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Bauern und Jäger sollen sich über Schweinepest informieren

Langgöns | Eine Informationsveranstaltung unter der Überschrift „Bekämpfung der Klassischen Schweinepest“ findet am kommenden Sonntag, 8. März, um 10 Uhr, im Bürgerhaus Langgöns statt. Der für Veterinärwesen und Verbraucherschutz zuständige hauptamtliche Kreisbeigeordnete Siegfried Fricke ruft insbesondere Jagd-Ausübungsberechtigte und Landwirte dazu auf, an dieser durch das hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) für die Landkreise Gießen und Wetteraukreis organisierte Informationstreffen teilzunehmen.
In einer Pressemitteilung informiert Fricke über die Hintergründe. Aufgrund aktueller Schweinepest-Ausbrüche bei Wildschweinen in Nordrhein-Westfalen (NRW) und Rheinland-Pfalz (RP) warnt das HMUELV die hessischen Landwirtinnen und Landwirte vor der Gefahr eines folgenschweren Seuchengeschehens. Über eine Ausbreitung des Erregers innerhalb der Schwarzwild-Population sind insbesondere die in den betroffenen Ländern angesiedelten Schweinehaltungsbetriebe einer akuten Gefährdung ausgesetzt. Von der Klassischen Schweinepest bei Wildschweinen betroffen sind derzeit Teile von Nordrhein-Westfalen (NRW). Aktuell dazu gekommen ist Anfang Februar 2009 auch das rechts-rheinische Gebiet von Rheinland- Pfalz (RP). Somit ist neben NRW jetzt auch RP von der Wildschweine-Pest betroffen.
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Die Erfahrungen in Bundesländern, die von der Schweinepest bei Wildschweinen betroffen sind, haben gezeigt, dass es von elementarer Wichtigkeit ist, die Schwarzwildbestände bereits vor Eintritt eines Seuchenfalles drastisch zu reduzieren. Insbesondere im Jungtierbereich sind starke Eingriffe notwendig, da diese Altersklasse zu den Hauptüberträgern der Schweinepest gehört.
Das Seuchengeschehen hatte sich bisher nur auf ein eng umschriebenes Gebiet in NRW beschränkt, jetzt ist auch RP hinzugekommen. Das HMUELV hat deshalb per Erlass eine verstärkte Überwachung der Schwarzwild-Population im Grenzgebiet zu Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen angeordnet. Betroffen sind die Landkreise Limburg-Weilburg, Lahn-Dill-Kreis, Hochtaunuskreis und Rheingau-Taunus-Kreis sowie Teile der Kreise Waldeck-Frankenberg, Marburg-Biedenkopf, Gießen, Wetteraukreis, Main-Taunus-Kreis und die Stadt Wiesbaden. In diesen Gebieten wird zukünftig eine verstärkte Untersuchung der erlegten Wildschweine auf Schweinepest erfolgen, um eine möglichst frühzeitiges Erkennen der Seuche in der Schwarzwild-Population zu ermöglichen.
Um dem Risiko einer Seucheneinschleppung entgegenzuwirken, muss seitens der landwirtschaftlichen Betriebe in Hessen ein Höchstmaß an Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Darunter fallen unter anderem die Beschränkung des Personenverkehrs, die Durchführung von Desinfektionsmaßnahmen an den Stalleingängen, die Bereitstellung betriebseigener Stallkleidung (beispielsweise für Tierarzt, Zuchtwart, und Betriebsberater) sowie die konsequente Bekämpfung von Schadnagern. Außerdem sind Futtermittel und Einstreu für Wildschweine unzugänglich zu lagern.
Ein Übergreifen der Seuche auf Hausschweinebestände hätte katastrophale Folgen für die betroffenen Landwirte durch Tötung der Bestände und Sperrmaßnahmen in den betroffenen Landkreisen. Es drohen darüber hinaus umfangreiche Handelrestriktionen der Europäischen Union, die nicht nur für die betroffenen Gebiete sondern für ganz Deutschland weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen haben könnten. Der Handel mit lebenden Schweinen und Schweinefleisch wird in diesen Fällen drastisch eingeschränkt. Die volkswirtschaftlichen Schäden, die durch die Schweinepest entstehen, würden in die Millionen Euro gehen. Es müssen daher alle nach dem Jagdrecht in Betracht kommenden Möglichkeiten zur Bestandsreduzierung des Schwarzwildes genutzt werden, um ein Übergreifen der Seuche auf Hausschweinebestände zu verhindern.
Die erforderlichen Schutzmaßnahmen sollen im Rahmen der oben genannten Informationsveranstaltung für Schweinehalter und Jagdrevier-Inhaber erläutert werden. Alle Schweinehalter und Jagdberechtigte fordert Fricke dazu auf, die für den Landkreis Gießen organisierte Veranstaltung zu besuchen und sich über die notwendigen Maßnahmen zu informieren.

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