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Gallus Druckmaschinen GmbH ist Ausbildungsbetrieb des Jahres 2008

Langgöns | „Wer auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ausbildet, schafft eine Perspektive für die Zukunft und kann auf Fachkräfte zurückgreifen, wenn es wieder aufwärts geht. Seit Jahren hat die betriebliche Aus- und Weiterbildung bei der Gallus Druckmaschinen GmbH einen hohen Stellenwert, der trotz Stellenabbau stetig weiter ausgebaut wird.“ Stellvertretend für alle Ausbildungsbetriebe im IHK-Bezirk Gießen-Friedberg übergaben IHK-Vizepräsidentin Dr. Angelika Schlaefke und die stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Ehlen die Urkunde „Ausbildungsbetrieb 2008“ an Dr. Michael Koch, Geschäftsführer der Gallus Druckmaschinen GmbH. Aktuell erlernen neun Auszubildende in dem Unternehmen erfolgreich die Berufe Industriekaufmann, Industriemechaniker sowie Zerspanungsmechaniker. „Damit stellt die Gallus Druckmaschinen GmbH nicht nur den eigenen Fachkräftenachwuchs sicher“, betonte Dr. Angelika Schlaefke.

Teilnahme an Messen
Die Entscheidung für das in Langgöns-Oberkleen ansässige Unternehmen ist nach Aussage der IHK-Vizepräsidentin wohl begründet: In den vergangenen Jahren habe sich die Gallus Druckmaschinen
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GmbH nicht nur aktiv an allen Ausbildungsmessen im IHK-Bezirk beteiligt, sondern auch Schülern, Umschülern und Studenten stets die Möglichkeit gegeben, ein Praktikum zu absolvieren. Neben den Schülerpraktika könne auch ein „Schnupperpraktikum“ gemacht werden. Für die hohe Qualität der Ausbildung spräche darüber hinaus die Tatsache, dass aktuell zwei Auszubildende als Werkstudenten im Unternehmen tätig seien.

Fachkräftemangel entgegenwirken
„Ausbildung ist ein Thema, das stärker in den Blickpunkt des politischen Interesses gerückt werden muss“, hob Dr. Michael Koch hervor. „Um besser zu sein als in der Vergangenheit und um in einer zunehmend vom Wettbewerb geprägten Gesellschaft funktionieren zu können, brauchen wir qualifizierte Mitarbeiter. Mit unserer Entscheidung auch in schwierigen Zeiten auszubilden, wollen wir bewusst einem Fachkräftemangel entgegenwirken.“ Trotz Personalabbau würde das derzeit 145 Mitarbeiter zählende Unternehmen weiterhin über Bedarf ausbilden. Bei der Auswahl der Auszubildenden würden die jungen Frauen und Männer unabhängig von ihren Noten individuell beurteilt, wie Ausbildungsleiter Christoph Hofmann bestätigte. Wichtig sei die Integrations- und Leistungsbereitschaft der zukünftigen Auszubildenden. Einer der gewerblichen Ausbilder, Alexander Rein, hat selbst im Unternehmen gelernt und kann viele seiner Erfahrungen weitergeben. Die 1971 unter dem Namen Arsoma gegründete Gallus Druckmaschinen GmbH, die zur Gallus-Gruppe mit Sitz in der Schweiz gehört, beschäftigt sich mit der Entwicklung von Etikettendruck-Maschinen und gilt in diesem Segment weltweit als Qualitäts- und Marktführer. „Mit Gallus-Maschinen werden unter anderem Parktickets, Flughafentickets, nachverfolgbare Etiketten, Tubenlaminate, Weinetiketten, Kleinverpackungen im asiatischen Bereich sowie Pommes-Tüten hergestellt“, hob Christoph Hofmann im Rahmen einer kleiner Firmenpräsentation hervor.
„Es gibt positive Signale für den Ausbildungsmarkt“, fasste Dr. Angelika Schlaefke zusammen. Einer bundesweiten Untersuchung des DIHK bei Unternehmen verschiedener Branchen und Größen zufolge plane derzeit die überwiegende Mehrheit, die Zahl ihrer Ausbildungsplätze konstant zu halten oder sogar aufzustocken. „Ziel ist es – wie auch das Beispiel Gallus Druckmaschinen zeigt – jetzt auszubilden, damit die notwendigen Fachkräfte vorhanden sind, wenn es wieder besser läuft.“ Dies sei den Meisten im Moment wichtiger als die Geschäftsaussichten für dieses Jahr. Allerdings werde es für die Unternehmen schwieriger, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Auch wenn 2008 ein Höchststand an registrierten Ausbildungsplätzen zu verzeichnen war, setze sich dieser Trend angesichts des demographischen Wandels nicht fort. Die IHK Gießen-Friedberg habe bereits im Februar begonnen, rund 900 Unternehmen nach ihren Ausbildungsplänen für 2009 zu befragen.
Rückblickend betonte Schlaefke, dass die Anzahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse im IHK-Bezirk Gießen-Friedberg mit 4,5 Prozent im vergangenen Jahr ein „Rekordniveau“ erreicht habe. „Als einziger hessischer IHK ist es uns gelungen, sechs Jahre in Folge ein Plus an neu eingetragenen Ausbildungszahlen gegenüber dem Vorjahr zu erzielen“, hob sie hervor. 2 416 neue Ausbildungsverhältnisse wurden in den Kreisen Gießen, Vogelsberg und Wetterau geschlossen, 136 Unternehmen bilden erstmals aus. „Hierfür danken wir allen Unternehmen, die so großartig ausgebildet haben und ausbilden.“ Großes Engagement habe auch die Abteilung Aus- und Weiterbildung unter Leitung der stellvertretenden IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Ehlen und ihres Stellvertreters Axel Steinbeiß unter anderem durch Teilnahme an drei Ausbildungsmessen sowie dem bundesweiten Tag des Ausbildungsplatzes bewiesen. Auch die direkte Ansprache aller 1700 Ausbildungsbetriebe des IHK-Bezirks sei auf große Resonanz gestoßen.

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