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Vollsperrrung in Wetterfeld ist falsches Signal

Laubach | Laubach. Mit großer Zustimmung haben die Laubacher Liberalen in ihrer jüngsten Sitzung eine Initiative ihrer Stadtverordnetenfraktion begrüßt, die die Umstände rund um den Ausbau der Ortsdurchfahrt Wetterfeld problematisiert. Für die Liberalen ist es nicht nachvollziehbar, wie die Stadt Laubach, die an der Ortsdurchfahrt Wetterfeld angesiedelten Unternehmer – genannt seien die Tankstelle sowie das Geschäft für Motorradbekleidung – sehenden Auges in massive wirtschaftliche Schwierigkeiten laufen ließe, in dem sie ihnen den Kundenverkehr bereits am Münsterer Kreuz bzw. im Bereich der Kernstadt abschneide. Der Fraktionsvorsitzende der Laubacher FDP, Dr. Tim Metje, führte hierzu aus, dass „in einer Zeit, in der wir für jede Neuansiedlung eines Unternehmens in Laubach dankbar sein müssen, ist es das absolut falsche Signal, denjenigen, die diesen mutigen Schritt gehen, auch noch schwere Steine in den Weg zu legen.“ Hier, so Metje weiter, hätte es vielmehr schon frühzeitig einer wohlbalancierten Abwägung zwischen einer einspurigen Öffnung des Baustellenbereiches in Wetterfeld und der nun vollzogenen Vollsperrung über
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viele Monate, zwischen den Existenzsorgen der ortsansässigen Geschäftsleute in Wetterfeld und den Kosten einer zeitlich verzögerten Fertigstellung der Baumaßnahme bedurft. Stattdessen seien fahrlässig unternehmerfeindliche Entscheidungen getroffen worden, so Metje, die jetzt kaum noch zu korrigieren seien.
Katastrophal, so die Liberalen weiter, seien auch die in diesem Zusammenhang getroffenen Umleitungsregelungen. Ohne erkennbares System werden Auswärtige über das weit entfernte Hungen oder über Grünberg geleitet, während Ortskundige sich diverser Schleichwege und Abkürzungen bedienten, die weder für eine entsprechende Nutzung zugelassen, noch überhaupt baulich geeignet seien. Besonders kritisch sei in diesem Zusammenhang die Benutzung des durch das Laubacher Industriegebiet führenden Weges zwischen Laubach und Wetterfeld durch den Linien- und Schulbusverkehr zu sehen. Dieser Weg, so der Ortsverbandsvorsitzende der Laubacher Liberalen, Jochen Kilp, sei für eine derartige Benutzung – schon gar nicht über einen Zeitraum von mehreren Monaten – nicht geeignet. Stattdessen sei schon jetzt absehbar, dass die Wegsubstanz nach Beendigung der Bauarbeiten in Wetterfeld gänzlich zerstört sei und somit massive Kosten für die Wiederinstandsetzung auf die Stadt Laubach zukämen. „Die Einsparungen“, so Kilp wörtlich, „die wir in Wetterfeld durch eine verkürzte Bauzeit machen, holen uns, wenn wir den Weg komplett neu machen müssen, durch die Hintertür doppelt und dreifach wieder ein. Was dann am Ende des Tages zurückbleibt, sind fehlende Kunden für die ortsansässigen Wetterfelder Unternehmer und ein zerstörter Radweg.“ Gerade das aber, so der Laubacher Liberale weiter, kann sich eine Stadt, die die Schwerpunkte ihres Handelns im Tourismus und in der Wirtschafsförderung setzt und setzen muss, nicht leisten.
Hier so die Laubacher Liberalen unisono bestehe dringender Handlungsbedarf seitens des Magistrates sowie des neuen Bürgermeisters, den man hiermit zugleich zum entschiedenen Handeln auffordere.
Mit großem Beifall begrüßten die anwesenden Mitglieder indes die Wahl des Laubacher Liberalen Wolf Alzuhn an die Spitze des Fördervereins Diakoniezentrum Laubacher Stift e.V. Hierzu gratulierte ihm der Ortsverbandvorsitzende Jochen Kilp im Namen aller Mitglieder herzlich. „Es“, so Kilp „freut uns alle sehr, dass unser langjähriges gutes Verhältnis zum Förderverein, man denke nur an die aktive Teilnahme der FDP am Laubacher Schlossfest seit dessen Gründung – nach Dr. Ulrich Kammer nunmehr durch ein weiteren Vorsitzenden aus den eigenen Reihen gestärkt wird.“
Gleichsam positiv sprachen die Laubacher Liberalen sich auch für die Wahl des gemeinsamen Kandidaten von CDU, Freien Wähler und FDP für die Landratswahl, Siegfried Fricke, aus. Der bisherige hauptamtliche Kreisbeigeordnete habe über mehrere Jahre herausragende Arbeit geleistet, die immer auch durch großes Engagement für und zugunsten von Laubach gekennzeichnet gewesen sei. Seine nunmehrige Kandidatur für das Amt des Landrates werde daher seitens der Laubacher FDP ausdrücklich begrüßt.

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Kommentare zum Beitrag

Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 03.06.2009 um 10:54 Uhr
Ich bin bisher davon ausgegangen, dass es sich bei der Ortsdurchfahrt Wetterfeld um eine Landesstraße handelt. Und damit wäre ja meines Wissens das Amt für Straßen- und Verkehrswesen verantwortlich und nicht die Stadt?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Dr. Tim Metje

von:  Dr. Tim Metje

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Interessensgebiet: Laubach
Dr. Tim Metje
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