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Kommentare zu: Wie Sie Wildvögel im Winter richtig füttern

11 Kommentare letzter Kommentar von Christine Weber (25.11.2015 17:02 Uhr)

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 25.11.2015 um 17:00 Uhr
Bisher haben wir Kohlmeise, Blaumeise und Sumpfmeise am Futterhaus. dazu kommen zwei Kleiber, Buchfinken und Bergfinken. Leider kommt bis zu fünf Mal am Tag auch der Turmfalke und bedient sich an den Vögeln. Manchmal habe ich keine Lust mehr zu füttern, man freut sich über die kleinen Vögel und schon werden sie getötet. Das hat bei den vielen Nisthilfen für Turmfalken nichts mehr mit natürlich zu tun.

Kommentare zu: Protest-Aufruf: Keine Jagd auf Haustiere!

17 Kommentare letzter Kommentar von Ilse Toth (05.03.2015 11:45 Uhr)

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 02.03.2015 um 10:49 Uhr
Zwar bin ich kein Jäger, aber als seit über dreißig Jahren aktiver Artenschützer kann ich diesen Artikel so nicht gelten lassen. Ich stehe in ständiger Verbindung mit einer größeren Zahl von Artenschützer in Deutschland und dem restlichen Europa. Und unsere Erfahrungen mit frei laufenden Katzen sind ganz andere. Die Katze jagt grundsätzlich alles was erreichbar ist und von der Größe her zu überwältigen ist. In unserer Natur ist ihr Einfluss schon gravierend, in so manchen Teilen der Erde hat sie mittlerweile unzählige Tierarten ausgerottet.
Eidechsen, Blindschleichen und Vögel in der näheren und weiteren Entfernung von Siedlungen haben unter diesem ständigen Verfolgungsdruck gewaltig zu leiden.
Kaum ein Jäger wird leichtfertig einen Hund abschießen. Das Verhältnis von Jäger und Hund ist von Zuneigung und Tierliebe geprägt. In seinem jagdlichen Alltag ist der Jäger auf die Zusammenarbeit mit seinem Hund angewiesen und schätzt ihn als Freund und Helfer.
Woher die Aussage in diesem Artikel kommt „Es sind nachweislich nicht die Haustiere, die Wildtiere in ihrem Bestand gefährden“ ist mir schleierhaft. Warum sonst kämpfen Artenschützer weltweit gegen verwilderte Haustiere. Ohne diesen ständigen aufopferungsvollen Kampf für die Wildtiere wären die Tiere auf Galapagos, den Seychellen, Neuseeland und anderswo längst verschwunden. Natürlich sind die Hauptursachen Zersiedelung und Wegfall von Lebensräumen. Aber auch die anderen Ursachen spielen eine entscheidende Rolle im Artenschwund. Wenn ein entlaufener Hund über Stunden Rehe oder Hirsche hetzt, ist das kein Kavaliersdelikt sondern ausgewachsene Tierquälerei. Und nur wenige dieser Hunde werden von Jägern bemerkt, und die wenigsten von diesen Überführten werden abgeschossen. Zum einen weil die Jäger Hunde lieben, zum anderen weil mit dem Abschuss eines Hundes grundsätzlich eine Menge Ärger verbunden ist.

Wer näheres zu diesen Themen wissen will, der sei auf mein neues Buch „Die verloren Vielfalt“ verwiesen.

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 02.03.2015 um 16:54 Uhr
Hallo, solchen Unsinn habe ich selten gelesen. Katzen haben überall auf der Welt eine Menge Tiere Ausgerottet. Und das ist wissenschaftlich belegt. Informieren Sie sich einmal außerhalb Ihres Katzenklubs. Auch ich hatte in meiner Jugend Katzen und habe gesehen, was die angeschleppt haben. Ihre heile Katzenwelt gibt es nicht. Mit Artenschützern haben Sie sicher keinen Kontakt. Das sind Menschen, die sich weltweit selbstlos um bedrohte Tiere kümmern. Sicher zweifeln sie auch die Millionen durch Katzen getöteten Vögel an, dass passt nicht in Ihre Welt. Wer nur die Interessen der Haustiere und ihrer Halter vertritt, kann sich kaum Tierfreund nennen.
Von einem der nicht nur Katzen und Hunde Liebt.

