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Bürgermeister Klug tritt nicht mehr an - Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Laubach

Laubach | Laubach (-). Laubachs Bürgermeister Peter Klug tritt bei der Bürgermeisterwahl im Dezember 2020 nicht zur Wiederwahl an. Das erklärte er bei der Jahreshauptversammlung des Stadtverbandes der Freien Wähler am Mittwochabend im Jugendgästehaus vor rund 30 Mitgliedern, nachdem er am Nachmittag in einer Personalversammlung seine Mitarbeiter aus Rathaus und Bauhof und am Morgen die politischen Kooperationspartner der CDU informiert hatte.

„Nach Abschluss von zwei Wahlperioden und dann zwölf Jahren im Amt möchte ich mich 2021 neuen beruflichen Herausforderungen stellen“, kündigte er an und nannte vor allem persönliche und familiäre Gründe. „Meine Kinder leben seit eineinhalb Jahren im Ruhrgebiet, meine teils pflegebedürftigen Eltern im Landkreis Fulda. Ein Wahlkampf wäre für mich in dieser familiären Situation schwer leistbar und vorstellbar. Dafür braucht man den familiären Rückhalt und die Kraft, die ich in zwei Wahlkämpfen hatte und sehr erfolgreich nutzen konnte“, machte Klug deutlich. „Mir macht die Arbeit für die Bürger von Laubach und den Ortsteilen nach wie vor riesigen Spaß, aber man muss ein Wahlamt nicht 20 oder 30 Jahre ausführen und wie mancher an seinem Sessel kleben“, sagte der Bürgermeister. Ein Wechsel nach 12 Jahren sei aus gutem Grund in vielen anderen Staatsämtern in Deutschland (z.B. Bundespräsident) oder häufig im Ausland auch auf kommunaler Ebene gesetzlich vorgegeben. „Wechsel von Zeit zu Zeit sind gut für alle Beteiligten und bieten immer auch Chancen.“

Klug kündigte an, bis zum letzten Tag seiner Amtszeit Ende April 2021 mit voller Kraft für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung Laubachs zu arbeiten. Er wolle die erfolgreiche Entschuldung der Stadt ebenso fortsetzen wie den weiteren Ausbau der sozialen Angebote für ältere Menschen wie etwa den in Kürze startenden Bürgerbus, sich weiter für den Erhalt der guten ärztlichen Versorgung in Laubach einsetzen oder die Kinderbetreuung weiter ausbauen, die sich in seiner Amtszeit zu einer der besten im gesamten Kreis entwickelt habe. Für den weiteren Ausbau der Radwege, die Modernisierung der Feuerwehren, die weitere technische Erneuerung der Schwimmbäder und damit deren Erhalt werde er ebenso weiter vorantreiben wie das unglaublich erfolgreiche Leerstandsmanagement für Ortskerne und die Sanierung privater Altbauten.

„Damit ich dafür trotz familiärer Erfordernisse genügend Zeit und Kapazitäten habe, habe ich mich von anderen Ämtern und Positionen wie dem zeitaufwändigen Mandat im Kreistag getrennt“, teilte Klug der Versammlung mit.

FW-Vorsitzender Artur Niesner bedauerte die Entscheidung Klugs, äußerte aber Verständnis dafür und lobte dessen Menschlichkeit und Ehrlichkeit - generell als auch im Umgang mit dieser Frage seiner persönlichen und beruflichen Zukunft. Wenn auch die privaten und familiären Gründe für Klug ausschlaggebend seien, so werde das seit der Kommunalwahl 2016 gravierend negativ veränderte politische Klima in den städtischen Gremien sicher ein weiterer Grund für seine Entscheidung gewesen sein, vermutete Niesner. „Es gibt einige wenige Personen, die seitdem immer wieder durch unsachliche Ausfälle, persönliche Angriffe und oft wirklich hasserfülltes, zerstörerisches Agieren die Atmosphäre vergiften“, kritisierte der FW-Vorsitzende. Namentlich nannte er den FBLL-Stadtverordneten Dirk Hoffmann, der keine Gelegenheit auslasse, vor allem den Bürgermeister persönlich zu attackieren. „Eine kritische, in der Sache auch harte Oppositionsarbeit ist das eine und wichtig für unsere Demokratie auch in Laubach. Aber persönliche Vernichtungszüge, wie es Herr Hoffmann immer wieder versucht, seien auf Dauer nicht zu akzeptieren.“ Er schäme sich inzwischen als Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses und der Stadtverordnetenversammlung für Hoffmanns Ausfälle und dessen zerstörerische Versuche, Streit und Zwietracht zu säen.

Beim Bericht aus der Fraktion und dem Magistrat lobten die Mandatsträger die seit der Kommunalwahl 2016 praktizierte Zusammenarbeit mit der CDU. Sie laufe gut, professionell und verlässlich und sei inzwischen - nach schwieriger politischer Vergangenheit - von vertrauensvollem Umgang geprägt, im dem auch unterschiedliche Meinungen in Sachfragen in akzeptabler Form diskutiert werden können.

Bei der anschließenden Neuwahl des Vorstandes wurden Vorsitzender Artur Niesner, Stellvertreter Dr. Wolf-Dieter Schulz, Rechnerin Sabine Möller, Schriftführerin Jana Niesner, Lutz Nagorr für die Freien Jungwähler und Hans-Jürgen Seip für die Medienarbeit bestätigt. Neu sind als Team für Veranstaltungen Jens Kirschner, Marc Wittek und Dr. Ulf Häbel im erweiterten Vorstand aktiv. Kassenprüfer sind Bernd Schäfer und Josef Neuhäuser, ihr Stellvertreter Andre Sussmann. Als Delegierte für den Kreisverband wählte man Joachim M. Kühn, Klaus Rühl, Horst Lang, Sabine Möller, Andre Sussmann und Artur Niesner, für den Landesverband Stefan Möller und Peter Klug.

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von:  Günther Semmler

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