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Knöpfe im Ohr

Langgöns | Als aktiver Fahrradfahrer bin ich häufig im Giessener Land mit dem Rad unterwegs.

Was mir in diesem Jahr leider zunehmend auffällt, sind Walker, Jogger, Spaziergänger mit "Knöpfen im Ohr". Dies bedeutet für mich, dass ich ganz oft weder mit der Fahrradklingel noch durch lautes Rufen die betreffenden Personen für mich und mein Fahrrad sensibilisieren kann.

Höhepunkt dieser Erlebnisse war zwischen Langgöns und Linden eine junge Frau auf Skatern, die gleichzeitig noch zwei Hunde unangeleint hinter sich herlaufen liess. Erst 2 Meter vor ihr "erreichte" sie mein lautes Rufen: ich hatte mittlerweile mein Rad auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen müssen. Sie reagierte im ersten Moment total erschreckt und danach schuldbewusst.

Auch Fussgänger, Walker, Jogger sind Verkehrsteilnehmer, die sich meinem Verständnis nach nicht komplett in ihre eigene Welt der Musik oder etc. zurück ziehen dürfen.

Haben Sie ähnliches erlebt, freut mich ein Kommentar.

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Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
11.635
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 28.07.2013 um 14:15 Uhr
Allerdings, am Samstagvormittag, eine junge Radfahrerin (kein Kind) mit großen Kopfhörern am Ohr, biegt aus dem Philosophenweg nach links ab auf die Eichgärtenallee und bleibt auf der rechten Fahrbahnseite, wo kein Radweg ist. Auf der linken Seite gibt es einen Rad- und Fußweg, der sicherer wäre, als auf der Fahrbahen zu fahren. Für mich, der lange Zeit auf Hörgeräte angewiesen war und mehr mit den Augen hören und sehen musste, als wie mit den Ohren was hören, absolut unverständlich. Inzwischen habe ich rechts und links zwei Implantate, die mir fast normales Hören ermöglichen.
Ob sie wahrgenommen hat, was um sie herum war, ich glaube es nicht, so selbstvergessen wie sie daher fuhr, mal abgesehen davon, dass eine gewisse Lautstärke an den Kopfhörern auf Dauer ja auch die Hörfähigkeit beeinträchtigen kann.
Nicole Freeman
7.248
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 28.07.2013 um 15:16 Uhr
Jedes Jahr verungluecken unzaehlige menschen weil sie denken, selbst mit knopf im ohr alles mit zu bekommen. Solch ein verhalten ist einfach lebensgefaehrlich ! Sehr oft sehe och die dinger bei joggern und radfahrern am Lahnufer . da ist es mir egal. Wer aber im Strassenverkehr teilnimmt ob zu fuss oder mit raeder sollte seine umgebung auch warnehmen koennen. die kopfhoerer gefaehrden nicht nur den traeger sondern auch alle anderen im strassenverkehr. erst kuerzlich ist mir ein junge ca 13 bis 15 jahre mit seinem fahrrad und knopf im ohr beinahe ins stehende auto gefahren. Ich stand an einer kreuzung und wartete den gegenverkehr ab als der junge mann einfach auf die strasse fuhr. sein erschrockenes gesicht sprach baende. der hat mit sicherheit nichts von seiner umwelt mitbekommen. man sollte viel mehr ueber diese gefahr sprechen.
Andrea Mey
9.759
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 28.07.2013 um 21:35 Uhr
Ja, ich habe mich schon oft über die verstöpselte vorwiegend junge Gesellschaft geärgert.
Auch ich bin begeisterte Radfahrerin und habe immer wieder ähnliche Erlebnisse und Beinahe-Zusammenstösse, wie im obigen Artikel erwähnt.
Erst kürzlich war aus aktuellem Anlass ein Bericht im Fernsehen, der genau das wiedergab, was Nicole oben erwähnt hat.
Im Übrigen stelle ich mir immer wieder die Frage, ob unsere Umwelt denn ohne Musik so unerträglich geworden ist?
Gerade im Wald und in der Natur sind so viele schöne Geräusche zu hören - das Rauschen des Windes, das Plätschern eines Baches,
Vogelgezwitscher - wie will man mit Kopfhörern oder Ohrstöpseln die Natur erleben?
Mir tun all die Menschen leid, die so sehr in sich und ihre Musik versunken sind und sich dadurch komplett von ihrer Unwelt abschotten.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Martin Lischka

von:  Martin Lischka

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Interessensgebiet: Langgöns
Martin Lischka
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