Zur verdeutlichung eine Artikel aus Spectrum, die bestimmt nichts mit der Jags zu tun haben
"Das Bild vom harmlosen Stubentiger oder Streuner, der nur gelegentlich eine Maus oder einen unvorsichtigen Spatz erbeutet, sich aber sonst an die Fleischtöpfchen seines Herrchens hält, muss wohl gründlich revidiert werden: Laut einer neuen Metastudie verursachen frei herumlaufende sowie verwilderte Hauskatzen die stärksten anthropogen verursachten Verluste unter einheimischen Wildtieren – mehr jedenfalls als Tod durch Jagd, unabsichtliches Vergiften oder Kollisionen an Freileitungen, Glaswänden, Fahrzeugen und Gebäuden. Diese Zahlen sind weitaus höher, als frühere Untersuchungen nahelegen, die bislang allenfalls von mehreren hundert Millionen Opfern ausgegangen sind.

Bis zu 3,7 Milliarden Vögel und 20,7 Milliarden Säugetiere sterben jährlich in den USA durch Klauen und Zähne der Katzen, kalkulieren Scott Loss vom Smithsonian Conservation Biology Institute in Washington und seine Kollegen nach Auswertung Dutzender Studien zum Thema aus den unterschiedlichsten Regionen der USA und Europas sowie in verschiedenen Tiergruppen. Betroffen sind davon nicht nur Hausmäuse oder Ratten, deren Bekämpfung durch Katzen wohl durchaus begrüßt werden dürfte: Unter den Opfern fanden die Biologen auch zahlreiche geschützte Arten wie Rubinkehlkolibris oder Hüttenlaubsänger, dazu Eichhörnchen, Hasenartige, Spitzmäuse und kleinere Raubtiere, die größenmäßig Katzen unterlegen sind. Dazu kommen mehrere hundert Millionen Reptilien und Amphibien, die ebenfalls von Katzen erbeutet werden.

Problematisch sei vor allem der ungleiche Wettbewerb zwischen den Katzen und Wildtieren: Erstere werden vielfach von Menschen gepflegt, medizinisch versorgt und gefüttert, selbst wenn sie verwildert in regelrechten Ex-Hauskatzenkolonien leben. Organisationen wie die American Bird Conservancy bemängeln, dass diese Tiere von lokalen Behörden und Tierheimen ebenso wie von Privatpersonen versorgt werden und so im Bestand noch weiter zunehmen. Schätzungen gehen davon aus, dass der Bestand an verwilderten Hauskatzen in den Vereinigten Staaten rund 60 Millionen Tiere betragen könnte, auf die die Mehrzahl der getöteten Vögel und Säuger zurückgeht. Gefährdete Arten im Umkreis derartiger Katzenkolonien unterlägen einem starken Konkurrenzdruck durch die Katzen und würden von diesen zusätzlich bedroht, so die Autoren.

Auch wenn bislang keine Art auf dem Festlandsgebiet der USA direkt durch Katzen ausgerottet wurde, so stellten die Tiere doch einen zusätzlichen negativen Einflussfaktor für gefährdete Spezies dar, den es zu beachten gelte, fordern Scott und Co. Auf Inseln haben die vermeintlich harmlosen Tiere bereits mindestens 33 endemische Arten vernichtet, weshalb sie zu den 100 schlimmsten invasiven Tierarten gerechnet werden. In den USA und Neuseeland fordern daher verschiedene Naturschutzverbände, dass Katzen nur noch im Haus gehalten werden sollen, um die Verluste an einheimischen Wildtieren zu verringern. In Europa stellt sich das Problem hingegen weniger schwer wiegend dar, da die lokale Fauna lange unter dem Verfolgungsdruck durch Wildkatzen stand und sich im Lauf der Evolution daran angepasst hat.
© Spektrum.de "

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 03.03.2015 um 09:37 Uhr
Die Zahlen sind Innhalt wissenschaftlicher Studien. Hätten Sie richtig gelesen, Hätten Sie gemerkt, das der Innhalt nicht von mir ist. Ob die Zahl der abgeschossenen Zahlen stimmt, möchte ich bezweifeln. Da sind Schätzungen verblendeter Jagdgegner.

