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Vom Leierkasten bis zum Jazz – die Mischung beim Drehorgel-Festival ist ebenso bunt wie das Publikum

Die Organisatoren der Stadt und die Sponsoren.
Die Organisatoren der Stadt und die Sponsoren.
Laubach | Bereits zum Auftakt des 17. internationalen Drehorgelfestivals geht Laubach wieder einmal ganz eigene Wege. Das Ensemble Aventure präsentiert am 27. Juni im Eröffnungskonzert eine ungewöhnliche Instrumenten-Kombination. Bestehend aus Klavier, Schlagzeug und Orgel werden Werke von Bach oder Strawinsky so zu einem völlig neuen Klangerlebnis. Dargeboten wird „die Orgel auf Abwegen“ in der Katholischen Kirche, die beim diesjährigen Festival stärker als bisher eingebunden ist, da die Evangelische Stadtkirche wegen Renovierung geschlossen ist.
Gleichermaßen experimentell und hochkarätig ist auch das Konzert von Philipp Gerschlauer und Felix Roßkopf. Hier begegnen sich Saxophon, Orgel und Klavier um in Anlehnung an den Jazz miteinander zu improvisieren. Seinen bildnerischen Ausdruck findet dieses Konzert durch den Laubacher Künstler Josef Krahforst. Er wird die Musik vor Ort in Malerei umsetzen. Ein spannender Vorgang, sowohl für die Konzertbesucher als auch für die Künstler selbst.
Ein weiteres Highlight ist die Aufführung des Schauspielers Johannes Lang vom Stadttheater Gießen. Mit Patrik Süskinds Stück „Der Kontrabass“
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unterhält er sein Publikum in der Herrenscheune des Schlosses. Wer die Geschichte kennt, der weiß um die schauspielerische Herausforderung dieser Solo-Darbietung. Auf der Bühne steht ein frustrierter Bassist, der in einer Art Hassliebe Zwiesprache mit seinem Instrument hält und so rührend-komische Einblicke ins eigene Seelenleben gewährt.
Anspruchsvolle A-Cappella-Musik bringen zwei Chöre aus Friedberg zu Gehör. Unter der Leitung des Dekanats-Kirchenmusikers Ulrich Seeger wandeln die Chöre mit ihrem Repertoire einmal abseits ihrer sonstigen musikalisch-geistlichen Pfade.
Drehorgel und Zither werden vom Duo Saitenwind zusammengebracht. Der Theatermusiker Adrian Oswald und der Kirchenmusiker Daniel Herrmann inszenieren mit dieser Instrumentalisierung erstaunliche Klangwelten. Beide Musiker sind seit vielen Jahren durch zahlreiche Konzertreisen einem internationalen Publikum bekannt.
Die Drehorgel in all ihren Facetten wird auch in diesem Jahr das optische und akustische Stadtbild prägen. Beim Altstadtfest am 4. und 5. Juli geht es mit „Nostalgie und Orgelei“ zur Sache. 80 Drehorgelspieler aus ganz Europa verwandeln dann mit ihren Darbietungen die Laubacher Altstadt in das Berlin der zwanziger Jahre. Einige von ihnen kommen
Michaele Scherenberg.
Michaele Scherenberg.
bereits seit Jahren und sind nicht mehr wegzudenken. Neben den Gauklern und Hochrad-Artisten sind mehr als 50 Kunsthandwerker vor Ort, die ihr Können demonstrieren. Während die Veranstalter bei den Drehorgelspielern mehr Bewerber als Plätze haben, wird es bei den Handwerkern zunehmend schwieriger. „Die alten Handwerke sterben aus“, so Frau Regina Keil vom Arbeitskreis Orgelfestival.
Auch die bildende Kunst ist in diesem Jahr wieder vertreten. Das Kunst- und Kulturforum präsentiert in einer Ausstellung die Werke der Teilnehmer des Sommer-Kunst-Kurses. Darüber hinaus wird der Kasseler Holz- und Objektgestalter Torsten von Mackenesen öffentlich auf dem Marktplatz seine Kunst erstellen und verkaufen.
Das Steinauer Marionetten-Theater "Die Holzköppe", eines der ältesten, noch bestehenden Puppentheater in Deutschland, bringt die Bremer Stadtmusikanten auf die Bühne. Im Anschluss an die Vorstellung haben Kinder die Gelegenheit unter Anleitung Puppen zu basteln.
Märchenhaft geht es auch mit der Fernsehmoderatorin Michaele Scherenberg zu. Im gräflichen Weinkeller berichtet sie von Baumgeistern, Kräuterhexen und lässt alte Vogelsberger Sagen wieder lebendig werden. Musikalische Unterstützung erhält sie dabei von der Gruppe VaReKaTo, die mehrstimmig alte Volkslieder darbieten.
Adrian Oswald.
Adrian Oswald.
Wer Lust aufs Tanzen hat, der kann sich am Samstagabend mit dem Moderator Heinz Günter Heygen austoben. Bei der HR4-Party auf dem Marktplatz ist gute Laune und Kondition angesagt.
Kondition ist auch gefragt, wenn man das vielgestaltige Rahmen-Programm bewältigen möchte. Neben den Konzerten und dem bunten Markttreiben kann der Besucher sich bei den Drehorgelfachausstellern über die Herstellung von Notenbänder informieren oder sich von Jonglage und Zauberei verführen lassen. Die Modenschau zeigt Modelle von „Anno dazumal“ und die Moritatensänger haben Schauerliches zu berichten. In Zusammenarbeit mit dem Laubacher Gewerbeverein ist außerdem am 5. Juli ab 13 Uhr verkaufsoffener Sonntag.
Das komplette Programm samt Kartenreservierung gibt es im Internet.

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Michaele Scherenberg.
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Adrian Oswald.
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Die Friedberger Chöre.
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