zu vermeiden sind“.

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