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 04.03.2015 um 15:16 Uhr
Ein Katzenfreund hat anlässlich einer Diskusion gesagt, ist doch gut wenn meine Katze Vögel frissst, die scheißen mir dann nicht mehr aufs Auto. Damit ist für mich das Thema erledigt.

Sie reden mit gespaltener Zunge: Eine junge Ringelnatter peilt die Lage. Bei erwachsenen Exemplaren sind die beiden halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf meist Gelb bis Orange.

Kommentare zu: Faszinierend, scheu und völlig harmlos: Droht ihr Gefahr, spielt die Ringelnatter schon mal "toter Mann"

1 Kommentar letzter Kommentar von Kurt Orth (04.08.2014 09:13 Uhr)

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 04.08.2014 um 09:13 Uhr
Sehr informativer Beitrag, leider ist das Verhältnis der meisten Menschen zu diesen faszinierenden Tieren von Dummheit und Hass geprägt. Das hat sich dieses Jahr deutlich in Nürnberg gezeigt, wo etliche vom Aussterben bedrohte Kreuzottern von selbsternannten Helden erschlagen wurden. Zum Glück hat die Stadt Nürnberg vernünftig reagiert und das betreffende Gebiet abgesperrt.

Kommentare zu: Grüne Utopien schaden der Stromrechnung - Al-Wazir will Naturschutz aushebeln

1 Kommentar letzter Kommentar von Kurt Orth (19.07.2014 12:54 Uhr)

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 19.07.2014 um 12:54 Uhr
Waldzustandsbericht 2013

Es war das Jahr 1980, Meldungen über ein großes Waldsterben füllten die Schlagzeilen und Fernsehberichte. Innerhalb von zwanzig Jahren sei der größte Teil des deutschen Waldes abgestorben. Als Verursacher wurde einzig und alleine der Schadstoffausstoß ermittelt. Sofort wurden enorme Mengen Geld locker gemacht, um die Katastrophe abzuwenden. Schon in meinem vorletzten Buch „Die verlorene Vielfalt“ hatte ich auf die Hauptursache, nämlich den sinkenden Grundwasserspiegel hingewiesen.
Nach dem das Waldsterben genügend ausgeschlachtet war, wurde eine neue Katastrophe gebraucht. Findige Wissenschaftler ließen nicht lange darauf warten und präsentierten uns ein sich ständig vergrößerndes Ozonloch. Würde nicht sofort gegen gesteuert, wäre die starke Zuname von Hautkrebs zu erwarten.
Und es wurde mit großem finanziellen Aufwand reagiert und die Taschen von Wirtschaft und Forschung reichlich gefüllt. Und wo ist das große Ozonloch? Ohne großen Medienrummel hat es sich von alleine geschlossen. Behauptungen, nur das sofortige Handeln habe schlimmeres verhindert, sind kompletter Unsinn. Reagiert haben lediglich ein paar Staaten in Europa.
Aber es gibt ja noch genug abzusahnen. Uns droht angeblich ein verheerender Klimawandel, zur Abwehr sind wiedereinmal enorme Summen notwendig.
Was hat es mit diesem Klimawandel auf sich? Im Laufe der Erdgeschichte gab es schon immer große Klimaschwankungen, von denen einige große Auswirkungen auf das Leben auf der Erde hatten. Im Mittelalter war es in Europa mindestens genau so warm wie jetzt. Dann folgte eine Zwischeneiszeit, die nun zu Ende geht. Also ist die Weltweite Erwärmung zum überwiegenden Teil ganz normal. Im Jahr 2006 stand ich in Libyen am ehemaligen Hafen von Leptis Magna. Hier unterhielten die Römer vor knapp zweitausend Jahren einen schwunghaften Handel. Und wo sah ich diesen Hafen? Ein ganzes Stück landeinwärts. Damals war der Meeresspiegel höher wie heute.
Dem ungeachtet hat der Mensch aber doch einen zusätzlichen Einfluss auf das Klima der Erde. Die wirkliche Ursache ist das explosive Bevölkerungswachstum. Das hatte schon in den siebziger Jahren Professor Dr. Bernhard Grzimek festgestellt und wurde von den Kirchen dafür wüst beschimpft. In der Folge dieser Überbevölkerung werden wir die Zerstörung der Regenwälder kaum verhindern können, was das für das Klima und den Sauerstoffhaushalt der Erde bedeutet, ist schwer auszumalen.
Diese Thematik wird aber kaum erörtert, zusätzliche Menschen bedeuten zusätzlichen Gewinn. Auf den wollen weder Wirtschaft noch Politik verzichten.
Was sollten wir daraus für die Zukunft lernen? Auf jeden Fall alle Horrormeldungen, egal von wem sie verbreitet werden, erst einmal kritisch sehen und die Hintergründe genau beleuchten. Wer weiß, wo wieder der große Reibach gemacht werden soll? Es ist äußerst schade, dass durch unseriöse Übertreibungen und reißerische Panikmache die Sensibilität für wirkliche Probleme schwindet.

