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Publikation der Lebenserinnerungen August Bebels im Gemeindearchiv Langgöns

von Isabel Haubam 25.02.2013736 mal gelesen1 Kommentar
Langgöns | August Bebel gehört zu den wichtigsten Persönlichkeiten der sozialdemokratischen Arbeiter-bewegung. Geboren am 22. Februar 1840 in Deutz und gemeinsam mit Wilhelm Liebknecht Begründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, verbrachte er seine Kindheit und Jugend unweit von Langgöns im rund 20 Kilometer entfernten Wetzlar. Nach dem Besuch der dorti-gen Volksschule erlernte er in der Stadt das Drechslerhandwerk und trat anschließend im Jahr 1858 seine Gesellenwanderung an.
Die Lehr- und Wanderjahre führten Bebel unter anderem nach Heidelberg, Freiburg, Regensburg, München und Salzburg. Sein erstes Ziel war jedoch Frankfurt am Main und da lag es für ihn nahe, die Bahnverbindung von Lang-Göns nach Frankfurt zu nutzen.
So kam August Bebel im Frühjahr 1859 nach Lang-Göns, um im Lang-Gönser Bahnhof den Zug gen Frankfurt zu besteigen.
Die Durchreise Bebels durch Lang-Göns hat sich in den im Gemeindearchiv Langgöns vorhandenen Dokumenten, soweit nachvollziehbar, nicht niedergeschlagen, wohl aber in den Lebenserinnerungen Bebels zu seinen Lehr- und Wanderjahren. „Von Lang-Göns aus“, so August Bebel, „benutzte ich
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Gemeindearchiv: Gemeinde Langgöns (1)
die Bahn und kam so noch am Abend des gleichen Tages in Frankfurt an“. Wenn hieraus über den Ort und die Umgebung selbst zunächst wenig Konkretes zu erfahren ist, so kann man doch zumindest davon ausgehen, dass keine nachteiligen Erinnerungen an die Region, sondern vielmehr solche an die rechtzeitige und somit angenehme Reise durch das hessische Land bei ihm zurückblieben.
Der schriftliche Nachlass Bebels befindet sich heute im Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam und im Russischen Zentrum für die Aufbewahrung und Erforschung von Dokumenten der neuesten Geschichte in Moskau und wird auf Mikrofilm auch im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn vorgehalten.
Das Gemeindearchiv Langgöns hat nun eine ungekürzte Neuauflage der 1911 und 1914 erschienenen Lebenserinnerungen Bebels für die Bibliothek des Archivs erworben, um den Nutzern, die sich für die hessischen Wurzeln des bekannten Politikers interessieren, auch literarisch ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten. Die Publikation „August Bebel: Aus meinem Leben“ steht zur Einsichtnahme im Gemeindearchiv zur Verfügung und wird nicht zuletzt auch im Hinblick auf das 150-jährige Jubiläum der Langgönser SPD von Interesse sein.

Kommentare zum Beitrag

Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 26.02.2013 um 23:17 Uhr
August Bebel? Wenn man über August Bebel und seine Publikationen redet, dann muss man sein Werk "Die Frau und der Sozialismus" erwähnen! Auch heute sollte dies noch "Pflichtlektüre" sein, vor allem für die, die ( oft leichtfertig und oberflächlich ) von der Befreiung der Frau reden :-))
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