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Ein neuer Naturkindergarten für Laubach?

Laubach | Kinder, die einen Wald- oder Naturkindergarten besuchen, sind gesünder, haben weniger Unfälle und fallen sicherer. Anders als im Regelkindergarten sind sie die ganze Zeit im Freien und basteln sich ihr Spielzeug aus dem, was sie im Wald vorfinden. Nur für Extremwetterlagen muss eine Hütte o.Ä. bereitstehen.

In Laubach gibt es bisher zwei Waldgruppen der Oberhessischen Diakonie („Laubacher Stift“), eine in Freienseen Richtung Löbsackmühle und eine in Laubach bei der ehm. Grillhütte Nähe Froschloch. Nun gründeten Eltern aus Freienseen und aus anderen Laubacher Stadtteilen einen Verein „Naturkindergarten“, für den ab dem 1. August bereits um die 20 Anmeldungen vorliegen. Der neue Verein hat bereits ein Grundstück in Waldnähe Richtung Altenhain gepachtet.

Man sieht, das Konzept des Kindergartens im Freien findet immer mehr Anhänger. Das Land Hessen wird die üblichen Zuschüsse bezahlen, die Eltern zahlen auch etwas und die Stadt Laubach soll auch zahlen, weil der Betrieb von Kindertagesstätten zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde gehört.

Die Stadt Laubach „SOLL“ zahlen! Mit dem Antrag des Vereins Naturkindergarten befassten sich diese Woche Sozial- und Haupt-Ausschuss in einer gemeinsamen Sitzung, endgültig entscheiden wird die Stadtverordnetenversammlung am 23. Juni.

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Laubach (828)
Folgende Überlegungen wurden von den Stadtverordneten angestellt:

Einerseits: Wir haben doch schon die Waldgruppe der Diakonie in Freienseen. Wird es dort nicht dann ein Überangebot geben? Stattdessen bräuchten wir in Gonterskirchen Kindergartenplätze. Kann sich der Verein vielleicht dort ansiedeln? Und: 45.000.-€ städtischer Zuschuss wären für die neue Gruppe nötig, kann sich die Stadt das leisten? (Dieser Meinung ist auch eine Arbeitsgruppe des Magistrats, bestehend aus Bürgermeister Klug, Erster Stadträtin Hanak und Stadtrat Neuhäuser)

Andererseits: In Laubach ist die Nachfrage nach Kiga-Plätzen in einer Waldgruppe größer als das vorhandene Angebot, warum nicht die neue Initiative unterstützen? Und: Angesichts von 1,8 Mio €, die Laubach jährlich an die Oberhessische Diakonie für 408 Plätze in den Kindergärten zahlt, sollten doch 45.000.-€ jährlich für 20 Kinder möglich sein, oder?

Die Stadtverordneten sollten eine weise Entscheidung treffen – und die kann nur heißen: Die Kinder sind es uns wert!

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Kommentare zum Beitrag

Margrit Jacobsen
8.930
Margrit Jacobsen aus Laubach schrieb am 15.06.2020 um 12:41 Uhr
Tolle Idee und dann evtl. noch in Gonterskirchen, super! Wenn in den Verein auch "ältere Menschen ohne KiGaKinder" beitreten dürfen und Beitrag oder Spende erfreut und auch mal aktive Hilfe gefragt ist, wir sind dabei!
Hallo Lieber Leser
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von:  Hartmut Roeschen

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Interessensgebiet: Laubach
Hartmut Roeschen
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