Kurt Orth

Kommentare zu: Das vermeidliche Ende eines Rehbocks...

15 Kommentare letzter Kommentar von Ilse Toth (07.04.2013 23:48 Uhr)

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 07.04.2013 um 09:54 Uhr
Es ist gerade eine Woche her, bei einem Spaziergang im Freienseener Mühlental kam mir am Waldrand ein weibliches Reh entgegen, welches völlig außer Atem war. Kurz dahinter ein Hund, der dem verängstigten Tier folgte. Weit und breit war kein Besitzer des Hundes auszumachen. Immer wieder hört man von uneinsichtigen Hundehaltern "mein Hund wildert nicht". Tierliebe sieht anders aus.

Kommentare zu: Mein neues Buch (Die verlorene Vielfalt)

2 Kommentare letzter Kommentar von Kurt Orth (13.01.2013 10:33 Uhr)

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 13.01.2013 um 10:33 Uhr
Wenn Sie schon so ausführlich kommentieren, sollten Sie vielleicht erst lesen. Keineswegs habe ich behauptet, früher war alles besser. Seit vielen Jahrzehnten habe ich an einer Menge Kartierungen der Amphibien und Reptilienbestände in Hessen mitgearbeitet. Daher habe ich einen genauen Überblick über die Bestandsentwicklung der letzten Jahrzehnte. Das Wasser der Bäche ist zwar sauberer geworden, die Vielfalt der Bewohner ist aber keineswegs gestiegen. Wissen Sie, dass der so possierliche Waschbär die letzten Edelkrebsbestände vernascht? Wissen Sie was die Grundwasserentnahme im Vogelsberg anrichtet? Freuen Sie sich, wenn in einem Waldgebiet noch ausreichen Hirsche leben. Im größten Teil Deutschlands ist das leider nicht mehr der Fall.
Die Bestände an Wieseln sind dramatisch eingebrochen und Rebhuhn und Raufußhühner sind fast gänzlich verschwunden. Man muss schon genau hinsehen, um das ganze Ausmaß der Verarmung zu erkennen.

Kommentare zu: JETZT REICHT ES !!!!!!! Zur geplanten Steuererhöhungen der Stadt Laubach

20 Kommentare letzter Kommentar von Kurt Orth (12.01.2013 13:13 Uhr)

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 12.01.2013 um 13:13 Uhr
Der Rettungsschirm für Laubach, Bundesländer und Staaten.

