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Ausstellung in Cleeberg am 4. und 5. April 2009

Langgöns | Langgöns-Cleeberg: Wie schon angekündigt veranstaltet der Freundeskreis für Brauchtum und Geschichte unter dem Motto „Trachten, Truhen, Töpfe“ am 4. u. 5. April im örtlichen Bürgerhaus eine Ausstellung. Die umfangreichen Vorbereitungen laufen seit Wochen. Liebhaber, Sammler und alle anderen Interessenten von vorgenannten früherer Gebrauchsgegenstände sollten sich schon jetzt den Termin vormerken, denn es gibt außergewöhnlich schöne Exponate aus Uromas und weiter zurückliegenden Zeiten zu bestaunen.
Bei den über 20 Trachten aus dem gesamten Hüttenberger Raum handelt es sich um Kinder-, Mädchen- und Frauengewänder in einfacherer Alltags- wie in prachtvoller Sonn-, Fest- und Feiertagsausstattung, besetzt mit Schmuckbändern, Schleifen, Perlen, Pailletten und Stickereien. Natürlich können die jeweils dazu passenden Teile wie u.a. Schnallenschuhe, Schultertücher, Kopfbedeckungen, Seidenschürzen und auch eine Brautkrone bewundert werden. Alle Stücke sind einst getragene Originale in gepflegtem Zustand, drapiert an Schaufensterpuppen und Torsos sowie ausgelegt. Die zur Ansicht kommenden kostbaren Trachten stellt freundlicherweise Udo Krause/Cleeberg aus seiner in 35 Jahren liebevoll zusammengetragenen umfangreichen Privatsammlung zur Verfügung.
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Auf großes Interesse bei den Besuchern stoßen sicher auch die zur Schau gestellten Koffer, wie je eine Reise-, Diele-, Stuben-, Spielzeug-, Hochzeits- und Geldtruhe, gefertigt aus Holz, Leder oder Metall überwiegend im 19. Jahrhundert. Bis auf die kunstvoll bemalte Ebersgönser Hochzeitstruhe sind alle anderen Cleeberger Leihgaben. Ein ganz außergewöhnliches prunkvolles Exemplar ist dabei die 90 cm breite, massiveiserne Geldtruhe, reich verziert mit Rosetten, anderen Blütenornamenten und sogenannten Perlstäben. Nach Expertenaussage kann die um 250 Jahre alte Truhe nur aus einem der Schlösser von Versailles stammen, verwendet von einer hohen Persönlichkeit als Generalsstabs- oder Kriegskasse. Die Außendekoration, rote Innenfarbgebung, Restvergoldung an manchen Teilen und die erstaunliche Verriegelung würden darauf hinweisen. Gefunden wurde die Truhe einst von einem Vorfahren der heutigen Cleeberger Besitzerin in einem Waldstück zwischen Brandoberndorf und Grävenwiesbach; ob mit oder ohne Inhalt (wahrscheinlich)ist nicht überliefert.
Unter dem Sammelbegriff Töpfe sind bei der Ausstellung auch faszinierend
schöne, zumeist nur an Fest- und Feiertagen benutzte Gegenstände aus Küche wie guter Stube zu betrachten, so bunte handbemalte, emaillierte Kaffeekannen, Kaffeekessel und Hochzeitseimer aus dem späten 19. Jahrhundert. Dazu werden noch Teile von alten Porzellan- und Steingutservicen, wie auch Blautöpfe zur Freude der Besucher beitragen.
Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, dem 4. April um 14 Uhr durch den Schirmherrn Bürgermeister Horst Röhrig, wie mit Spinnstubenliedern vorgetragen durch den Cleeberger Frauenchor. Um 19 Uhr wird geschlossen. Sonntags am 5. April sind die Türen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Über eine Besucherspende von 3 Euro pro Erwachsenem freut sich der Veranstalter. Für das leibliche Wohl halten fleißige Helfer im Nebenraum Kuchen, Kaffee, Fettebrote, Bier und alkoholfreie Getränke bereit. Da die Verantwortlichen vom Freundeskreis bemüht sind seinen willkommenen Gästen aus Nah und Fern nur hausgebackenen Cleeberger Kuchen anzubieten, wäre es hilfreich noch einige Kuchenspenden zu bekommen, wofür man sich schon jetzt herzlich bedankt. Hierzu bitte melden bei: Nanni Schmidt/Tel. 06085/970263 oder Helga Block /Tel. 06085/2315.



Die Cleeberger Heimatkundlerin Helga Block ist davon überzeugt, dass die kostbare Truhe während der Zeit der Koalitionskriege (1792-1806) in die hiesige Gegend gelangte. Die beiden letzten Cleeberger Amtmänner Liebknecht (Hessen-Darmstadt) und Stein (Naussau) berichteten an ihre Landesherren ausführlich über die verheerende Zeit, in der sich zigtausende französische Soldaten und andere in den Ortschaften und Wäldern des nördlichen Taunus aufhielten. Genannt werden dabei mehrmals u.a. die Dörfer Grävenwiesbach und Brandoberndorf, sowie namentlich 5 französische Generäle. Berichtet wird auch von Überfällen auf französische Wagenfuhren mit Karren voller Gold unter Beteiligung von Bauern aus der Umgebung.

 
 

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von:  Lisa-Marie Watz

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Interessensgebiet: Langgöns
Lisa-Marie Watz
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