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Die Marktplatzlinde und das neue Pflaster – Matthias Meyer stößt eine notwendige Diskussion an.

Laubach | In den letzten Tagen gab es heftige Äußerungen auf der privaten face-book-Seite von Bürgermeisterkandidat Matthias Meyer. Warum: Er schrieb von hohem Risiko für die Marktplatz-Linde, wenn die alten Basaltpflastersteine durch neue aus Beton ersetzt würden und zweifelte sogar an, dass die Marktplatz-Linde dies überleben würde.

„Durch das geplante Abtragen des Erdreiches um die Linde wird deren Wurzelwerk so empfindlich verletzt werden, dass ein Überleben mehr als fraglich ist, so der bekannte Laubacher Biologe Dr. Markus Dietz (rechts auf dem Foto).“ Die Linde bräuchte keine Wurzelkappung, sondern eine Wurzelsanierung mit frischer Erde. Außerdem bemängelte Matthias Meyer die mangelhafte Bürgerbeteiligung bei diesem IKEK-Projekt.

Dies wurde von interessierter Seite – fast alles von Menschen aus einer bestimmten politischen Richtung – kommentiert: „unnötige Panikmache“ sowie „schlechter Stil“ im „Wahlkampf“.

In einer ausführlichen Pressemitteilung nimmt Matthias Meyer am Wochenende Stellung zu den Angriffen und versucht, das Problem zu versachlichen. Hier eine Kurzfassung seiner Klarstellung:

Zunächst
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Laubach (831)
stellt er fest, dass Laubach bisher im IKEK-Prozess ziemlich wenig beantragte und dies auch der begleitenden Behörde aufgefallen sei. Dies könne aber kein Grund dafür sein, jetzt ohne die Bürgerschaft zu beteiligen einen Schnellschuss los zu lassen. Allein die IKEK-Arbeitsgruppe kenne den Entwurf des Architekten zum Marktplatz, aber noch nicht einmal auf der öffentlichen Sitzung des Haupt-, Bau- und Finanzausschusses am 20. Oktober wurde das Projekt vorgestellt, so kritisiert Meyer.

Und er meint weiter, dass dort auch das von einem anderen Planungsbüro ausgearbeitete Verkehrskonzept für die Altstadt hätte öffentlich gemacht werden müssen, weil beide Projekte zusammenhängen.
Darüber hinaus wurden weder Ortsbeirat noch Seniorenbeirat angemessen wegen der Neugestaltung des Marktplatzes befragt, so Meyer, wobei besonders verwunderlich sei, dass Björn Erik Ruppel, der gleichzeitig Ortsbeiratsmitglied und Vorsitzender der IKEK-Arbeitsgruppe ist, den Entwurf nicht vor dem Ortsbeirat präsentierte.

Matthias Meyer zitiert aus dem Protokoll der IKEK-Arbeitsgruppe vom September, wenn er darauf hinweist, dass damals eine angemessene Bürgerbeteiligung gefordert und zugesagt wurde, „aber man hat nicht entsprechend gehandelt“.

Was schlägt Matthias Meyer vor: „Etwas zu beschließen, nur weil es hohe Fördergelder gibt, ist keine gute Idee.“ Auch gingen keine Fördermittel verloren, wenn im November nichts beschlossen würde. In der Konsequenz fordert er also für die Stadtverordnetenversammlung am 5. November, dass ein Beschluss zum Marktplatz ausgesetzt wird, solange unklar ist, ob die Linde die Neupflasterung überleben wird.

Zweitens solle nur dann etwas beschlossen werden, wenn vorher Anwohner und Bürgerschaft von ganz Laubach informiert werden und dann mitentscheiden. Und leider, so stellt Matthias Meyer fest, „besteht bei vielen Leuten in Laubach der Eindruck, dass bürgerliches Engagement nicht gewollt ist. Wer Vorschläge macht, die hilfreich sein könnten, bekommt negative Signale.
Ich werde weiter unbeirrt, unermüdlich und mit großem Optimismus tätig sein, damit in Laubach zukünftig anders gehandelt wird. Das wird möglich sein.“

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