Warum braucht plötzlich alles einen Rettungsschirm? Sind über Nacht wichtige Einnahmen ausgeblieben?
Städte, Länder und Staaten bekommen von Ihren Bürgern Steuern und Abgaben um das Gemeinwesen am Laufen zu halten und der Allgemeinheit Dienstleistungen anbieten zu können. Dabei ist es Ihre vornehmste Pflicht, mit dem Geld der Bürger vernünftig zu Haushalten und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.
Wenn nun schon eine kleine Gemeinde wie Laubach einen Schuldenberg von 31,5 Millionen Euro anhäuft, kann es mit dem vernünftigen Haushalten nicht weit her gewesen sein.
Ganz offensichtlich wurde äußerst fahrlässig mit dem Geld der Steuerzahler umgegangen. Für Luxus- und Prestigeprojekte kann nur der Geld ausgeben, der zuviel davon hat. Wählerstimmen durch bestimmte Ausgaben gewinnen zu wollen ist äußerst fahrlässig und genau genommen unredlich.
Mit neuen Aufgaben durch das Land zu argumentieren ist lediglich eine Ablenkung von den eigenen Fehlern. Seit vielen Jahrzehnten lebt Laubach über seine Verhältnisse und ein Großteil der Stadtverordnetenversammlung trägt dafür die Mitschuld, niemand sollte verprellt werden um die eigene Wiederwahl nicht zu gefährden.
Und nun soll der geprellte Steuerzahler schon wieder für den ganzen Unfug aufkommen, Steuern und Abgaben zu erhöhen fällt den Herrschaften offensichtlich leichter wie Sparen.
Zusätzlich werden die Bürger noch durch zusätzliche Geschwindigkeitskontrollen zur Kasse gebeten. Würden diese Kontrollen an gefährlichen Stellen durchgeführt, hätte keiner was dagegen. Einträglicher sind sie aber an Einfallstraßen, wo noch kein oder kaum Fußgängerverkehr herrscht.
So wird ein wichtiges Instrument zur Erhöhung der Verkehrssicherheit als Geldquelle mißbraucht und verliert an Akzeptanz.
Zum Beispiel die Pflege der Laubacher Anlagen und Grünflächen sollte genau so wie in den Stadtteilen von den Bürgern erledigt werden, oder ist das den Bürgern der Kernstadt nicht zuzumuten?
Nur wen alle am gleichen Strang ziehen, lassen sich die Ausgaben in den Griff bekommen. Hier sollten die Stadtverordneten zeigen was sie wert sind, sinnlose Querelen bei der Stadtverordnetenversammlung bringen uns nicht weiter.
















Artikel vom 09.10.2012 - 14.39 Uhr
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Laubach unterm Rettungsschirm: Steuern steigen
Laubach (vh). Morgens um »kurz« nach sieben in Laubachs Rathaus: Es tagt eine interfraktionelle Arbeitsgruppe im Geheimen, anschließend der Haupt- und Finanzausschuss öffentlich. Einziges Thema: Nachbearbeitung des »Konso-Programms« zur Aufnahme untern Schutzschirm des Landes. Ein Ergebnis: Die Steuern steigen.
Rund 7,5 Mio. Euro erhält Laubach aus Wiesbaden, wenn es sich den Vorgaben für den »Rettungsschirm« beugt. Eine Folge davon: Die Bürger müssen höhere Steuern zahlen. (tb/Foto: dpa)
Allerdings: Die vor den Sommerferien avisierte Breitseite gegen eine größere Zahl der Laubacher Bevölkerung umschiffte das Gremium galant. Die zuvor angepeilte Schallmauer von 400 Prozent beim Hebesatz für die Grundsteuer B und Gewerbesteuer wurde nicht durchbrochen. Einstimmig, bei drei Enthaltungen von CDU und SPD, empfahl der HFA dem Stadtparlament die Erhöhung der Gewerbesteuer von 350 auf 370 Prozent netto, der Grundsteuer B von 290 auf 330 Prozent und der Grundsteuer A (Landwirtschaft) von 330 auf 360 Prozent. Das letzte Wort hat die Stadtverordnetenversammlung.
Unverhofft: 200 000 Euro Fördermittel

Bürgermeister Peter Klug (parteilos) gab seiner Hoffnung Ausdruck, das Parlament möge dann eine breite Mehrheit finden, denn die Bedingungen des kommunalen Schutzschirms hätten weitreichende Konsequenzen über mehrere Legislaturperioden hinweg. Das werde kein Nullsummenspiel geben, weder für die Verwaltung noch Laubachs Bevölkerung. Bestätige das Parlament den Beschluss pro Schutzschirm, werde das Konsolidierungsprogramm nach seiner ersten Ablehnung durchs Finanzministerium (»so kein Etatausgleich bis 2020«) in Wiesbaden erneut vorgelegt. Falls die Stadt hernach zu Vertragsgesprächen über den Schutzschirm eingeladen wird, wünschte sich Klug eine Delegation aus Vertretern aller Fraktionen.

