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Luckner-Eiche ist wieder frei zugänglich

FDP-Fraktionsvorsitzender Tim Metje, Stadtrat Eberhard Roeschen, Laubachs Bürgermeister Claus Spandau und Bauamtsleiter Jörg Riddel beim Ortstermin.
FDP-Fraktionsvorsitzender Tim Metje, Stadtrat Eberhard Roeschen, Laubachs Bürgermeister Claus Spandau und Bauamtsleiter Jörg Riddel beim Ortstermin.
Laubach | „Jetzt sind die „Luckner-Eiche“ und auch der Ramsberg-Waldrandweg wieder frei zugänglich“, freute sich Laubachs Stadtrat Eberhard Roeschen am Mittwochnachmittag beim Ortstermin an Laubachs Hausberg, dem Ramsberg. Gemeinsam mit Laubachs Bürgermeister Claus Spandau (CDU), dem FDP-Fraktionsvorsitzenden Tim Metje und Bauhofleiter Jörg Riddel begutachtete er die abgestorbene Eiche, die nach einem General im Siebenjährigen Krieg benannt wurde. Die Eiche, die in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts langsam abstarb, bietet aber immer noch einen imposanten Anblick inmitten einer Ausflugsumgebung.
Ursprünglich hieß die Eiche „Königs-Eiche“ und die Laubacher feierten unter der mächtigen Krone das alljährliche Sedanfest, mit dem an den Sieg im deutsch-französischen Krieg und die folgende Reichsgründung 1871 erinnert wurde. 1922 wurde die „Königs-Eiche“ in „Luckner-Eiche“ umbenannt und eine eiserne Gedenktafel angebracht, auf der die Initiatoren, der Vogelsberger Höhenclub (VHC) genannt werden. Diese Tafel befindet sich heute im Museum Fridericianum. Professor Dr. August Roeschen, Großvater des Stadtrats Eberhard Roeschen,
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hatte zur selben Zeit einen Gedenkstein in die Erde unterhalb der Eiche setzen. Auf diesem Gedenkstein findet sich die Inschrift 21. März 1761 sowie zwei gekreuzte Schwerter, die auf die Schlacht hinweisen, die General Luckner dort führte. Die Erinnerung gilt General Nikolaus Luckner, der am 12. Januar 1722 in Cham/Oberpfalz als Kind bürgerlicher Eltern geboren wurde und sich Heerführer der Alliierten auf dem westlichen Kriegsschauplatz des siebenjährigen Krieges bewährt hatte. Im Verlauf des Feldzugs des Jahres 1761 kam es im mittel- und nordhessischen Raum zu verlustreichen Kämpfen. Am 21. März griff ein doppelt überlegenes französisches Heer unter Brigadegeneral Diesbach von Südwesten die Laubach verteidigende Streitmacht des Generals Luckner an. Der Überlieferung nach haben sich die Franzosen auf dem Hellenberg und die Deutschen auf dem Ramsberg gegenüber gestanden und mit Kanonen aufeinander gefeuert. Luckner musste schließlich die Stellung räumen, zog sich aber geordnet zurück und rettete nach einer Reihe von Gefechten bei Laubach und Grünberg die schwer bedrängte Armee des Herzogs Ferdinand von Braunschweig bei Nieder-Ohmen vor der völligen Vernichtung. So blieben auch Schloss und Stadt Laubach durch die rechtzeitige Räumung unzerstört.
Roeschen wies noch darauf hin, dass das Freischneiden der „Luckner-Eiche“ sowie des Ramsberg-Waldrandwegs ursprünglich auf einen Antrag der FDP-Fraktion im Stadtparlament zurückgeht. Bürgermeister Claus Spandau wünschte sich, dass viele Laubacherinnen und Laubacher die Wege nutzen mögen.

FDP-Fraktionsvorsitzender Tim Metje, Stadtrat Eberhard Roeschen, Laubachs Bürgermeister Claus Spandau und Bauamtsleiter Jörg Riddel beim Ortstermin.
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