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Hans Noormann in Espa: Transparenz ist kein Spaßwort "das muss man leben" - Am Ende des Diskussionsabend wurde um Plakate oder Aufkleber gebeten

Langgöns | Sehr gut besucht war die letzte Veranstaltung der Reihe „Langgönser Bürgerinnen und Bürger diskutieren mit Bürgermeisterkandidat Hans Noormann“ im kleinsten Langgönser Ortsteil Espa. In das Restaurant „Zum Gaulskopf“ hatte Hans Noormann eingeladen, der in seiner Kandidatur von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen unterstützt wird. Einen breiten Raum nahm die Umwidmung des Wochenendgebiet in ein Wohngebiet ein.

„Das Wochenendgebiet soll endlich legalisiert werden und Wohngebiet werden!“ Mit diesem Satz leitete ein Zuhörer eine teils temperamentvoll geführte Diskussion ein. Dieses Thema beschäftigt seit Jahren die Menschen vor Ort. „Erst werden wir von der Gemeinde schriftlich gebeten, hier unseren ersten Wohnsitz anzumelden und jetzt kriegen wir große Schwierigkeiten gemacht!“

In dieser Angelegenheit gehe es um existentielle Fragen, die von der Gemeinde gelöst werden müssten. „Es traut sich so keiner richtig ran und in Wirklichkeit ist das ganz eng für uns“, so die Befürchtung vieler Betroffener. Denn rein rechtlich dürfe man in Wochenendgebieten nur an Wochenenden und nur sechs Wochen durchgängig im Jahr wohnen. „In Bezug auf Versicherung und Steuerlast werden wir aber wie ganz normale Bewohner von Wohnhäusern behandelt!“

Noormann bekräftigte die Haltung der Koaltition aus CDU, Grünen und FDP, einen Bebauungsplan zu beschließen, der eine weitgehende Legalisierung des Gebietes als Wohngebiet zur Folge habe.

„Es ist allerdings bisher in Langgöns nicht üblich, dass Parlamentarier Zwischenstände erfahren“, entgegnete er auf die Frage nach dem aktuellen Verhandlungsstand.

Die Informationswege seien häufig viel zu lang oder versperrt! Transparenz sei aber kein Spaßwort, „das muss man leben“, so Noormann wörtlich. Die Parlamentarier müssten häufig nach Tischvorlagen, selbst bei kostenintensiven Projekten entscheiden, um Antragsfristen einzuhalten. „Ich sehe mich mehr als Teamchef, der Politikerinnen und Politiker sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage versetzt, selbstständig Entscheidungen zu treffen und gute Arbeit abzuliefern!“ „Meine Verantwortung als Bürgermeister ist es, gemeinsam mit dem gewählten Gemeindevorstand auszuführen, was das Parlament als Volksvertretung entschieden hat. Egal, ob mir das persönlich immer passt oder nicht“.

Ganz oben auf der Agenda der Espaer standen auch die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, die Kinder- und Jugendarbeit vor Ort, der Ausbau des „Brandweinweges“ und die Frage, wie die Solidarität der Ortsteile untereinander gefördert, die Würdigung des Ehrenamtes gestärkt und wie die Pflege öffentlicher Einrichtungen durch den gemeindeeigenen Bauhof optimiert werden könnte.

Noormann unterstrich die Notwendigkeit des Ausbaus des „Brandweinweges“, um den Verkehr möglichst aus Espa herauszuhalten, er sei sehr gespannt, ob das Land Hessen dem einstimmigen Beschluss des Gemeindeparlaments entspreche.

„Ich möchte gerne ihr Bürgermeister werden und ich möchte gerne Ihr Vertrauen gewinnen“, warb Hans Noormann abschließend. Dass dies an diesem Abend offensichtlich gelungen war, zeigte, dass gleich mehrere Zuhörer um Wahlplakate oder Aufkleber des Kandidaten baten!

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