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22 Nobelpreisträger und ein oberster Richter für die Freilassung von Dr. Binayak Sen aus Indien

Laubach | Die Laubacher amnesty international-Gruppe 1377 hat eine erfreuliche Nachricht in ihrem neuesten Fall des Dr. Binayak Sen aus Indien, für den sich die Gruppe seit Dezember 2008 einsetzt. Dr. Sen , 59 Jahre, wurde am 14. Mai 2007 verhaftet und wegen Begünstigung des bewaffneten maoistischen Widerstands vor Gericht gestellt. Er hatte mehrmals mit offizieller Erlaubnis der Behörden Gefangene besuchte, die sowohl medizinische Betreuung wie Rechtsbeistand brauchten. Nun gibt es durch den Druck der öffentlichen Meinung möglicherweise eine Wende in diesem Fall.

In der Zeitung The Hindu erschien vor wenigen Tagen ein Appell von Krishna Iyer, einem angesehenen früheren Richter am Obersten Gerichtshof, an den indischen Ministerpräsidenten. Er wies in seinem ausführlichen offenen Brief darauf hin, dass sich der prominente indische Arzt und Menschenrechtsaktivist Dr. Binayak Sen seit zwei Jahren im indischen Bundesstaat Chattisgarh unter fadenscheinigen Gründen in Haft befindet, so dass die Glaubwürdigkeit der indischen Demokratie Schaden nimmt. Er nannte es eine Schande für die indische Demokratie, dass international anerkannte Menschenrechtsverteidiger wie Dr. Binayak Sen als „Terroristen und Staatsfeinde“ bezeichnet werden, obwohl der bisherige Prozessverlauf seit 2008 gezeigt hat, dass ihm nichts vorgeworfen werden kann.

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Der frühere oberste Richter weist darauf hin, dass Dr. Binayak Sen als Anwalt der Armen Indiens gilt, da er sich vor allem für die medizinische Betreuung und den Rechtsbeistand der Advasi, der in Zentralindien beheimateten indigenen Bevölkerungsgruppen einsetzte. Er ist Vizepräsident der indischen Volksunion für Bürgerrechte (PUCL) und deren Generalsekretär für Chattisgarh. Auch international ist sein Einsatz anerkannt. Vor einem Jahr, im Mai 2008 haben sich in einer noch nie dagewesenen Aktion 22 Nobelpreisträger als internationale Berufskollegen in einer öffentlichen Erklärung für seine sofortige und bedingungslose Freilassung eingesetzt.

Am 29. Mai 2008 wurde er in Washington mit dem internationalen Preis „Jonathan Mann Award“ für globale Gesundheit und Menschenrechte ausgezeichnet.
Trotz seiner angegriffenen Gesundheit wird ihm weiterhin eine angemessene medizinische Behandlung verweigert und seine Freilassung auf Kaution abgelehnt, obwohl er sich selbst den Behörden gestellt hatte und keine Fluchtgefahr besteht . Die Laubacher Gruppe von Amnesty International wird mit Appellbriefen weiterhin Druck auf die indischen Behörden ausüben und sich für seine Freilassung einsetzen.

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