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„Erfolgreiche, gemeinsame Kreispolitik fortsetzen“

Laubach | Landrätin Anita Schneider referiert auf Einladung der Freien Wähler über Schwerpunkte der politischen Arbeit im Kreis
LAUBACH-WETTERFELD (red). Das Fazit fällt positiv aus. Landrätin Anita Schneider (SPD) blickt auf fünf erfolgreiche Jahre einer gemeinsamen Arbeit in der Kreispolitik der Koalition von SPD, Die Grünen und Freie Wähler zurück. Auf Einladung des Kreisverbandes der Freien Wähler referierte Anita Schneider, die bei der Landratswahl am 14. Juni für eine neue Amtsperiode kandidiert, im Dorfgemeinschaftshaus Wetterfeld über Schwerpunkte des politischen Handelns im Landkreis Gießen. Die Verwaltungschefin zeigte dabei eine hohe Kompetenz in Sachfragen, überraschte die zahlreich erschienen Zuhörer mit neuen Erkenntnissen und Detailwissen und blieb auch in der abschließenden Diskussion mit dem Auditorium keine Antwort schuldig.
Die Palette der Themen war groß, mit der die Landrätin in der von Günther Semmler (Vorsitzender der Kreistagsfraktion der FW) moderierten Veranstaltung aufwartete. Von der Stärkung des ländlichen Raumes, der Breitbandversorgung im Landkreis, der Energiewende, der Ausbildung und Beschäftigung reichte das Portfolio an Informationen bis zur Sicherung der medizinischen Versorgung, Verkehrswesen und Feuerwehrangelegenheiten. „Kreispolitik ist für viele Menschen weit weg, obwohl sie täglich bei den Bürgerinnen und Bürgern anklopft, denn der Landkreis hat den Auftrag, die Kreiskommunen zu unterstützen , damit die Lebensverhältnisse in den Städten und Gemeinden vergleichbar sind“, lautete das Eingangsstatement der Landrätin. So sei die Stärkung des ländlichen Raumes mit Wirtschaftsförderung und Projekten wie dem Lahn-Radweg und dem Lahn-Wanderweg sowie die interkommunale Tourismus-Zusammenarbeit von Lich, Laubach, Hungen und Grünberg ein wesentlicher Schwerpunkt der Kreispolitik, die weitere Projekte umfasse. Die Errichtung eines Altbauberatungs- und Informationszentrums in Grünberg sei ein deutliches Zeichen, wie mit Ideen und Förderhilfen dem Leerstand in den Dorfzentren entgegengewirkt werden könne. Zu der strategischen Beratung zähle auch die Aufstellung einer Immobilienbörse sowie eine fachliche Unterstützung der Denkmalschutzbehörde. Integrierte Entwicklungskonzepte, z.B. im Hotel- und Gastronomiewesen, sollen die Attraktivität des ländlichen Raumes steigert. Kurt Hillgärtner, Vorsitzender des Vereins Gießener Land und Bürgermeister der Gemeinde Rabenau, sprach die Notwendigkeit an, mit zielgerichteten Maßnahmen und finanzieller Projektunterstützung den demographischen Wandel, die „Landflucht“ und den Häuser-Leerstand aufzuhalten. „Projekte müssen nicht immer in den Kernstädten geplant werden“, betonte Hillgärtner und verwies u.a. auf ein Nahversorgungskonzept in Laubach-Freienseen, Maßnahmen der Dorfentwicklung, die Förderung von Existenzgründungen und des Ausbaues eines Energie- und Ressourcenparks in Rabenau. Für Anita Schneider hat sich dabei auch der kreisweite Ausbau der Breitbandverkabelung zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. „Ende 2016 wird der ganze Landkreis vernetzt sein“, sagte die Landrätin und erklärte die Bedeutung des „schnellen Internets“ für die Wirtschaft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. „Das Modell der Breitband Gießen-GmbH ist in Deutschland einzigartig und hat dazu geführt, dass wir ein für alle Anbieter offenes Netz mit einer wirtschaftlich vernünftigen Lösung aufbauen“. Sehr deutlich und kompetent ergänzte Stefan Becker, Geschäftsführer der Breitband Gießen-GmbH, die Ausführungen der Landrätin und machte klar, wie komplex und schwierig die Abwicklung im Detail aussieht. „Der Landkreis hat sich rechtzeitig mit Anita Schneider an der Spitze als Schrittmacherin der Thematik „Breitband“ angenommen, wurde in den vergangenen Jahren ausgezeichnet geführt und kann heute bereits erfolgreich einen hohen Versorgungsgrad vermelden“, erklärte Stefan Becker. Laubachs Bürgermeister Peter Klug bestätigte, dass das Breitbandkonzept selbst die Anbindung entlegener Ortschaften wie Altenhain oder von Wochenendhausgebieten garantiere. Die Chance der Energiewende mit einem integrierten Klimaschutzkonzept und der Errichtung von ‚Nahwärme-Oasen‘ sprach die Landrätin ebenso an wie Strategien, den Fachkräftemangel zu beheben. Von Interesse waren auch die Erläuterungen zum Bau eines gemeinsamen Gefahrenabwehrzentrums von Stadt und Landkreis Gießen. „Mir ist es ein großes und sehr wichtiges Anliegen, den ländlichen Raum weiter zu festigen und zu entwickeln. Dabei benötigen wir eine Strukturpolitik, um Mobilität und Fortentwicklung zu garantieren, den Bau-Altbestand zu sichern und gleichzeitig kulturelle Anreize zu schaffen“, meinte die Landrätin abschließend. Eine ganz wesentliche Bedeutung nehme dabei die Reaktivierung der Lumdatal-Bahn sowie ein Anschluss der Horlofftal-Bahn mit einem dritten Gleis direkt nach Frankfurt ein.

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von:  Günther Semmler

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