Stadtverordnetenvorsteher Joachim Michael Kühn (FW) nannte das Vorgespräch zur HFA-Sitzung »konstruktiv«, die Unterlagen für den Nachtrag zum Schutzschirm »Fleißarbeit der Verwaltung«. Im Zeitraum der mit dem Land von 2013 bis 2020 zu vereinbarenden Vertragslaufzeit wird Laubach verpflichtet, Millionen einzusparen. Allein 240 000 Euro (insgesamt) betrage die Kürzung des Tourismuszuschusses um 30 000 Euro jährlich auf künftig 75 000 Euro. Weitere 40 000 Euro Minderausgaben bringe der Stopp von Vereinszuschüssen für Sportheim- und Sportplatzunterhaltung. Der Magistrat habe diesbezüglich die Gleichbehandlung aller betroffenen Vereine noch sicherzustellen, sagte Kühn. Weiter solle auf den Prüfstein, ob es Sinn macht, städtische Gesellschaften (GmbH) in die öffentliche Verwaltung zurückzuführen.

Kühns zentrale Information betraf vom Land mutmaßlich abzurufende Fördermittel in Höhe von 200 000 Euro für die Betreuung der unter Dreijährigen. Davon habe die Verwaltung erst kürzlich erfahren. Deswegen könne die Anhebung der Steuersätze deutlich niedriger ausfallen als zuvor geplant. Bis 2020 wolle die Stadtverwaltung überdies vier Stellen streichen. Für die Pflege öffentlicher Grünflächen möchte Laubach seine Ortsbeiräte und Bürger gewinnen.

Hartmut Roeschen (SPD) gab zu bedenken, dass das großzügige Fördergeld derweil noch nicht auf dem städtischen Konto liege, wo es hoffentlich hingelangen werde. Der ganze Schutzschirmzauber wäre unnötig, wenn das Land eine »vernünftige Finanzmittelzuweisung« vornähme. Dr. Mike Rinker (CDU) sagte, die CDU habe gleich davor gewarnt, die Konsolidierung im Einstiegsjahr mit 80 Euro pro Einwohner anzusetzen. Man hätte ferner den Fokus stärker auf die Ausgabenseite legen sollen als über Mehreinnahmen bei Grund- und Gewerbesteuer zu diskutieren. Dr. Ulf Häbel, Fraktionschef der Freien Wähler, skizzierte den künftigen Weg Laubachs mit »Sparen, so gut es geht und moderate Steuererhöhungen«.

Der Bürgermeister bilanzierte, dass, schaue man auf die Zeit vor den Sommerferien, letztendlich diese Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses zum Ergebnis habe, die 400 Prozent zu vermeiden und gleichzeitig 200 000 Euro zu erhalten.

Kommentare zu: Feldpost ( I ) - Verdun

2 Kommentare letzter Kommentar von Christian Momberger (24.07.2011 22:58 Uhr)

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 01.07.2011 um 18:31 Uhr
Auch mein Großvater war in Verdun und Somme und hat mir als Kind viel über die Grausamkeit des Grabenkrieges erzählt. Jahre später habe ich mir die ehemaligen Schlachtfelder angesehen und konnte mir durch Großvaters Erzählungen ein Bild dieses Grauens machen.

Kommentare zu: Frischfisch-Transporter

5 Kommentare letzter Kommentar von Adelbert Fust (27.03.2011 22:09 Uhr)

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 27.03.2011 um 20:39 Uhr
Ohh wie lecker

Kommentare zu: Einsamer Übernachtungsplatz in der Sahara

9 Kommentare letzter Kommentar von Kurt Orth (26.03.2011 08:30 Uhr)

Kurt Orth
Kurt Orth schrieb am 26.03.2011 um 08:30 Uhr
Das haben wir vor fünf Jahren auch gemacht. Ist ein tolles Erlebnis, man ist alleine mit der Natur und der Stille.

Kurt Orth

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