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FW/CDU-Koalition verhindert Vereins-/Kulturzentrum in Laubach

Laubach | 7. Dezember im Stadtparlament: schwarzer Tag für Laubach?

Hintergrund: Im Lauf des nächsten/übernächsten Jahres wird die Feuerwehr der Kernstadt in die Schottener Straße umziehen (Neubau für 4,5 Mio €). Daher beantragte die SPD, den alten Standort zum Kulturzentrum/ Vereinszentrum (mit Wohnungen und evtl. Gewerbe) umzubauen. Begründung: Hierfür fehlten in der Kernstadt geeignete Räume, da nur noch wenige Gaststätten kleinere Versammlungsräume für Vereine bewirtschafteten.

In der Sitzung des Stadtparlamentes lehnten die Partner FW und CDU (sie haben die gemeinsame Mehrheit) plus Grüne den Umbau des jetzigen Gerätehauses ab und beschlossen einen weitergehenden Alternativantrag zum ursprünglichen SPD-Antrag. Ergebnis: das Grundstück des Noch-Feuerwehrgerätehauses wird auf dem freien Markt für Investoren zum Verkauf angeboten. Die Nutzung soll sein: Gewerbe und Wohnungen. Kultur wird ausdrücklich nicht erwähnt. Der erhoffte Erlös von 200.000.-€ soll die Kosten des Neubaus in der Schottener Straße von 4,5 auf 4,3 Mio € verringern.

FBLL (Dirk Hoffmann) und SPD (Hartmut Roeschen) kritisierten heftig: "Sie wollen
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dieses Filetstück verscherbeln! Hier könnte die Innenstadt wirklich belebt werden! Warum haben Sie eigentlich extra eine Dezernentin für "Kultur und Tourismus" (Frau Diepolder) in den Magistrat gewählt, wenn Sie dann nichts Wichtiges für die Kultur tun?"

SPD, BfL, FBLL und FDP stimmten beim FW/CDU-Antrag mit "Nein", weil sie gern den ursprünglichen SPD-Antrag unterstützt hätten, dort nämlich Kultur, Vereinsversammlungen, Wohnen und Gewerbe zu ermöglichen. Aber er gelangte nicht mehr zur Abstimmung, weil ja vorher der andere Antrag von FW/CDU angenommen worden war.

Nach Meinung der Opposition wurde damit eine Riesenchance zur Belebung der Laubacher Altstadt vertan - leider.
Die anderen Maßnahmen im Rahmen des IKEK-Programmes seien vergleichsweise dazu nur kosmetische Maßnahmen, die fast nichts zur Belebung beitragen würden: Rollatorbahn in der Oberen Langgasse, Mitnehmebank auf dem Marktplatz.
Die Gründung des Kultur-/Vereinszentrums hätte nach Meinung der Sozialdemokraten die Riesenchance bedeuten können, WIRKLICH etwas für die Belebung des Stadtkerns zu tun !

Während der Debatte in der Stadtverordnetenversammlung wurde von Freien Wählern und CDU vorgebracht, ein Kulturzentrum würde auch "Folgekosten" mit sich bringen, sei also zu teuer.
Demgegenüber wies Hartmut Roeschen darauf hin, dass FW und CDU dafür sorgten, dass die Stadt Laubach jährlich mindestens 26.000.- Euro Folgekosten für die Dorfschmiede bezahlen werde, 18 Jahre lang, jeden Monat mehr als 2.000.- Euro.
Roeschen: "Wo bleibt die Gleichbehandlung? - Auf der Strecke."

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